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Monatsrückblick April 2020Enthält Audio

Monatsrückblick April 2020

Ein voller Monat mit Corona. Ich weiß, wir alle können dieses Wort kaum noch hören, also halten wir uns nicht lange daran auf.

Mein Lebensrhythmus war ähnlich durcheinandergewirbelt wie deiner vermutlich auch. Mein Mann hat die meiste Zeit von zu Hause aus gearbeitet, was für mich eine Unterstützung war, weil er im Notfall kurz nach dem Baby gucken konnte, wenn ich zum Beispiel mit der Großen auf Toilette war und die Kleine zu weinen angefangen hat.

Auch habe ich es weiterhin geschafft, jeden Tag zwischen 4 und 6 aufzustehen und zu schreiben. Dank der Motivation der Instagram-Gruppe „#frühschreiben“ ist dabei einiges herausgekommen. Lies selbst:

ZUM ROMAN

Ich hatte vor einem Monat, am 30. März, 58.904 Wörter auf der Uhr. In den letzten drei Monaten habe ich im Monat um die 10.000 neue Wörter schreiben können, aber der April lief besonders gut. Ich konnte endlich, endlich, endlich einen großen Teil der Auflösung schreiben, die mir seit mittlerweile drei Jahren im Kopf herumspukt.

Bei einem Thriller, insbesondere, wenn er einige Wendungen haben soll, ist es ja so, dass parallel zu dem, was man liest, viele andere Dinge geschehen, die der Leser/die Leserin nicht weiß. Als Autorin muss man das aber wissen, damit schlussendlich alles authentisch ist.

Im April konnte ich endlich vieles von dem, was die ganze Zeit parallel in meinem Kopf passiert ist, auch aufschreiben.

Hier die Fakten für April:

- Mein Roman hatte am 30. April 82.625 Wörter

- Das sind bei mir 388 Seiten

- Ich habe 23 von 27 Abschnitten geschrieben, wobei ich sagen muss, dass der Plan, den ich bisher hatte, nun anders aussieht und meine 27 Abschnitte nicht mehr ganz so sauber aufgeteilt sind wie am Anfang.

Ich habe also >23.500 Wörter geschrieben, das sind bei mir 114 Seiten.

Insgesamt schätze ich, dass ich nun etwa 85 – 90 % des Romans geschrieben habe.

AUTORENLEBEN

Ich habe eine Literaturagentur gefunden! Wie es dazu kam, habe ich hier aufgeschrieben. 

Eine Agentur vermittelt Manuskripte an Verlage und bekommt dafür eine Provision. Heutzutage ist es so, dass man ohne Agentur nur noch sehr schwer an gute Verträge mit großen Verlagen kommt, und das ist natürlich mein Ziel. Deshalb freue ich mich sehr, dass es geklappt hat und die Agentur von Lianne Kolf mich unter Vertrag genommen hat.

Was Instagram betrifft, so habe ich fast 200 Follower mehr als noch im März, was einem Wachstum von ca. 15 % entspricht. Insgesamt war der April aber irgendwie ruhiger, was wohl der aktuellen Situation geschuldet ist.

Im April ist auch mein neu strukturierter Newsletter online gegangen. Ich habe mir ein neues Konzept überlegt, das viel mehr Mehrwert bringt als zuvor und viel mehr Persönlichkeit von mir beinhaltet (man könnte meinen, das schließe sich aus ;) ).

Er richtet sich nun nicht mehr ausschließlich an Schreibende, sondern an kreative Menschen. Hier kannst du zwischen dem Leser-Newsletter und den Kreativ-Newsletter wählen und dir auch Beispiele ansehen.

PRIVATLEBEN

Ich habe es tatsächlich geschafft, so gut wie jeden Morgen früh aufzustehen und zu schreiben bzw. zu arbeiten, bevor die Kinder wach geworden sind. Abends bin ich dafür zwischen zehn und elf im Bett gewesen (in einer Welt ohne Regeln und Kinder wäre ich eher ein Nachtmensch, der um eins oder halb zwei ins Bett geht, aber so ist das Leben gerade halt nicht).

Mein Mann hatte im April Schichtarbeit (was er normalerweise nicht hat, er ist Beamter beim Landkreis), was mir jede zweite Woche sehr geholfen hat, denn wenn er seine Arbeit erst um 11 beginnen musste, konnte ich von morgens um 5 arbeiten, bis er zu arbeiten angefangen hat.

Ansonsten gehen wir alle am Stock. Mit zwei kleinen Kindern den ganzen Tag zu Hause zu verbringen, ohne sich mal ausruhen zu können, ist einfach echt anstrengend und ich habe großen Respekt vor allen, die das mit mehr Kindern, aufgedrehten Kindern oder in noch komplizierteren Situationen, als wir sie haben, meistern müssen.

Die Große ist jede Nacht wach geworden, wie immer, und es gab einige Nächte, in denen es länger als eine Stunde gedauert hat, bis sie wieder einschlafen konnte. Entsprechend anstrengend sind die darauffolgenden Tage dann auch …

BUCHTIPPS

Der neue Roman von Romy Hausmann ist Ende April erschienen, „Marta schläft“. Ich habe ihn bisher zu knapp 40 % gelesen (bzw. gehört) und bisher gefällt er mir gut. Ich mag ja genau diese Thriller, die eigentlich eher private (Familien)Dramen sind und bei denen es nicht darum geht, detaillierte Beschreibungen von Folter auszuhalten, sondern um die Geschichte eines Menschen. Ich glaube, in Deutschland muss dafür auch noch der passende Begriff etabliert werden, damit jede Zielgruppe ihren Bereich findet. Unter „Psychothriller“ stellt sich ja auch jeder etwas anderes vor.

ZIELE FÜR MAI

Mein Ziel für April war, 10.000 Wörter zu schreiben und das habe ich locker geschafft. Ich wollte auch meinen Kurzthriller überarbeiten, aber das habe ich wegen Zeitmangels zurückgestellt, da ich da ja keine Deadline habe.

Für den Mai nehme ich mir vor, den ersten Entwurf meines Thrillers zu beenden.

Wow, dass ich das mal schreiben würde, wo ich schon so lange an dem Buch sitze … eine total aufregende Zeit für mich.

Auf einer Skala von 1 bis 10 erhält der April eine 9.

Ich war einfach so produktiv – auch außerhalb des Schreibens – dass diese Erfolgserlebnisse alle negativen Dinge überstrahlen.

Hoffentlich konntest du im April auch ein paar Erfolge feiern und warst nicht nur gelähmt durch die Pandemie-bedingte Krise.

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