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Liebe kann uns retten Teil 3/3

Liebst du dich? 

Irgendwann las ich diese Frage irgendwo. Und diese Frage machte etwas mit mir. Sie ließ mich stutzen. Weil sie einfach noch nie gestellt wurde. Von Niemanden. Erst recht nicht von mir. Denn eines wird in der Welt des immer steigenden Leistungsdrucks, der scheinbar gesetzten gesellschaftlichen Normen, dem oberflächlichen Glanz des Social Media, dem Streben nach Perfektion und des Drucks der verschiedenen Rollenbilder immer deutlicher: Es dreht sich häufig um Andere, darum perfekt zu funktionieren und in die Gesellschaft zu passen. Wir fragen uns, was wir für andere tun können, passen uns an und stecken zurück, weil man das so macht. Vermeintlich. Ja. So war es lange Zeit für mich. Leben für die Anderen. Weil man das so macht. Und irgendwann fragte ich mich: Und ich?

Dieses Irgendwann begann mit schätzungsweise Ende Dreißig, so genau kann ich es gar nicht eingrenzen. Ich denke, es waren eher schleichende, unbewusste Veränderungsprozesse. Was ich aber sehr genau eingrenzen kann ist der Zeitraum, als ich begann, mir diese Frage radikal ehrlich und bewusst zu stellen. Mit zweiundvierzig Jahren habe ich mich getraut, mir diese Frage radikal zu stellen. Und ich? Schonungslos. Mit allen Konsequenzen. Ich betone: Mit. Allen. Konsequenzen.

Und heute weiß ich mehr denn je: Und ich? Diese Frage ist so berechtigt! Denn genau sie ist die Lösung. Und Lösung heißt in diesem Kontext nicht einfach und nicht leicht. Lösung bedeutet hier: Nicht einfach. Aber richtig. 

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