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Kreativ sein. Jetzt!

Natürlich können wir nicht auf Knopfdruck kreativ sein. Dazu braucht es Vorbereitung, eine entsprechende Haltung, die richtige Umgebung und  Nacharbeit. Prinzipell wissen wir das alle – doch die bunte Influencer-Welt verspricht und etwas anderes.  

Sind Influencer kreativ? Vermutlich einige. Wenn wir allerdings Agenturen und erfahrenen Social Media Managern glauben wollen, lauten die Erfolgsgeheimnisse auf Instagram und TikTok: mache viel, verwende zahlreiche Hashtags, richte dich nach den bestehenden Trends, nutze die Community und so weiter. Nun, das mögen Erfolgsrezepte für die sozialen Netze sein – aber nichts davon hat mit Kreativität zu tun. Klar braucht es auch eine Idee und eine Nische. Der Rest ist aber weitgehend die Wiederholung desselben. 

"Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat". (Albert Einstein)

Dieses Zitat nenne ich, weil es schön kurz ist. Aber du weißt, es gibt dröflionen andere Definitionen von Kreativität. Die wollen wir mal ignorieren. 

Was alles zur Kreativität gehört

Ich möchte dir lieber zeigen, wie du kreativer wirst – was auch immer das im Detail bedeutet. Doch das ist nicht einfach, denn es gibt eine ganze Reih von Voraussetzungen und Haltungen, die deine Kreativit kitzeln. Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir die 7k-Methode vorstelle. Diese wirkt wie ein 7-Stufen-Plan ist es aber nicht. Sie beschreibt schlicht die sieben unterschiedlichen "Zustände", die Kreativität ermöglichen. Und jede:r von uns kann manche davon im Schlaf und sollte andere dagegen etwas trainieren. Denn im Verlauf eines kreativen Prozesses, gehen wir durch alle Phasen durch. Nicht immer linear – aber vollständig.

Die 7k sind dies: 

  • Kalibrieren: Du brauchst ein Ziel.
  • Kennenlernen: Du musst dein Handwerk und viel Neues beherrschen und kennenlernen.
  • Kombinieren: Die Verknüpfung dieses Wissens erfolgt im Unterbewusstsein. Zum Beispiel im Schlaf. 
  • Kreieren: Erst dann können Ideen entstehen. Meistens ziemlich viele. 
  • Konsolidieren: Ist die kreative Flut zu Ende, müssen die besten Ideen erkannt und ausgewählt werden.
  • Konzentrieren: Konzentriertes Arbeiten macht daraus ein brauchbares Produkt.
  • Kritisieren: Und ohne Feedback keine Fertigstellung. 

Nicht linear – aber immer bewusst

Willst du etwa einen Artikel oder gar ein Buch schreiben, wirst du diese Punkte nicht nach und nach durcharbeiten. Fast immer springen wir zwischen diesen Anforderungen hin- und her. Das ist in Ordnung – allerdings ist das Umschalten von "Kreieren" zu "Konzentrieren" gar nicht so einfach. Beides sind sehr unterschiedliche Zustände. Beim Kreieren wollen wir völlig frei denken und ohne Druck und Format über den Tellerrand blicken. Wenn es dann ums konzentriertes Ausarbeiten von Ideen zu einem Produkt geht, brauchen wir eine starke Fokussierung – da hilft ein wenig Stress sogar mit. Es ist also besser, jeweils in einem definierten Zustand zu sein. Dann bist du vielleicht vormittags sehr kreativ und arbeitest am Nachmittag die Produkte aus, vielleicht sogar mit Zeitdruck. 

Viel weiter will ich jetzt hier nicht gehen. Denn ich habe die 7k-Methode woanders schon gut beschrieben (siehe unten) und ich möchte mich nicht zu sehr wiederholen. 

Und im Grunde kommst du auch schon sehr, sehr weit, wenn du dir diese Phasen bewusst machst und dich im kreativen Prozess jeweils darauf einstellst. 

Und damit du auch gleich etwas zu tun hast: Notiere dir zu jedem der 7k, ob du das gut kannst und/oder gerne machst. Ich zum Beispiel, liebe die konzentrierte Phase des Schreibens – aber halte diese nur maximal eine Stunde am Stück durch. Und was fällt mir am schwersten? Das Aussortieren von Lieblings-Gedanken bei der Konsolidierung und der Umgang mit Kritik. Das sind die Punkte, an denen ich arbeiten muss. Die werden bei dir woanders liegen. 

Doch deine Schmerz-Punkte findest du sicherlich sehr schnell raus...

Mehr dazu

Etwas mehr über meine Sicht auf die Kreativität und die 7k-Methode habe ich auf dieser Seite beschrieben: 

https://kreativreisen.de/mag/wie-kreativitaet-entsteht

Mein Seminar "Kreativitätstechniken im Online-Marketing" gebe ich nur noch in diesem Jahr. Warum? Weil ich mit meinem Job beim Wort & Bild Verlag alle Hände voll zu tun habe. Da passen 2-tägige Seminare einfach nicht mehr rein. Falls du noch die Chance nutzen willst: 

https://www.121watt.de/seminare/kreativitaetstechniken-im-online-marketing/