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News as a Service am 18.04.2021

Hallo liebe Leser*innen. Hoffentlich seid ihr wohlauf und, trotz aller Widrigkeiten, noch optimistisch mit Blick auf das Jahr. Wir richten unseren Blick heute wieder auf die Gaming-Welt, auf die vergangenen zwei Wochen, aber auch in die nahe Zukunft. Denn mit Resident Evil 8, beziehungsweise Resident Evil: Village, erscheint am 7. Mai eines der meist erwarteten Triple-A-Spiele 2021. Capcom hat zu diesem Anlass noch einmal kräftig Werbung gemacht und unter anderem eine Demo zum Horror-Spiel veröffentlicht. Außerdem geht’s heute um ein eingestampftes Herr der Ringe-MMO, den Unmut bei Entwicklerstudios von Sony und ein Spiel, das euch beibringen möchte, auf der Arbeit einfach auch mal „Nein!“ zu sagen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und beim Schauen der Trailer und einen entspannten Sonntagabend.

Worüber alle reden 

Bildcredits: Capcom

Seit heute könnt ihr die neue Demo zu Resident Evil: Village, dem achten Teil der Reihe, auf der PS4 und PS5 spielen. In den kommenden Wochen bis zum Release am 7. Mai werden noch weitere Teile des Spiel vorab zugänglich gemacht, dann auch für die Xbox und den PC.
Auch deshalb der ist der neueste „Resident Evil“-Teil derzeit wieder ein virulentes Gesprächsthema. In Let’s Plays schlagen sich Spieler*innen (Opens in a new window) durch die Demo, zeigen verzerrte Schreckensgesichter auf Youtube-Thumbnails. Doch bereits seit das Spiel zum ersten Mal vorgestellt wurde, wird der Hype von einem recht kuriosen Phänomen begleitet: Der Fetischisierung der Antagonistin, einer gigantischen Vampir-Frau namens Lady Dimitrescu. Gamer*innen flehen, von ihr getreten und angekettet zu werden. In Twitter-Threads ergehen sich User*innen in sexuellen Fantasien und selbst Capcom, das Studio des Spiels, springt schon auf den Fetisch-Zug auf (Opens in a new window). Eine Marketing-Möglichkeit, mit der vorher sicherlich niemand gerechnet hat. Wenn ihr mehr zu diesem Phänomen erfahren wollt, können wir euch den Artikel von Polygon empfehlen (Opens in a new window).

Was wir außerdem wichtig finden

Bildcredits: Amazon Games

Amazon Games stellen die Arbeit an ihrem 2019 angekündigten Herr der Ringe-Spiel ein. Grund sind laut eines Berichts von Videospieljournalist Jason Schreier (Opens in a new window) Differenzen zwischen Amazon und Tencent, dem chinesischen Tech-Konzern, welcher im letzten Jahr Leyou aufgekauft hat - den Ko-Entwickler des Herr der Ringe-Spiels. Tencent könnte Gaming-Interessierten ein Begriff sein, da das Unternehmen regelmäßig durch Beteiligungen an, oder Aufkäufen von bekannten internationalen Spielefirmen in Erscheinung tritt. So gehört ihm etwa League of Legends-Entwickler Riot Games. Amazons Herr der Ringe sollte ein MMO und dabei free-to-play werden. Der Abbruch der Entwicklung ist der jüngste in einer Reihe von Misserfolgen des US-Unternehmens beim Vorstoß in die Videospielbranche. Mehrere Spiele wurden bereits aufgegeben (Opens in a new window), das schon 2016 angekündigte ambitionierte Sandbox-Game New World wurde mehrfach verschoben, zuletzt in den August 2021 (Opens in a new window).

Bildcredits: Sony Interactiv Entertainment

Sony Interactive Entertainment hatte zuletzt sehr viel Erfolg mit Blockbuster-Spielen. Spider-Man, The Last of Us 2, God of War – diese Titel wurden von der Presse hochgelobt und von Millionen Spieler*innen gekauft. Berichte aus dem Inneren des Milliardenunternehmens (Opens in a new window) deuten nun darauf hin, dass kleinere Studios unter diesen Erfolgen jedoch leiden müssen. Und, dass selbst erfolgreiche Spiele wie Days Gone dem Unternehmen nicht erfolgreich genug waren. Es scheint, als mache sich Unmut breit bei einigen Mitarbeiter*innen, die fürchten, keine eigenen Ideen mehr umsetzen zu können, sondern nur noch als Hilfsstudios an den gigantischen Projekten mitarbeiten zu müssen. Eine Verengung des Fokus auf bereits erfolgreiche IPs mit einem Millionen-Budget könnte zur Verarmung des Portfolios führen – und das wiederum zu einem Abgang kreativer Köpfe.

