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KI, AI (3, KI-Scham und Schluss)

Na? Gut reingerutscht? Ein kleiner Reisetipp für alle, die Böllern doof finden: In Tübingen war es ziemlich explosionsfrei und deshalb schön zu feiern. Doch das nur nebenbei. Es geht hier noch mal (und vorerst zum letzten Mal) um künstliche Intelligenz.

Mit der KI zusammenarbeiten

Wie im vergangenen Jahr versprochen, habe ich mich mit dem Schreiben von Briefings für die KI beschäftigt. Du findest das Ergebnis in dem Beitrag hier (weiter unten).

Bevor du nun diesen endlosen Riemen durcharbeitest, hier einige allgemeine Learnings:

  • Gute Texte aus der KI herauszukitzeln, ist Arbeit. Eine allgemeine Anfrage ergibt einen allgemeinen und deshalb lahmen Text. Immerhin ist der dann korrekt geschrieben.
  • Selbst für SEO eignet sich der Output nicht sonderlich gut. Denn Google weiß natürlich, dass es sich um einen KI-Text handelt (du kannst das selbst testen, mit einem Link in dem Beitrag). Und überhaupt: Google mag allgemeine Texte ohnehin nicht so gerne.
  • Der Trick ist, einen guten Workflow zusammen mit der KI zu entwickeln. Ich habe zwei Möglichkeiten dafür beschrieben. Das spart zwar nicht wahnsinnig viel Zeit – verbessert das Ergebnis aber im Vergleich zu einem Text, den du ganz alleine schreibst.
  • Mit einigen Kniffen kannst du außerdem auch lahme KI-Texte für Mensch und Maschine aufpeppen.

Ich brauche keine Glaskugel, um zu prognostizieren, dass wir Autor:innen in Zukunft erstens immer mehr mit KIs arbeiten werden, dass wir aber eher mehr als weniger dabei gefordert werden und dass uns sowohl die Urheberrechte als auch die Faktentreue ins Grübeln bringen werden.

Was nun? 

Vorerst habe ich inzwischen genug von KI und Technokram. Es gibt drei Themen, über die ich mich in den nächsten Wochen beugen möchte. Das sind:

  • Gesprochene Texte schreiben: Wie formulieren wir Skripte für Videos und Podcasts?
  • Texte für Social Media: Nein Insta, Twitter & Co bestehen nicht nur aus Bilder- und Gaga-Content. Am Anfang steht immer das Wort. Aber wie finden wir dieses?
  • Buch schreiben: Da ich derzeit um ein Buch-Projekt herumschleiche, könnte ich das inhaltlich mit euch zusammen vorbereiten.

Falls dich eines der Themen besonders interessiert, gib mir per eric@kubitz.net  Bescheid. Am besten mit einem triftigen Grund, warum ich mich unbedingt, dringend, sofort darum kümmern soll.

Und jetzt viel Spaß beim Ausfragen der KIs.

Halt! Noch ein Gedanke: Diese schlauen KI-Algorithmen brauchen eine Menge Rechenleistung. Das sollte uns nicht davon abhalten, sie zu nutzen – wenn wir sie professionell einsetzen wollen. Aber es ist ein wenig wie mit dem Autofahren oder mit dem Essen von Fleisch: Less is more! Wenn wir alle ein bisschen KI-Scham entwickeln, ist das gut für unsere Zukunft.

Einen gelungenen Tag wünscht

Eric

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