Raum für Notizen - Notizen für den Raum 


TAnzThé #Praxis für min. 5 Personen


Lass uns zu einer Forschungsgemeinschaft werden. Keiner kennt die Antworten, keiner weiß, wie das Ende aussieht, keiner von uns. Durch Bewegung im Raum ist es möglich, Themen, Fragen und Antworten auf unkonventionelle Weise zu denken und aus einer anderen Perspektive zu betrachten. 

Tanz, Bewegung und Choreografie ermöglichen es einen Zugang zu sich selbst und zu anderen zu finden. Es bedeutet: selber machen, miteinander machen und weiter machen. Alle sind aktiv am Prozess beteiligt und die eigenen Körper werden zum primären Medium des Lernens.


Selbstwahrnehmung
             Menschenkenntnis 
  Teamerleben
     

                                                                     Kommunikation

                             Auffassungsgabe

                                                                                                               Zielorientierung

Übung:

Ich lade dich ein, im Gehen verschiedene Orte im Raum anzusteuern und ein eigenes Wegenetz zu spinnen. 

Jeder Weg steht für einen Gedanken. 

Fragen zu einem Thema regen an, über einen Inhalt im Allgemeinen und über dich selbst im Besonderen nachzudenken und dies im Raum zu zeigen. Was ist gerade dein Thema? Mit Hilfe eines Post-it- Blocks können diese Gedanken auch sichtbar werden.

Ich gebe dir unterschiedliche Bewegungsvorgaben an die Hand, wie Gehen, Stehen, Tempowechsel (langsam, schnell, Zeitlupe), Blickkontakt, gegenseitiges Doppeln (als Spiegel voreinander, als Schatten hintereinander) usw. Du hast so die Möglichkeit, frei im Raum zu improvisieren, ohne dabei zu sprechen. Themen wie zum Beispiel Mut, Angst oder auch Zukunft geben den formalen Bewegungsvorgaben einen Inhalt. Indem du z.B. selbstbewusst gehst, Blick und Ausdruck neugierig nach außen strahlen, werden aus einfachem Gehen und Stehen bewegte Inhalte. Diese erzeugen lebendige Bilder. Diese lebendigen Bilder befinden sich im Flow der Improvisation, sie entstehen und lösen sich wieder auf, um gleich wieder neu zu entstehen. 

Ich nenne dies: Notizen im Raum machen, Notizen für den Raum. Ich gebe eine Idee in den Raum und eine andere Person antwortet darauf mit einer weiteren Notiz. So tauchen szenische Ideen auf: Alle stehen still, verteilt im Raum und die Blicke wandern von einem zum anderen. Köpfe werden gedreht und Menschen schauen sich um. Ist das vielleicht eine unbekannte Menschenmenge? Was ist passiert? Sind Freunde unter ihnen? Zwei Personen bewegen sich sehr langsam auf Distanz und halten dabei Blickkontakt. Andere rennen schnell umher und hintereinander her. Jede:r will hier anscheinend einen Freund oder eine Freundin finden. Und zwei haben sich fürs Leben gefunden; beste Freunde. Alle gehen rückwärts. Immer wieder hält eine Person an und sinkt zu Boden. Dann zwei, drei und plötzlich gehen alle wieder vorwärts, außer eine Person, die stehen bleibt. Hält da jemand inne? Da will jemand nicht mitlaufen. Weiß da jemand etwa einen anderen Weg? 

Diese und ähnliche bewegte Übungen, tänzerische Aufgaben und choreografische Manöver sind demokratisch und erzeugen ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. 

Beim Nachdenken mit dem Raum 

reden wir miteinander, ohne zu sprechen, verstehen uns stumm und wenden uns einander zu.

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