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#Dankbar

Als Künstler habe ich die Freiheit nicht von einem Arbeitgeber abhängig zu sein. So ganz frei von allem bin ich dann aber doch nicht. Denn ohne euch Leser, Follower, Sammler und kunstverrückten Freunden wäre all meine Arbeit verlorene Liebesmühe. Vielen ist es vielleicht nicht bewusst, aber es ist die Gesellschaft - also wir alle, jeder einzelne von uns, der darüber entscheidet was Kunst ist und was nicht, was wir als hochwertig und bedeutsam empfinden und was uns bewegt. Als Künstler kann ich nur Vorschläge und Ideen anbieten und versuche dabei auf meine Weise den Zeitgeist einzuatmen und als Bildwerke sichtbar zu machen. Offensichtlich scheint mir das auch in diesem Jahr wieder gelungen zu sein, doch ohne euch wäre das alles nicht möglich.

Dafür möchte ich euch Danke sagen!

Bei einem einfachen „Danke“ möchte ich es dieses Jahr aber nicht belassen. Ich möchte das Jahr in Dankbarkeit ausklingen lassen. Und Dankbarkeit ist für mich mehr als nur ein Danke. Es ist ein Gefühl, dass sich im Herzen einstellt, wenn ich auf Höhen und Tiefen zurückblicke. Dabei in Trübsal oder Wehmut zu verfallen kommt mir nicht in den Sinn denn ich kann sagen: „Hier bin ich! Ich lebe noch und bin gesund. Und überhaupt habe ich das Glück auf einem recht friedlichen Fleckchen Erde zu leben.“

Dabei hatte dieses Jahr natürlich auch seine Schwierigkeiten. Die Freiheit des Künstlers hat auch seine Kehrseiten, denn es bedeutet nicht nur in der eigenen Arbeit frei bestimmen zu können, es bedeutet vor allem frei von planbaren Einkünften zu leben. Dieser letztere Aspekt traf mich 2019 in der gesamten ersten Jahreshälfte recht hart.

Bis Ende Juni blieben mir Aufträge und größere Verkäufe aus, so dass ich ernsthaft überlegen musste das Künstlerdasein aufzugeben. Die wenigen Einnahmen die mir verblieben, gingen zudem für die neu erstellte Homepage drauf.

Selbstzweifel am eigenen Können und Wirken lassen sich in solchen Zeiten kaum vermeiden, geschweige denn ausblenden (siehe Blogbeitrag vom Juli). Und auch wenn es sich jetzt so einfach liest, dass ich danach einen gesegneten Sommer erlebte und es sich rückblickend gar nicht so schlimm anfühlt, wie es in dieser Ungewissheit doch war, so weiß ich, dass es für mich als Künstler sicher nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich durch solch eine Durststrecke wandern musste.

Das neue Jahr wartet indes schon mit vielen Veranstaltungen und neuen Herausforderungen auf. Im Januar geht es für mich direkt auf die NEUE ArTin Dresden und kurz danach zur Ausstellungseröffnung Herzsuche nach Wuppertal. Auf die Einzelausstellung im Nautilus Studio freue ich mich besonders, auch wenn der gute Poul nicht mit dabei ist. Ursprünglich war eine Ausstellung gemeinsam mit Poul und mir geplant, es fand sich jedoch kein gemeinsamer Termin, so dass wir nun nacheinander ausstellen werden.

In Dresden suche ich zudem gerade einen Atelierplatz. Die meisten von euch wissen ja, das ich aktuell noch aus dem Home-Studio heraus arbeite. Im nächsten Jahr wird das kaum noch möglich sein, da meine Frau und ich Familienzuwachs erwarten und unsere 54 qm Wohnung dann doch etwas zu eng wird für Familienleben und Malerei.

So kurz vor Weihnachten habe ich mir daher vorgenommen etwas zur Ruhe zu kommen und anstatt meine Zeit und Energie zum Jahresende mit überschwänglichen Black-Friday-Aktionen oder Christmas-Sales zu verschwenden, habe ich mir Postkarten, Zettel und Stift geschnappt und persönliche Dankeskarten und Briefe an diejenigen geschickt, die mich in diesem Jahr besonders unterstützt haben. Zum einen natürlich jene, die in diesem Jahr ein Originalbild erworben haben, aber auch alle, die mich nun seit gut einem Jahr auf diesem Blog unterstützen oder mir mit ihren persönlichen Talenten ausgeholfen haben!

Egal wie ihr euch eingebracht habt, euch allen sei gesagt, dass es mir viel bedeutet.

Jeder einzelne zählt!

Ich wünsche allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr!

Stefan Beyl

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