Das ist der erste Beitrag für mein Projekt. Ich habe lange überlegt womit ich letztendlich anfangen soll? Es gibt so viel zu sagen und zu lernen. Ich habe mich dazu entschlossen Dir als erstes eine kleine Übung mit auf den Weg zu geben, die Dich schnell und einfach wieder auf den Teppich zurück holen kann. Keine Sorge, dass wird jetzt keine tiefgründige Meditationseinheit, aber ich finde es wichtig, dass Dir bewusst wird, mit welchen einfachen Mitteln Du Dich in stressigen Zeiten beruhigen und fokussieren kannst.

Wenn es um das Thema Atmung geht, habe ich festgestellt, dass die Meinungen sehr weit auseinander gehen. Das Spektrum reicht von „Atmung ist das ultimative Heilmittel für alles“ bis hin zu „Warum sollte ich Atmung üben? Ich atme schließlich ganz automatisch“. Ich bin der Auffassung, dass man alles nutzen sollte, was einem helfen kann. Kevin Secours, der Gründer des Combat Systema hat gesagt, dass vieles im Bezug auf Atemübungen ein Placebo ist. Der Begriff Placebo kommt aus der Medizin und bezeichnet ein Medikament, dass aussieht wie das Original, aber keinerlei medizinische Wirkstoffe enthält. Die Patienten wissen nicht, dass sie kein echtes Medikament bekommen. Trotzdem hilft ihnen der Placebo, weil sie an die Wirkung glauben. Es funktioniert also auf psychologischer Ebene. Was ich eigentlich damit sagen will ist, dass ein Placebo nichts schlechtes ist. Ganz im Gegenteil.

Kommen wir aber nun zu meiner Übung. Das ganze nennt sich taktische Atmung. Sie wird von Spezialeinheiten, Polizisten, Feuerwehrleuten, kurzum allen möglichen Personen die unter extremen Stress stehen eingesetzt, um sich zu fokussieren oder wieder unter Kontrolle zu bringen. Es ist vollkommen egal ob Du dabei stehst, sitzt oder liegst. Stell Dir vor Deinem geistigen Auge ein Viereck vor. Jede Seite dieses Vierecks stellt eine Phase Deiner Atmung. Ziel ist es ruhig, tief und gleichmäßig zu atmen. Warum aber vier Phasen? Ich atme doch nur ein und aus. Falsch! Das denken viele. Gesunde Atmung hat kurze Pausen zwischen dem Ein- und Ausatmen. Ansonsten kann Dein Körper den Sauerstoff nicht richtig verarbeiten und die schädlichen Stoffe nicht richtig loswerden. Das führt auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen. Zurück zum Viereck. Versuche folgendes:

1. Drei Sekunden einatmen

2. Drei Sekunden die Luft in Deiner Lunge halten

3. Drei Sekunden ausatmen

4. Drei Sekunden leer bleiben

Für diese Übung muss Du Deinen eigenen Rhythmus durch ausprobieren heraus finden. Es gibt auch Menschen, es nicht schaffen, die vier Phasen alle gleich lang zu halten. Sie haben dann ein Rechteck. Ich kenne auch jemanden, der eine Phase komplett weglässt, weil es sonst nicht für ihn funktioniert. Er stellt sich also ein Dreieck vor. Es gibt keine Lösung von der Stange! Du muss Deinen eigenen Weg finden. Alles andere ist nur kopieren. Im Combat Systema bringe ich meinen Leuten bei, dass sie nur das trainieren sollen, was für sie Sinn ergibt. Entweder wir finden eine andere Lösung oder es fliegt raus.

Der Erfolg der taktischen Atmung liegt in der Einfachheit. Ich hoffe, dass sie Dir hilft Dich in schwierigen Zeiten zu fokussiere.

Bleib gesund und pass auf Dich auf.

Bis bald

Volker Heckt

Copyright © 2020 Volker Heckt

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Bei Fragen, Anregungen oder allem anderen Mail an: ich.bin@volkerheckt.de

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