ADHS - Therapie : Quality of Life bei der Behandlung mit Medikamenten und Verhaltenstherapie

Eine neue holländische Studie (in Originalsprache) untersuchte in einer Studie bei Erwachsenen die Auswirkungen einer Pharmakotherapie mit Stimulanzien plus Verhaltenstherapie. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Untersuchungen, wo man mehr oder weniger sinnfrei die 18 ADHS-Symptomkriterien abfragte, geht es in dieser Studie um die Lebensqualität. Dafür gibt es wiederum Fragebögen, die sich in unterschiedlicher Gewichtung mit den relevanten Funktionsbereichen im Alltag bzw. die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und Selbstwirksamkeitserwartungen beziehen. 

In der Studie kam nun heraus, dass die Verhaltenstherapie keinen zusätzlichen Nutzen in diesem Bereich brachte. Schade. Einerseits zeigt es, wie wichtig die Medikation schon selber ist. Andererseits aber vielleicht auch, dass die bisherigen Verhaltenstherapie-Angebote (wenn man denn bei uns überhaupt mal was finden würde), gar nicht auf diese Aspekte wirklich abzielen. Neben Coaching (ggf. psychisch funktionelller Ergotherapie) als Schwerpunkt einer HANDLUNGSORIENTIERTEN Therapie im Zeitfenster JETZT halte ich für die in der Stuide angerissenen Themen eher "modernere" Verhaltenstherapie-Ansätze wie die ACT-Therapie (Acceptance and Commitment) bzw. schematherapeutische Ansätze für zielführend. Hier berichten die Patienten sehr wohl, dass sich alte Muster der "erlernten Hilflosigkeit" bzw. eben Dysphorie und fehlende eigene Selbstkontrollüberzeugungen verändern lassen. Leider gibt es aber auch hierzu viel zu wenig Angebote und auch (zumindest für mich nicht spürbar) einen konstruktiven Austausch unter den Experten / Anbietern von Therapieoptionen. Zum Artikel 

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