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Top 3 ungarische Weihnachtsgerichte

Obwohl sich das Weihnachtsmenü von Familie zu Familie unterscheidet und es zu Weihnachten überall unterschiedliche Bräuche gibt, haben wir 3 Gerichte gesammelt, die in Ungarn ein Muss zu Weihnachten sind.

Fischsuppe (Halászlé)
Fischsuppe ist praktisch ein obligatorisches Gericht zu Weihnachten in Ungarn. Die ungarische Fischsuppe wird in der Regel aus Karpfen zubereitet, aber auch Wels wird verwendet. Eine weitere wichtige Zutat ist Zwiebel, und natürlich darf das unverzichtbare, eines der wichtigsten Elemente, das Paprikapulver, nicht fehlen. In Ungarn gibt es mehrere Versionen, die sich von Region zu Region unterscheiden. Wenn wir ungarische Fischsuppen gruppieren möchten, wären die Hauptgruppen die folgenden: Donau-Fischsuppe, Theiß-Fischsuppe und Balaton-Fischsuppe.

Bild: Flying Media

Gefülltes Kraut (Töltött káposzta)
Gefülltes Kraut ist ein charakteristisches Wintergericht der ungarischen Küche. Es wird oft in größerer Menge zubereitet, da es über mehrere Tage verzehrt werden kann und sein Genusswert dabei steigt. Es ist ein traditionelles Weihnachtsgericht, wird aber auch bei Schlachtfesten zubereitet. Zur Zubereitung werden sauer eingelegter Kohl, Hackfleisch vom Schwein, Reis, Eier, Salz und Pfeffer benötigt. Das gewaschene rohe Reis wird dem Hackfleisch hinzugefügt, zusammen mit rohen Eiern vermengt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Es gibt zahlreiche Varianten: In einigen Regionen wird Speck auf den Boden des Topfes gelegt oder zwischen die Schichten geräucherter Wurst oder geräuchertes Fleisch. An anderen Orten besteht die Hackfleischmischung zu gleichen Teilen aus Schweine- und Rindfleisch. Bei der Würzung der Füllung werden auch Paprikapulver, Knoblauch, Lorbeerblatt und geröstete Zwiebel verwendet. Manchmal wird am Ende eine dünne Mehlschwitze hinzugefügt. In einigen Regionen wird dem Kochwasser auch Tomatenmark hinzugefügt. Eine gute Portion sollte mit frischem Brot und Sauerrahm gegessen werden.

Bild: Flying Media

Zserbó
Zserbó ist ein beliebtes und geschätztes ungarisches Süßgebäck. Zwischen knusprigen Teigböden werden Aprikosenmarmelade und gemahlene Nüsse gefüllt, danach wird die Oberseite mit einer Schicht Schokolade überzogen. Es ist ein beliebtes Festgebäck. Traditionell wird angenommen, dass der schweizer-ungarische Konditor Emil Gerbeaud (1854–1919) das Gebäck erfunden hat. Einige Quellen behaupten, dass Zserbó eines der Gebäcke war, die Gerbeauds Ruf begründeten (in diesem Fall bereits Ende des 19. Jahrhunderts, da Gerbeaud im Jahr 1900 schon ein berühmter Konditor war). Andere setzen die Erfindung von Zserbó in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Der Teig wird aus Mehl, Butter, Zucker, Eiern und Hefe gemacht, dieser wird in gleiche Teile geschnitten, dann werden Aprikosenmarmelade und gezuckerte gemahlene Nüsse zwischen die Schichten gefüllt. Die Oberfläche des Gebäcks wird mit geschmolzener Schokolade überzogen und dann in Scheiben geschnitten. Neben dem klassischen Zserbó ist auch der Honigzserbó bekannt, bei dem anstelle von Hefe Backpulver und Honig verwendet werden, und die Teigböden mit einer Vanillecreme gefüllt sind.

Bild: Flying Media

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