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Und SEO?

Wir müssen über Suchmaschinenoptimierung reden. Viele Jahre lang war ich der „Contentman“ der SEO-Branche. Und damit da kein falscher Ton aufkommt: Ich habe das geliebt. Zwar hatten wir als Agentur schon ab unserem Start im Jahr 2008 eine andere Haltung zu „SEO-Content“ als der Rest der Branche. Doch weil das – damals – eine sehr lernbegierige Szene war, machte es sogar Spaß, anders zu sein. Ich weiß nicht, wie das heute ist.

Jedenfalls kommen noch heute Teilnehmer:innen in meine Schreibseminare, weil sie mich aus der Zeit kennen oder ihre Vorgänger ab 2014 ihre ersten SEO-Schritte mit meiner DVD „Suchmaschinenoptimierung“ gemacht haben. Diese diente wohl in Agenturen dazu, Neueinsteiger:innen und Praktikant:innen einige Stunden lang zu beschäftigen.

Der eigentliche Grund, warum wir gerne anders waren: Wir, oder bessere unsere Kund:innen, hatten Erfolg mit unserem SEO-Mantra „Be Calm and Trust in Content“. Unsere schwierigste Herausforderung war, Kund:innen das gefährliche Halbwissen auszureden und glaubhaft zu versichern, dass auch Google lieber nützliche Inhalte liest und keine 3.000-Wörter Texte mit Keyword-Densitiy und WDF-IDF-Faktor. Ich wollte niemals schlauer als Google sein, sondern war mir sicher, dass die vielen schlauen Mitarbeiter:innen der Suchmaschine alle fiesen Tricks letztlich finden und bestrafen würden. Und so kam es dann auch.

Ich muss zugeben, in den ersten Jahren war ich mir nicht immer 100 Prozent sicher, dass unser Weg der richtige ist. Denn viele Kolleg:innen hatten mit anderen Methoden wie Linkaufbau und Keyword-Stuffing schnelleren Erfolg als wir. Zumindest kurzfristig. Heute ist das jedoch keine Frage mehr. Heute sind sich (fast) alle einig: Zum guten SEO gehört eine brillante Technik, eine gut vernetzte Webseite und ordentlicher Inhalt. Über den dritten Punkt will ich hier schreiben. Für die anderen Punkte findet ihr weitaus bessere SEOs.

Die SEO-Herausforderung

Es gibt viele Wege, sich dem Thema Suchmaschinenoptimierung zu nähern. Hier eine von mir subjektiv kommentierte Auswahl:

  • Was machen die bei Google erfolgreichen Webseiten? Eine gute Strategie. Allerdings kannst du keinen Wettbewerber wirklich in der Tiefe analysieren. Es bleibt immer eine schlechte Vergleichbarkeit und eine hohe Unsicherheit, ob die gewonnenen Erkenntnisse stimmen.
  • Was sagt Google über SEO und den Algorithmus? Na ja, darin stecken oft gute Hinweise – allerdings zwischen den Zeilen. Etwa die „General Guidelines“ für Search Quality Rater sind sehr erhellend. Allerdings mühsam zu durchschauen.
  • Was behaupten die erfolgreichen SEOs? Hier empfehle ich, auch der Spur des Geldes zu folgen. Wer sein Geld mit technischen Analysen verdient, wird immer technische Analysen als Lösung sehen. Das sind sie – häufig – auch. Aber nicht einzig. Lies dazu weiter unten die „Denkfehler der SEO-Branche“.
  • Selbst testen oder Studien lesen. Im kleinen Umfang sind Tests eine gute Idee. Wenn du wissen willst, ob längere Texte bei dir besser funktionieren als kurze, schreibe einige längere Texte. Doch – und das gilt auch für alle sogenannten „Studien“ – es gibt im Grunde keine Vergleichbarkeit zwischen Methoden und Rankings. Dafür ist der Algorithmus von Google zu komplex und die Auswahl der Suchmaschine ist immer eine Einzelfallbetrachtung auf das jeweilige Keyword bezogen. Du wirst also keine belastbaren Ergebnisse erzielen. Sorry.
  • Was will Google eigentlich? Hier kommen wir zum Kern meiner Methode: Google will den Nutzer:innen den besten Inhalt zur Frage liefern. Wenn wir also diesen liefern, haben wir Google als Freund an unserer Seite und nicht als Gegner. Wir müssen uns also „nur“ fragen, was ist der beste Inhalt? Und was suchen die Leute eigentlich? Dazu gleich mehr.

