NUN, zum Lauschen: Den Druck rausnehmen – Iinterview mit Zaim Schneider

Krasse Sache, dieses Atmen. Daran erinnern und Mediationsrunden, Yogastunden und der wachsende Selbstfindungstrend tagtäglich. Aber was hat es denn nun auf sich mit dem all day long Ein und Aus? Fragen wir einen, der schon so vielerlei Lüfte in seine Lungen geschnauft hat: Zaim Schneider wuchs auf der Insel Java in Indonesien auf, in einer traditionell muslimischen Familie. Bevor er nach Deutschland kam, lebte er sechs Jahre als buddhistischer Mönch in Frankreich.

Zaim, was ist so schön am Atmen?

Atmen ist menschliche Lebensenergie. Wir können einen Tag nichts essen und nichts trinken, wenn wir wollen, kein Problem. Aber wenn wir für länger als ein paar Minuten nicht atmen, dann kollabieren wir. Wir atmen 24 Stunden am Tag, auch wenn wir schlafen, aber interessanterweise nehmen wir das gar nicht richtig wahr. Als ich das zum ersten Mal verstanden habe, wie essenziell Atmen ist, war ich richtig glücklich, als ich meinen Atem gespürt habe. Ich fühlte mich lebendig.

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