Bildcredits: Square Enix

Gerüchte machen sich breit (Opens in a new window): Square Enix, das Videospiel-Unternehmen auf Japan, das für Reihen wie Final Fantasy oder Dragon Quest bekannt ist, könnte gekauft werden. Von wem? Man munkelt, Sony und Microsoft könnten sich einen Kampf liefern. Letztere hatten im vergangenen Jahr erst Bethesda für 7,5 Milliarden Dollar gekauft und scheinen derzeit die Strategie zu verfolgen, ein IP-Monopol im Games-Markt zu kreieren. Square Enix hat die Gerüchte inzwischen zwar dementiert – aber was bleibt ihnen auch anderes übrig? Selbst wenn Verhandlungen anstehen, werden sie diese sicherlich nicht vor Abschluss bestätigen. Ob der Verkauf sich nun bewahrheitet oder nicht, die aktuelle Hardware-Generation könnte bestimmt werden durch das Aufkaufen von Spieleschmieden, um mit den bereits etablierten und erfolgreichen IPs mehr Spieler*innen zu binden. Die Verlierer wären dabei freilich wie so oft: Die Spieler*innen.

Spannende Releases

https://www.youtube.com/watch?v=Kf7YrsMR2ws (Opens in a new window)

Say No! More / PC, Nintendo Switch, iOS / 09. April 2021

Wozu führt ständiges Ja-Sagen auf der Arbeit? Genau, zu mehr Aufgaben, Überstunden, schlechter Laune. Say No! More möchte dagegen etwas tun und macht euch zu Praktikant*innen in einem Großraumbüro, die eine gefährliche Waffe haben: Den Mitarbeiter*innen NEIN ins Gesicht zu brüllen. Dafür könnt ihr aus verschiedenen Sprachen wählen, ebenso euer Nein mal eiskalt zischen, mal gelangweilt säuseln. Ihr könnt Leute auslachen, ihnen hämisch applaudieren – und ganz manchmal, wenn es wirklich angebracht ist, auch nicht nein sagen. Say No! More ist ein wirklich lustiges Spiels, das hinter all dem Klamauk vor allem sagen will: Wir arbeiten echt zuviel.

https://www.youtube.com/watch?v=JX8NAZAhS_s (Opens in a new window)

Nier Replicant ver.1.22474487139... / PC, PlayStation 4, Xbox One / 23.04.2021

Auch wenn es so aussieht: Wir sind beim Schreiben des Titels nicht auf der Tastatur eingeschlafen. Die Neuauflage vom Action-Rollenspiel Nier Replicant trägt tatsächlich diesen sonderbaren Namen. Der Vorgänger des hierzulande sehr viel bekannteren Nier: Automata führte lange ein Schattendasein, bestenfalls als Geheimtipp in Games-Foren behandelt. Mit neuer Grafik, leichten inhaltlichen Erweiterungen und überarbeitetem Kampfsystem darf es Nier Replicant jetzt nochmal versuchen. Interessant ist das auch deshalb, weil es in dieser Fassung außerhalb von Japan bisher nicht erhältlich war – das im Westen für PlayStation 3 erschienene Nier hatte noch einen anderen Protagonisten.

https://www.youtube.com/watch?v=74r0kUE97Iw (Opens in a new window)

Before Your Eyes / PC / 08.04.2021

Das narrative Adventure Before Your Eyes versetzt euch in die Rolle von Benjamin, der auf dem Weg ins Jenseits ist und dabei die Geschichte seines Lebens erzählt – bis zu seinem Tod. Durch Benjamins Augen betrachtet ihr dessen Erinnerungen und könnt an bestimmten Punkten beeinflussen, welche Geschichte erzählt wird. Das Besondere dabei ist, dass ihr über eure Augenlider mit dem Spiel interagiert. Habt ihr eine Kamera mit dem Rechner verbunden, erfasst diese beim Spielen euer Blinzeln und ihr nutzt es zum Beispiel um eine Auswahl zu bestätigen oder Aufgaben zu lösen. Aber es lässt euch auch, wenn ihr in Erzählsequenzen versehentlich blinzelt, schöne Erinnerungen davonziehen. Ihr müsst also immer genau darauf achten, was ihr mit euren Augen macht – die Zeit vergeht mit jedem Wimpernschlag.

Was ihr vergessen könnt ...

... den Deutschen Computerspielpreis. Nicht, weil die Gewinner und Gewinnerinnen ihren Sieg nicht verdient hätten, oder die Spiele nicht gut wären. Sondern weil der DCP noch immer wirkt, als würden die Nominierungen erwürfelt werden (Hyper Scape als bestes "internationales Multiplayerspiel"?!) und die gesamte Zeremonie so hemdsärmlig und nach "Nehmt uns bitte endlich ernst" wirkt, dass selbst ein amüsiertes Zuschauen schnell unangenehm wird.

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