Neue Ausrüstung & eine Panne

Update März 2022 

Wir  waren für kurze Zeit in der Heimat. Es war total schön, unsere Familien  und Freunde wieder zu sehen. Außerdem konnten wir uns dort um unsere in  Mitleidenschaft gezogene Ausrüstung kümmern. Seit über 2,5 Jahren, mehr  als 17.500km und 18 Ländern, ist sie auf unserer Fahrradweltreise schon  im Dauereinsatz. Extreme Temperaturen zwischen -15°C bis über 45°C  sowie sämtliche Witterungsverhältnisse von Schnee, Hagel,  Überschwemmungen sowie Regen und Nebel bis hin zu Sandstürmen in der  Sahara, hatten wir schon alles durch. Aber auch unterschiedliche  Straßenverhältnisse oder hohe Fahrradbeladung musste unser Equipment  abkönnen. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass wir es permanent,  rund um die Uhr und jeden Tag benutzen. Manche Ausrüstungsgegenstände  haben uns bis jetzt gute Dienste geleistet, andere konnten den teilweise  extremen Bedingungen unserer Tour leider nicht standhalten. Nach mehr  als 2,5 Jahren war es deshalb für uns längst überfällig, unser Setup zu  optimieren, viele Dinge zu ersetzen oder auf andere Produkte  umzusteigen.

Aus dem Grund gibt es auch eine neue Packliste. Hier gelangst du direkt zu unserer Ausrüstung für 5 Jahre Fahrradweltreise https://bit.ly/fahrradpackliste2  Da  geben wir auch einen kurzen Einblick, warum wir bestimmte Dinge nutzen  oder auf einen anderen Ausrüstungsgegenstand umgestiegen sind. Bei  unserer Rohloff hingegen, gab es die letzten 2,5 Jahre keinerlei  Probleme. Wir lieben diese Schaltung und sind sehr zufrieden damit!In  der Zeit in Deutschland haben wir auch unsere Räder gewartet, natürlich  viel gearbeitet und viele neue Blog Artikel vorbereitet. Nach und nach  werden wir diese jetzt veröffentlichen. Zum Beispiel wurden wir oft  gefragt, wie wir unterwegs arbeiten. Dazu haben wir sogar gleich zwei  Artikel geschrieben. Einmal zum Thema „Digital Nomads – Filme unterwegs schneiden“ und „Outdoor Podcast“, wie wir unsere Podcasts aufnehmen und was wir dazu nutzen. Außerdem gibt es Tipps aus 2,5 Jahren draußen kochen und was man für die „draußen Küche“ alles benutzen kann.

Dann haben wir einen Trailer über die letzten 2,5 Jahre unserer Weltreise veröffentlicht und ein Resümee unserer gesamten  Ausgaben bis jetzt gezogen. Denn die häufigste Frage, die wir  tatsächlich gestellt bekommen haben, war: Was kostet so eine Weltreise  mit dem Rad? All das inklusive Anschaffungskosten haben wir in diesem Blog Artikel festgehalten: https://bit.ly/radreisekosten

Nun sind wir wieder on the road. Schon allein in Georgien gab es wieder Abenteuer und Action, ab der ersten Minute. Leider haben wir nach der Ankunft festgestellt, dass mit Dani´s Rohloff  etwas nicht stimmte. Wir vermuten, dass irgend ein kleiner Fremdkörper  unter die Dichtlippe gelangte und die Rohloff deshalb undicht wurde,  also so richtig undicht. Nachgefülltes Öl ist binnen weniger Minuten  komplett ausgelaufen. Das Öl zum Nachfüllen alle 5.000km hatten wir  natürlich dabei. Allerdings brauchten wir unsere Reserven auf und das  Problem war damit auch nicht behoben. Natürlich ist die Rohloff Nabe da  hart im Nehmen, wir hätten auch noch ein bisschen ohne Öl weiter radeln  können. Das Problem war aber, dass auf unserer Route in den nächsten  5.000 bis 10.000km weder ein Rohloff Händler, noch Service Möglichkeiten  vorhanden waren. Dazu kam noch, dass nirgendwo so gut Pakete empfangen  werden konnten, wie in Georgien. Wir hätten also durch „einfach weiter  fahren“ das Problem nur noch verschlimmert. Zum Glück hat Rohloff einen  super Service. Nach kurzer Recherche, wo genau uns auch tatsächlich Post  erreichen könnte, wurde direkt ein Päckchen nach Georgien an uns  geschickt. Vielen herzlichen Dank nochmal an unseren Kontaktmann bei  Rohloff!

Das  Einzige, was wir nun noch benötigten, war eine Kettenpeitsche, um das  Ritzel zu lösen. Die war gar nicht so leicht aufzutreiben, deswegen  wurden wir mal wieder kreativ. Also öffneten wir unsere Fahrradkette und  befestigten diese mit Nägeln auf einem Stück Holz. Das Prinzip war  genial, aber unsere Konstruktion leider nicht fest genug. So probierten  wir nach und nach etwas anderes aus. Dani kam eine weitere Idee. Wir  bauten das Hinterrad mitsamt dem Ritzel Abzieher ein, fixierten alles  und traten rückwärts. Das hätte auch super funktioniert, aber leider war  auf der Ritzelseite im eingebauten Zustand nicht genügend  Gewindeüberstand vorhanden, um die Mutter drauf zu schrauben. Dadurch  hat sich das Rad natürlich nur nach vorne bewegt. Also musste ein neue  Lösung her.

Nach  viel hin und her, kehrten wir wieder zu der Idee mit einer  selbstgebastelten Kettenpeitsche zurück. Dani fixierte am Stil einer  alten Axt ein paar Nägel, einen kleinen Schraubstock und Holz, als  Kettenschutz. Und voilà, fertig war die DIY Kettenpeitsche. Mit dieser  neuen Konstruktion waren wir tatsächlich erfolgreich und konnten so das  Ritzel lösen sowie letztendlich alles reparieren. Die Methode hat super  funktioniert und es wurde auch nichts beschädigt oder verkratzt. Falls  du auch in so eine Notlage geraten solltest und keine Kettenpeitsche zur  Hand hast, solltest du unbedingt darauf achten, dass die Nägel oder  Schrauben nicht die Kette beschädigen. Wenn es möglich ist, solltest du  sie immer polstern.

Nun sind wir seit kurzer Zeit im Iran und es beginnt wieder ein neues Kapitel unserer Weltreise!

Liebe Grüße   Melli & Dani

PS: Wir würden uns sehr freuen, wenn wir dich bald auf unserer eigenen Mitgliedsplattform begrüßen dürfen! Dort erhältst du deine Vorteile direkt von uns anstatt über Dritte und unterm Strich kommt mehr von deiner Unterstützung bei uns an, da die zusätzlichen Gebühren wegfallen. Mehr Infos dazu findest du hier: https://vaegabond.com/mitgliedschaft/

Nur Mitglieder, die Zugang zu diesem Post haben, können Kommentare lesen und schreiben.