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Guten Tag, werte Community!

So, das neue Cover steht bereit, wenn auch noch nicht öffentlich. Hintergrund war folgender:  iTunes (Apple) , eines der großen Portale, wollte uns im März eine Weile lang prominent empfehlen. Leider hat Apple sehr rigide Design-Vorschriften, denen unser altes Cover nicht entsprach. Da wir ohnehin das Virus vom Titel tilgen wollten und das Wort "Corona" auch, haben wir uns kurzerhand für ein ganz neues Cover und den Titel "Wir - der Mutmach-Podcast" entschieden, mit dem wir eine Weile klar zu kommen hoffen. Tausend Mal Danke für Eure vielen Anregungen, die sehr wertvoll sind, aber deren vollständige Umsetzung uns bis weit ins nächste Jahr beschäftigt hätte. Wir lesen alle Zuschriften, diskutieren viele und bilden uns dann ein Urteil, mit all seinen Fürs und Widers, also: Nichts und niemand wird zurückgelassen.

Noch was ganz anderes: Viele meiner (H) Beiträge werden auf Webseiten veröffentlicht, die eine wie auch immer ärgerliche Bezahl- oder Registrierschranke vorgeschaltet haben.  Manche Texte sind auf meinem LinkedIn-Profil nachzulesen, falls da jemand unterwegs ist, andere würde ich auf Wunsch einfach hier posten, zum Beispiel unser Wochenende mit dem Leihhund.

Dieses Wochenende kümmern wir uns um Rituale; wenn ihr da was Ausgefallenes habt (Voodoo?) - immer her damit. 

Aber jetzt erstmal Wuff.

Allet Jute, wie wir Hauptstädter und Hauptstädterinnen sagen,

suse und hajo

Aus der Berliner Morgenpost vom 28.2.

Die beiden sehen traurig aus, wie sie da vom Parkplatz winken. Sie bereuen ihre Entscheidung jetzt schon. Michel sitzt hinten und hebt die Pfote zum Abschied. Er maunzt. Grundlos. Er wird es gut haben bei uns. Heißa, wir haben einen Hund, jedenfalls einen Tag lang. Seine Besitzer werden sehr einsam sein während wir mit unserem neuen Statussymbol durch den Kiez flanieren. Michel ist ein reinrassiger Dings, so ein Schweizer Almhund, gut erzogen, einfach für Laien zu bedienen und familienfreundlich.

Wir wollten immer schon einen Hund, nur nicht so lange. 24 Stunden sind ein guter Anfang, nur für Herrchen nicht. Michel hat noch nicht mal die erste schmutzige Pfote auf unser einst helles Sofa gesetzt, da schickt Herrchen schon die erste besorgte SMS. Ich mache mir auch Sorgen, aber eher um mich selbst. Ist es normal, in Gegenwart von Hunden umgehend in Babysprache zu verfallen, Gassi, Fresschen und solche Worte?

Die erste Runde um den Bock. Das Tier muss regelmäßig entleert werden?Wie guckt man als Neuhundländer? Lässig auf jeden Fall, nicht an der Leinezerren, schon gar nicht brüllen, einfach so, als schiebe man ein cooles Rennrad. Ich will dem Hund die Gegend zeigen, aber er guckt nur mit der Nase,, die er bevorzugt in jene Ecken drückt, wo sich Trottoir, Hauswand und Hinterlassenschaften treffen. Herrchens siebte SMS ignorieren wir einfach mal.

Perspektivwechsel: Als Hundeloser habe ich Menschen mit Leine mitleidig, verächtlich oder gar nicht angeschaut. Potenzielle Bombenleger halt.  Genauso werde ich jetzt beäugt. Halbwegs normal gucken nur andere Hundebesitzer. Ach Du Schreck. Wo ist der Beutel? Ich Anfänger bin natürlich ohne losgegangen. Michel, bitte, reiß dich zusammen. Klar, direkt vor dem Kinderspielplatz läßt das Tier drei tischtennisballgroße Klumpen hinter sich. Ist mir glücklicherweise gar nicht aufgefallen. Plötzlich bin ich einer von denen, die ich immer verabscheute. Aus einem Pizzakarton, der aus dem Mülleimer lugt, baue ich eine Schaufel. Die Kinder aus der Buddelkiste beobachten mich interessiert, die Väter eher angeekelt, Michel zerrt an der Leine. Nur noch 19 Stunden.

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