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Zeiten des Umbruchs

Liebes Netzwerk,

viele von euch sind seit Jahren und Jahrzehnten im Journalismus. Bei mir, Pia, ist das anders.

Ich mache gerade meine ersten Schritte. Springe von der Uni in die Frühschicht beim rbb und wieder zurück, zwischendurch noch das ein oder andere Praktikum.

Blicke ich dabei auf die Branche, löst das gemischte Gefühle in mir aus.

Da sind die, die die Klimakrise nicht als ein Thema von vielen behandeln, es nicht fallen lassen, sobald die nächste Eilmeldung reinkommt.

Aber in den Redaktionen oder auf Social Media treffe ich auch immer wieder auf Kolleg*innen, die Klimajournalismus im schlimmsten Fall für Aktivismus halten. Personen, denen (noch) nicht bewusst ist, welche Rolle wir in der Klimakrise übernehmen müssten.

Aber das muss nicht so bleiben. Und an diesem Punkt kam für mich das Netzwerk Klimajournalismus ins Spiel. Sich zu vernetzen und auszutauschen ist super wertvoll, vor allem auch dann, wenn es in der eigenen Redaktion noch kein ausreichendes Verständnis gibt, warum kritischer Klimajournalismus unabdingbar ist. Austausch in Zeiten des Umbruchs. Zusammenhalt, wenn um uns herum gerade vieles unsicher erscheint. Auch das ist das Netzwerk für mich.

Dabei stelle ich mir natürlich fortlaufend die Frage: Was braucht es für guten Klimajournalismus?

In meinem Journalismus Studium spielt die Klimakrise allerdings keine nennenswerte Rolle.

Wie kommen wir also dahin, guten, qualitativ hochwertigen Klimajournalismus zu machen?

Darüber möchten wir in unserem letzten Netzwerk-Call des Jahres sprechen!

Wir geben  einen Überblick darüber, was es derzeit an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt und was im nächsten Jahr für Konferenzen zum Thema geplant sind. Special Guests sind die Kolleg:innen aus Paris, die davon berichten, wie ihre Klimajournalismus Charta die Branche in Frankreich nachhaltig beeinflusst hat.

Also, tragt es euch fett markiert in den Kalender und seid gerne dabei. Wir freuen uns auf euch!

1.Dezember

18 Uhr

Zoom-Link

Eine kleine Ankündigung aus dem Netzwerk. Die AG Veränderung beschäftigt sich damit, wie man Klimaberichterstattung in der eigenen Redaktion umsetzen kann – auch wenn man mit Widerständen von Kolleg*innen, Chefredaktionen und/oder Geschäftsführungen zu kämpfen hat.

Aktuell gibt es aber noch nicht genügend Anmeldungen – sollte das so bleiben, findet der Workshop leider nicht statt. Wie schade wäre das denn?! Wenn Ihr Zeit und Lust habt, meldet euch doch gerne noch an!

Hier findet ihr weitere Infos zur Anmeldung: Umsetzung der Klimaberichterstattung in den Redaktionen

Das Netzwerk wächst und gedeiht weiterhin. Wir arbeiten intern gerade vieles auf, werfen einiges um, erstellen aber umso mehr Neues. Das braucht Zeit. Wir werden euch dazu im Januar ein ausführliches Update schicken und einen Einblick in die Netzwerk-Arbeit geben. 

Und ganz ehrlich, als ich im September neu zum Team dazugestoßen bin, hätte ich nicht geahnt, wie viel Arbeit es ist, Strukturen aufzubauen, die durch eine Krise tragen. Wie schön aber zu wissen, dass es da ganz unterschiedliche Menschen gibt, die als Gemeinschaft an einer Idee arbeiten. Ihre Kraft und Energie bündeln, um in der Branche ein Zeichen zu setzen, sich nach Feierabend noch einen Zoom-Call geben. 

Ich bin mir aber sicher, dass es sich lohnt - damit wir alle gemeinsam den Klimajournalismus in Deutschland voranbringen. Aus unseren ganz unterschiedlichen Perspektiven.

Liebe Grüße,

Pia Pentzlin

Für das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland