N ist jetzt endlich weg und ich habe angst. angst vor dem allein-sein. dem alleine-sein, der anspannung, dem nicht-wissen wann der nächste kontakt da ist. M ist in bayern und ich fühle mich zum 1. seit ich in der beziehung bin, relativ einsam. interessant. eigentlich ganz gut, dass es vorher nicht der fall war. aber es nervt, alleine zu sein. gestern war es gut, aber irgendwann kickt halt die angst meistens wieder so krass rein, dass ich irgendwas machen muss, um wieder klarzukommen. dann versuche ich mehr in die wut zu gehen, um nicht ständig meiner angst zu folgen, wie ich es in meinem elternhaus gelernt habe...aber das ist echt viel arbeit. ich hatte gestern therapie und heute ist N ausgezogen und M nach bayern gefahren. 

ja, super. schön, dass alle ihr ding machen. ein teil von mir findet das ganz okay, aber das ängstliche innere kind nicht.

das ist eben ängstlich und weiß nicht, was es mit so viel freier zeit (bis nächste woche irgendwann, wo M wiederkommt) umgehen soll. 

mein therapeut hat gesagt, stress entstünde aus angst. macht sinn. daher versuche ich ja mehr in die wut zu gehen, klappt auch manchmal. aber ich habe einfach starke angst vorm allein-sein und verlassen werden.

verlassen wurde ich ja jetzt quasi wieder 2mal. und ich mag es einerseits mehr alleine zu sein, mich autonom zu fühlen, aber irgendwann reicht es halt auch wieder.

ahhhhhhhhhhh.

so ein stress. 

mit corona und der ganzen scheisse.

ich kann mit so viel angst nichts für die uni machen.

rede ich mir das ein?

NEIN.

vielleicht ein bisschen, aber ich merke, wenn ich krasse angst habe, kann ich mich nicht konzentrieren.

was ja traumatologisch logisch ist.

LOL.

mit M habe ich zb. vor 2tagen zusammen eine ESF-Aufgabe angeguckt und kapiert.

das war schön.

mit ihm ging das auf einmal.

mein inneres kind war richtig freudig auf einmal.

papa nimmt sich endlich zeit, um mir bei den hausaufgaben zu helfen.

juchuu.

hat mich mega berührt.

danke, universum.

diese scheiß angst soll trotzdem weggehen.

wieso muss ich so viel ANGST haben.

andere menschen haben nicht so viel angst.

oder haben die die nur dissoziiert?

oder eben sind die mehr in ihrer wut und deswegen nicht so ängstlich?

das sagen zumindest auch körpertherapeut*innen.

die können ihre angst dafür nicht so gut fühlen.

und sind halt mehr in der wut.

weiß nicht ob das besser ist.

handelt mensch sicher mehr.

aber angst nicht fühlen kann echt gefährlich sein.