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KI, AI (1) + Kleinigkeiten

Ich hatte kaum ausreichend Zeit, meine drei NL-Teile in einen Artikel zu packen (das mache ich, um solche Geschichten später noch einmal verwenden zu können), hat mich das nächste komplexe Thema überrannt: Künstliche Intelligenz.

((Das ist KEIN Foto von mir sondern das, was die Bild-KI eines sehr großen Design-Tool präsentiert, als ich nach "Book Author with a smile". Da ist noch Potential...)) 

Es ist derzeit allerdings nicht einfach, den vielen Artikeln über ChatGPT und AI-Avatare aus dem Weg zu gehen. Der Grund: Die ehemalige Non-Profit-Organisation OpenAI hat vor kurzer Zeit eine neue, nun, Datenbasis für KI-generierte Texte vorgestellt und lässt uns alle damit spielen. Und Journalisten, die spielen, berichten darüber. Vor allem, wenn es um einen Textgenerator geht – der einen verblüffend guten Output hat.

Um mich in das Thema einzufinden, habe ich diese KI mit dem Namen ChatGPT zu einem Interview gebeten. Was dabei herausgekommen ist, liest du in einem längeren Contentman-Artikel. Vorab: An manchen Stellen holpert sich die diese künstliche Intelligenz durch die Antworten. Trotzdem ist alles wirklich korrekt formuliert und teilweise sogar schlau.

Vor allem wollte ich von ChatGPT wissen, wie Autor:innen und andere Menschen damit umgehen sollen, die von der Textproduktion leben. Und siehe da: Das Tool hat mir gleich fünf Möglichkeiten genannt. Nicht schlecht. Was mir bei all der Beschäftigung mit Text-KI aber ganz alleine eingefallen ist: Wie wir Texter:innen auf die bevorstehende Masse von automatisch generierten Texten reagieren sollen. Ganz kurz zusammengefasst:

  • Verwende treffende, besondere und überraschende Wörter.
  • Pflege einen abwechslungsreichen Stil.
  • Verwende aktuelle Informationen.
  • Zeige Haltung, also eine nicht allgemeine Sicht auf die Dinge.
  • Erkenne und schärfe die Narrative hinter dem Text.

Denn schon jetzt programmieren SEO-Agenturen lieber eine KI als billige Texter:innen zu beauftragen. Das könnte aber ein Fehler sein. Denn einerseits kann Google automatisch generierten Text als solchen erkennen – und wird ihn entsprechend einsortieren. Und zweitens werden Menschen zumindest noch eine Weile eher von einem guten (!) menschlich geschriebenen Text beeindruckt sein als mit einem guten aber glatten AI-Text. Unter anderem, weil KIs zu einem Thema halt immer den ähnlichen Text schreiben. Was logisch ist – aber vielleicht auch bei der Conversion nicht lange funktioniert.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Input: ohne Input kein Output. Und die üblichen Text-Generatoren haben nun mal keinen ständig neuen Input. Auch das wird sich ändern. Doch vorerst ist das nicht der Fall.

Hier vielleicht ein kleiner Vorgeschmack: Ich habe ChatGPT danach gefragt, wie ich einen Artikel einleiten könnte, der sich mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz kritisch auseinandersetzt. Hier die Antwort:

"In den letzten Jahren haben wir erlebt, wie künstliche Intelligenz immer mehr Einzug in unser tägliches Leben hält. Ob im Bereich der Sprach- und Bilderkennung, der medizinischen Diagnostik oder der autonomen Fahrzeuge - der Einsatz von AI scheint keine Grenzen zu kennen. Doch während die Vorteile von AI auf den ersten Blick offensichtlich sind, gibt es auch eine dunkle Seite, die nicht ignoriert werden darf. In diesem Artikel werden wir uns mit den Risiken und Herausforderungen auseinandersetzen, die der Einsatz von AI mit sich bringt, und uns fragen, ob wir uns wirklich auf diesen technologischen Fortschritt einlassen sollten."

Na ja, das ist halt schon etwas viel Blabla...

Weitere Themen

Text vor Video

Bei Editorial Media habe ich über eine Studie gelesen, in der eine Mehrheit der befragten Menschen behauptet, für Nachrichten lieber Text als Video zu nutzen. Eine Mehrheit von 58 Prozent der erwachsenen Deutschen nutzt online meistens die schriftliche Form, während nur 10 Prozent meistens Bewegtbild nutzen.

Das überrascht mich nicht – frustriert aber sicherlich die Medien, die voll auf Video setzen (u.a. weil Video höhere Werbeerlöse verspricht). Die Gründe dafür sind übrigens die schnellere Textaufnahme und die höhere Kontrolle der Rezeption.

Ach, noch was: Die Rezeption von Texten korreliert mit einem höheren Bildungsniveau. Aber ließ selbst in der Original-Studie.  

Stunden deutsche Digitalisierungsgeschichte

Ich bin ja auch kein Freund von langen Podcasts. Deshalb gehört "Alles gesagt" von Zeit Digital nicht zu meinem Standard-Programm. Aber die sechs Stunden mit Sascha Lobo fand ich durchgängig spannend. Da kommt die ganze Internet-Geschichte (und auch ein bisschen Zukunft) vor. Und, übrigens: Sascha guckt auch keine Videos – weil die ihm alle zu lange dauern. :-)

Was noch?

Ach, eigentlich nichts.

Bis bald,

Eric

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