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(Mehr als) Bewegungsradar für Redesigns. Substanzielle Kritik und Einordnung im Themenfeld Kommunikationsdesign.
von Achim Schaffrinna

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(Mehr als) Bewegungsradar für Redesigns

Das Design Tagebuch, seit nunmehr 2006 im Netz, ist nicht nur eine Art Bewegungsradar für Redesigns, von Logos, visuellen Erscheinungsbildern, Markenauftritten oder Websites, sondern darüber hinaus ein Ort, an dem auch regelmäßig auf Missstände innerhalb der Kreativwirtschaft aufmerksam gemacht wird. Inakzeptable Bedingungen bei Design- und Kreativwettbewerben oder bei Ausschreibungen und Pitches, werden im dt zum Thema gemacht – Stichwort unbezahlte Leistungen (#saynotospec). Die auf diese Weise erreichte Aufmerksamkeit hat in der Vergangenheit nicht selten dazu geführt, dass Teilnahmebedingungen nachträglich angepasst wurden. Neben tagesaktuellen Themen werden im dt auch Umfragen durchgeführt, in denen die Arbeitswelt von Designern und Kreativschaffenden beleuchtet wird. Die auf diese Weise zum Teil in aufwendigen Studien aufbereiteten Ergebnisse geben Einblick in eine Branche, die sich wie wohl kaum eine andere im Zuge der Digitalisierung gewandelt hat. 

Designkritik

Mir ist es als Autor ganz wichtig, dass die im Blog vorgestellten Arbeiten und Projekte kritisch begutachtet, bewertet und eingeordnet werden. Substanzielle Kritik, positiv wie negativ, ist nach meinem Dafürhalten gerade im Kommunikationsdesign unerlässlich, zumal derlei visuelle Botschaften in vielen Fällen mit der Durchsetzung wirtschaftlicher oder politischer Ziele verknüpft sind. 

Ob im Digitalen oder im Analogen, ob Schilder, Wahlplakate, Infotafeln, Werbeanzeigen, Fotografien, Logos oder Slogans - tagtäglich verarbeiten wir hunderte dieser Botschaften, viele davon unbewusst. Daher lohnt der Blick hinter die Fassade und unter die Oberflächliche der Ästhetik. Designkritik findet leider viel zu selten statt, selbst in Hochschulen, in denen Design gelehrt wird. Umso wichtiger ist es, dass Design auch kritisch beleuchtet wird.

Diskussionskultur

Dank fachkundiger Kommentatoren und einem von gegenseitigem Respekt geprägten Umgang findet im dt ein reger und konstruktiver Austausch über Designthemen statt. „Im dt wird nicht an Kleinigkeiten herumgenörgelt, sondern es werden konzeptionelle Fragen von Designstrategien und Webtrends erörtert und diskutiert“, wie seinerzeit die Jury des Grimme Online Awards formulierte. Von Beginn an habe ich sehr viel Wert auf eine gepflegte Diskussions- und Streitkultur gelegt. Um diese zu fördern, habe ich die Aktion „Ausgezeichnet kommentiert!“ ins Leben gerufen, bei der konstruktive Kommentare jährlich ausgezeichnet werden. 

Gerade in Zeiten von #HateSpeech ist es wichtig, dass es im Netz Orte gibt, an denen man sich austauschen kann, ohne befürchten zu müssen, für die eigene Meinung persönlich angegangen zu werden. Seit 2006 wurden im dt mehr als 76.000 Kommentare verfasst. Welch großer Aufwand dahinter steckt, all diese Kommentarbeiträge zu sichten, freizugeben und, wenn nötig, in Konfliktfällen zu moderieren, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Ich möchte mir gerne auch weiterhin die Zeit nehmen, jeden einzelnen Kommentar zu lesen und auf viele der Kommentare zu antworten. Deshalb wäre eine Unterstützung durch Dich sehr willkommen.

Über den Autor

Viele dt-Leser wissen gar nicht, dass das dt von einer einzelnen Person geführt wird. Deshalb möchte ich mich kurz vorstellen. Von 1994–1999 habe ich an der Fachhochschule Hannover Kommunikationsdesign studiert. Schwerpunkt im Studium waren, wie auch in der darauf folgenden 10-jährigen Agenturzeit, die digitalen Medien. Seit Februar 2011 bin ich selbstständig tätig und konzipiere und entwerfe für Unternehmen/Marken Kommunikationsdesign-Lösungen. Darüber hinaus begleite ich Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Was Anfangs noch, für Blogs typisch, frei und unbekümmert daherkam, entwickelte sich über die Jahre zu einer zeitintensiven Arbeit, die nunmehr publizistischen Grundsätzen unterliegt. Auch als nicht-gelernter Journalist sind mir diese nämlich sehr wichtig. 

Recherchieren und Verfassen von Beiträgen sind lediglich ein Teil meiner Arbeit. Auf Facebook und Twitter sind entsprechende Accounts aktiv, die gepflegt werden wollen, so bin ich zugleich Social-Media-Manager. Die gesamte Technik (Backend) wird ebenfalls von mir gewartet, also bin ich auch Administrator, der regelmäßig Updates und Datenbank-Backups vornimmt. Lediglich um den Server, die Hardware als solche, muss ich mich nicht kümmern, denn das übernimmt im Rahmen eines Hosting-Sponsorings die Firma Mittwald. Auch die dt-Jobbörse, ein Stellenmarkt für Designer und Kreativschaffende, wird von mir betreut. Um hin und wieder Preise im dt verlosen zu können, beispielsweise Vitra Büromöbel, Tickets zu Konferenzen oder Bücher, kümmere ich mich um Kooperationen. All dies und noch mehr gehört zu meiner Arbeit. Den Kollegen von Designerdock habe ich einmal in einem Interview erläutert, was mich nach wie vor antreibt.

Wozu das dt unterstützen?

Wenn Dir unabhängiger Designjournalismus am Herzen liegt, würde ich mich über Deine Unterstützung sehr freuen. Derzeit finanziert sich das dt noch größtenteils über Werbeeinnahmen. Wie bei so vielen anderen Medienangeboten, sind auch beim dt die über Werbebuchungen generierten Einnahmen rückläufig. AdBlocker und allgemein sinkende Klickraten mindern zunehmend die Erlöse. Eine Stabilisierung der Einnahmen ist daher dringend erforderlich. Mit Deiner Mitgliedschaft trägst Du damit bei, dass ich meine Arbeit rund um das Design Tagebuch fortführen kann. Wenn Du bis zu dieser Stelle gelesen hast, wird Dir womöglich eine gepflegte Diskussionskultur und ein Diskurs im Themenfeld Kommunikationsdesign ebenso viel bedeuten wie mir. Da wäre es natürlich wunderbar, Dich als Unterstützer zu gewinnen!

Kreative Momente wünscht

Achim Schaffrinna

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