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Wer trägt Tracht?

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Eine Frage zwischen Tradition, Lifestyle, Tourismus und Identität

Tracht – ein Begriff, der Bilder von Dirndln, Lederhosen und schneidigen Hüten vor Augen ruft. Doch was genau ist eigentlich eine Tracht? Ursprünglich bezeichnete sie eine spezifische, meist regional verwurzelte Kleidung, die über Generationen hinweg von der örtlichen Bevölkerung getragen wurde. Sie vermittelte soziale Zugehörigkeit, Rang und Rolle in einer Gemeinschaft und diente als sichtbares Zeichen traditioneller Lebensweisen.

In der heutigen, globalisierten Welt ist die Tracht jedoch längst nicht mehr auf dörfliche Gemeinschaften oder historische Feste beschränkt. Sie kann bei Großveranstaltungen wie dem Münchner Oktoberfest ebenso angetroffen werden wie bei Hochzeiten, Trachtenumzügen oder sogar in der modernen Arbeitswelt. Darüber hinaus haben sich neue Interpretationen, sogenannte moderne Trachten oder Trachtenmode, entwickelt, die traditionelle Elemente aufgreifen und mit zeitgemäßer Ästhetik verbinden.

Text: Thomas Bergmann Fotos: holzijue, crohniegingin
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Dirndl: Tradition goes Fashion

Traditionelle Dirndl, modische Dirndl, erneuerte Dirndl, Dirndl oder Tracht oder das Dirndl in der Tracht? Was kann und darf ein Dirndlkleid zu welcher Zeit sein? Wie entstand es und welche Bedeutung wird ihm zugeschrieben? Festkleid, Heimatkleid oder Saufgewand, wie es ein Einzelhändler aus der Trachtenbranche nannte? Ein Dirndl ist mehr als nur ein Kleid – es steht für bayerische und österreichische Tradition, Geschichte und Handwerkskunst. Doch heute gilt es auch als ein modisches Statement, das mit innovativen Designs und Akzenten die Herzen der Fashionista erobert und zu unterschiedlichsten Anlässen getragen wird.

Text: Michaela Breil und Sophie Buscher Fotos: Christoph Jorda, Michael Maritsch und Maik Kern

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Gedruckt. Volksmusikalisch. Journalistisch.

Die »zwiefach« berichtet über neue und traditionelle Musikkultur für Sänger, Tänzer, Musikanten.

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Die Tracht, die Zwiefachen und die Beratung: Erster Ansprechpartner in der Trachtensache

Der besondere Reiz eines Zwiefachen ist das Ungerade, der Wechsel zwischen Drei- und Zweivierteltakt. Was das mit lebendiger Tracht zu tun hat? Sie lebt wie die Zwiefachen von der Dramatik und vom Taktwechsel der Mode. Ihren Lebensraum findet sie in der Zwietracht zwischen der domestizierten echten Tracht und der ungebändigten Trachtenmode, zwischen alten und neuen Traditionen. Sie braucht die Einflüsse aus konservativen Kreisen genauso wie innovatives Design. Selbst die Trachtenkleidung auf dem Oktoberfest zeigt sich jährlich lustvoll in allen Schattierungen von traditionell bis experimentell – sie unterliegt dabei Gesetzmäßigkeiten und bricht sie gleichzeitig. Das Bild eines Paares in Tracht, das einen Zwiefachen tanzt, steht vielleicht besonders gut für die Vitalität, die Tracht und Volksmusik ausmachen kann.

Text: Alexander Karl Wandinger Fotos: Zentrum für Trachtengewand, BR / Ralf Wilschewski

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