Die Antwort, my friend, ist 100

Mein Membership-Newsletter "Blaupause" hilft dir, dich unabhängig zu machen, indem du erfolgreich Mitgliedschaften anbietest. Diese Woche:  Durchhalten.

Hallo!

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. 

Die gute zuerst. Das Geheimnis, das bekannte, erfolgreiche, profitable Content Businesses kennen, und du nicht, dieses Geheimnis gibt es nicht. Sehr wahrscheinlich sind solche Creators aus folgendem Grund da, wo sie heute sind: Sie haben sie einfach weitergemacht. Sie haben nicht aufgegeben, warum auch immer. Durchhalten, das kannst du auch (siehe unten). 

Jetzt die schlechte Nachricht. Es ist eine Menge Arbeit. Es dauert! Und es ist unterwegs frustrierend. 

Beispiele: 

  • Das Social Media Watchblog gab es sage und schreibe sieben Jahre, bis Martin Fehrensen ein Mitgliedschaftsprogramm einführte und anfing, Geld zu verdienen.
  • Die Lage der Nation von Philip Banse und Ulf Buermeyer ist heute einer der größten Podcasts in Deutschland, auch weil sie lang genug durchgehalten haben: seit 2016. (Der durchschnittliche Podcast in den amerikanischen Top 10 ist mehr als sieben Jahre alt.)
  • Das Bildblog gibt es seit 2004, aber erst seit 2017 kommt regelmäßig genug Geld von Mitgliedern rein.

Könnte sein, dass diese Beispiele etwas demotivierend wirken. So ist es nicht gemeint. Heute muss zum Glück niemand mehr jahrelang unbezahlt arbeiten, um eines fernen Tages mit seiner Arbeit Geld zu verdienen. Inzwischen sind das Publikum, die Plattformen und die Geschäftsmodelle so weit. Aber Geduld brauchst du immer noch. 

https://twitter.com/jasonmott/status/1517253166806581248?s=21&t=RxwmMv_xI7yFHhBaD7EWdw

Die Antwort, my friend

Wie viel Geduld solltest du aufbringen? Die Antwort, my friend, ist 100. Das besagt zumindest "Noah Kagan's Law of 100". Ich finde dieses Gesetz  realistisch und nützlich. Die Regel, die der amerikanische Unternehmer empfiehlt: Halte bei allem, was du tust, bis zur Nummer 100 durch. Ohne nach links und rechts zu gucken. Schreibe 100 Newsletter, produziere 100 Podcast-Episoden, poste 100 Videos. Kümmere dich so lang nicht allzusehr um die Zahlen, sondern versuch erst mal, 100 Kunden zu gewinnen, 100 Newsletter-Abonnent:innen, oder 100 Höhrer:innen, die wirklich überzeugt sind.

Was ich am 100-Gesetz mag: Es hemmt das Hochstapler-Syndrom. Wenn du damit rechnest, hundertmal etwas zu tun, ohne mit Erfolg oder Aufmerksamkeit zu rechnen, dann spricht nichts dagegen, sofort anzufangen. 

Aber auch wenn du es vielleicht gar nicht nötig hast, dich auf diese Weise selbst auszutricksen, ist die Strategie richtig. Denn jedes Unternehmen, das auf Inhalten aufbaut, braucht erstmal Masse, um überhaupt gefunden zu werden, zum Beispiel bei Google. Wenn die Leute dich gefunden haben, musst du ihnen  eine Weile beweisen, dass deine Texte, Podcasts oder Videos regelmäßig in ihren Alltag passen. Das dauert einfach. 

Mit 9 Tipps zu deiner 💯

Noahs Video erklärt, wie man das mit dem Durchhalten am besten hinbekommt. Das sind seine neun Tipps in der Kurzversion:   

1. Reserviere einen Tag in der Woche, an dem du an deiner 100 arbeitest (meiner ist der Mittwoch). 2. Reduziere Friction: Halte alles griffbereit, was du brauchst, damit es keine Ausreden gibt. (Hier eine Blaupause zum Thema Prokrastination.) 3. Suche einen Partner, der dich unterstützt: Jemand, mit dem du einmal in der Woche reden kannst und der dich fragt, wie es läuft. 4. Trete einer Community bei: Hol die Unterstützung von Menschen, die dasselbe tun wie du. (Hier kannst du Blaupause-Mitglied werden.) 5. Mach eine Pause: Wenn du keine Lust hast, geh spazieren, schlaf eine Runde – aber gib die 100 nicht auf. 6. Achte auf das, was gut läuft, und mach mehr davon. 7. Habe ein klares Wozu: Erinnere dich täglich daran, warum du das tust. (Hier gibt's eine Blaupause zum Thema.) 8. Hab Spaß: Wenn etwas keinen Spaß macht, mach was anderes. 9. Belohne dich selbst: Gönne dir regelmäßig etwas für Ziele, die du erreichst.

Und hier das ganze Video:

https://youtu.be/KLgIrxXvb44

Durchhalten!

Du liest Blaupause No. 12, freu dich also schon mal auf die nächsten 88 Ausgaben, denn so lang werde ich mindestens durchhalten. Ich war selbst schon ein paarmal an Stellen, an denen ich eigentlich hätte aufhören müssen, aber aus irgendwelchen Gründen einfach weiter gemacht habe. 

Zum Beispiel als Krautreporter nach dem ersten Jahr mehr als die Hälfte seiner Mitglieder verlor. Oder als Steady nur mit Mühe und Not (und Kurzarbeit) überlebte, weil die Finanzierung wegen des Corona-Einbruchs heikel wurde. Auch diverse sogenannte Shitstorms habe ich hinter mir, nach denen ich jedes Mal eigentlich keine Lust mehr hatte auf dieses Internet-Ding. Dann einfach stoisch weiterzumachen, wenn es irgendwie geht, kann ich nur empfehlen. Erst danach geht es wieder bergauf, und das solltest du nicht verpassen.

Das alles stimmt auch dann noch, wenn ich hier zum Schluss auch das Gegenteil empfehlen möchte. Zum richtigen Zeitpunkt aufhören ist eine Kunst für sich (Helmut Kohl konnte das eine sehr gut, aber das andere sehr schlecht). Dazu mehr in einer anderen Blaupause.

Bis nächsten Montag, 👋 Sebastian

PS:

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🥔 Tipp: Sein 100 erreicht hat mein alter Kollege Frank Joung mit der 100. Episode seines Podcasts "Halbe Katoffl", in dem zur Feier des Tages die Moderatorin und Unternehmerin Esra Karakaya zu Gast ist. 

https://open.spotify.com/episode/2MZvf4MLRdatoaGVeZGTcP?si=aiuaUZEcSjOf8z6kVmYuew

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