Übrigens: Keine gute Methode, SEO zu machen, ist nach „SEO“ zu googeln. Denn da findest du vorwiegend die Agenturen, die viel Geld in ihr eigenes Marketing und weniger in die Kundenberatung stecken. Wenn du dich wirklich schlau googeln willst, probiere es besser mit möglichst konkreten Fragen und schaue dir mehrere halbwegs aktuelle Quellen an. Denn dann findest du die, die wirklich bereit sind, ihr Wissen zu teilen. Das ist zwar unbequemer – so wie eigentlich alles im SEO.

Was will Google eigentlich?

Wenn wir nicht danach fragen, wie Google funktioniert, sondern „WARUM“ die Suchmaschine so erfolgreich ist, stoßen wir auf diese Antwort: Weil sie von Anfang an die im Durchschnitt besten Suchergebnisse geliefert hat. Und zwar in einer Welt, in der seit 1998 eine ganze Branche nach winzigen Fehlern im Algorithmus sucht und diese mit allen denkbaren Tricks ausnutzt. Denn top Rankings sind ein entscheidender Wirtschaftsfaktor und fast jedes Unternehmen ist bereit, dafür viel Geld und Energie aufzuwenden.

Anders gesagt: Google beschäftigt seit einem Vierteljahrhundert sehr schlaue Menschen nur dafür, gute Suchergebnisse von noch besseren Suchergebnissen zu unterscheiden. Und das für jede Suchanfrage mit anderen Kriterien. Mit unfassbarer Rechenleistung und Künstlicher Intelligenz ist Google vermutlich das beste jemals geschaffene System. Wie sollten wir glauben, dass folgende, häufig genannten Faktoren dazu führen, dass Beiträge dort besser ranken als andere:

  • Textlänge
  • Zahl der Keywords im Text
  • Synonyme oder ähnliche Wörter
  • ausgefüllte Tags oder Meta-Angaben
  • und so weiter…

Ich kann mir gut vorstellen, dass Google Texte voller Schreibfehler als wenig vertrauenswürdig einsortiert. Oder dass die Wortwahl der Zielgruppe angemessen sein sollte. Aber die Textmenge? Keywords? Das sind alles Faktoren, die vor zwanzig Jahren relevant waren. Aber heute sind sie nur noch eine Erinnerung an die schlechten, alten Zeiten.

Und diese Zeiten sind schon längst vorbei. Sonst wäre mein SEO Blog nicht zu einem der größten deutschen SEO-Blogs geworden. Denn ich habe niemals auf Keyword-Density oder die WDF-IDF-Optimierung geachtet.

Also, was will Google? Dass du die Fragen der Leute beantwortest, die diese interessiert, wenn sie dafür stellvertretend einen Suchbegriff in den Suchschlitz eingeben. Und wenn du für „cbd öl wirkung“ top ranken willst, musst du nicht das machen, was die anderen (die schon da sind) machen – sondern etwas anderes. Falls du dir also etwa bei solchen Trends eine ablehnende Haltung leisten kannst und willst, wird ein gutes Ranking für dich vermutlich leichter sein als für eine Seite auf der all die Vorteile von CBD Öl aufgezählt werden.

Ich fasse das mal so zusammen:

Google sucht nach vertrauenswürdigen Webseiten, die die Fragen der Nutzer:innen verständlich und konkrete beantworten und die dem Inhalt der vorhandenen Suchergebnisse etwas hinzufügen.“

Im Folgenden nun, die 1,5 Workflows für guten SEO-Content, die Denkfehler der SEO-Berater:innen und wie ich mit Keywords umgehe. Aber hier endet der der freie Bereich. Sorry. Allerdings gehst du kein Risiko ein, wenn du die Paywall überspringst. Denn die ersten 30 Tage sind ja zum Testen da. 

Das war's erst mal!

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