Die Macht der Vertrauens-Wörter

Worte lösen Gedanken & Gefühle aus. Das wissen wir alle. Doch es gibt Worte, die stärker als andere wirken, weil sie in uns fest verankerte, uralte Bedeutungsmuster aktivieren. Natürlich, mit jedem Wort verbinden wir Vorstellungen, Emotionen & Erinnerungen – positive wie negative. Damit haben Worte sogar Einfluss auf unser körperliches Empfinden. Politiker, Redner, Führungskräfte, Verkäufer & Schriftsteller nutzen diese Macht, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Wir kennen das unter dem Begriff „Framing“.

1. Bild oder Wort?

Bilder sind sehr stark in ihrer emotionalen Wirkung, keine Frage. Aber:

Und:

Worte sind viel offener für Interpretationen als Bilder (Fotos). Und eignen sich daher sehr gut für ein erfolgreiches Framing. 

2. Mit Framing schnell zum Ziel

Die Kunst des Framings liegt also darin, durch Worte bestimmte Bilder & damit eine gezielte (Be-)Deutung zu vermitteln. Unser Kopf nimmt das bereitwillig an, denn:

Wer also jemanden von seiner Sichtweise überzeugen möchte, der muss fähig sein, vorhandene Bedeutungen entweder verstärken oder sie umdeuten zu können – je nach Ziel.

3. Das Hirn wird zum Verbündeten

Für das Framen kann man sich die Arbeistweise des menschlichen Hirn zunutze machen:

Heißt: Was wir kennen & uns einleuchtet, das glauben wir.

Framer bedienen sich dieses Mechanismus:

Man muss dabei beachten:

4. Die Macht der Vertrauens-Wörter

Beim Framing ist es immens erfolgreich, sich bekannter Vertrauens-Wörter zu bedienen.

Vertrauens-Wörter stammen aus unserem emotionalen Repertoire. Dort spielen unsere persönliche Situation wie auch unsere kulturelle Prägung die maßgebliche Rolle. 

Erfolgreiche Framer finden das durch gezielte Fragen sehr schnell heraus.

5. Die Grundfaktoren der Vertrauens-Wörter

Was zu den Bedeutungs-Bereichen gehört, siehst Du hier:

Wer persönliche Informationen aus diesen Bereichen erfragen ( = Interesse) & erfühlen (= Empathie) kann, wird sich sehr genau auf seinen Empfänger einstellen können – und hat damit eine perfekte Grundlage für Framing.

6. Gibt es allgemeine Vertrauens-Wörter?

Ja, die existieren tatsächlich.

Die Worte „Mutter“, „Eltern“, „Familie“, „Kind“, „Liebe“, „Welt“, „Erde“, „Himmel“, „Sterne“ „Menschen“, etc. sind im Allgemeinen stark positiv in uns verankert, weil sie zu unserem archaischen Sprach-Repertoire gehören.

Bedeutet: Framing – ob Politik, Werbung oder privat – funktioniert am emotionalsten in der Muttersprache.

7. Vertrauens-Wörter: Garanten für Erfolg in der Kommunikation

Wie Du gesehen hast, ist es entscheidend, in der Kommunikation auf Vertrauens-Wörter zu setzen. Je persönlicher diese sind, desto besser. Nutze die BPEPB-Formel:

Bekanntes: was Deinem Empfänger vertraut ist Plausibles: was Deinem Empfänger einleuchtet Emotionales: was Deinen Empfänger berührt Persönliches: womit sich Dein Empfänger identifiziert Bedeutendes: was Deinen Empfänger weiterbringt.

Damit gewinnst Du. Garantiert. Dein|Schwarzmann

Teaser-Bild: Marcus DePaula/unsplash

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