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#Weltfriedensexperiment Mit der Kunst des Gehens zu mehr inneren Frieden kommen!

Hallo an Alle!

Aber damit nehmen wir den Druck nicht raus, sondern erhöhen ihn noch. Zeit, Druck, Sorgen ... alles sitzt uns im Nacken. Die Kraft des Innehaltens unterschätzen wir dann leicht!

Es gibt viele Verfechter des Multitaskingarbeitens, nur dabei ist die Gefahr des Verzettelns sehr hoch und es führt nicht zu einem ausgeglichenen Tagesgefühl. Ein bisschen aus der Mode gekommen, aber gesünder, ist das nacheinander abarbeiten. Die meisten von uns haben eine Fülle von Aufgaben zu erledigen, deren Anzahl einen fast erdrücken kann. Dann macht es Sinn sich eine Sanduhr vorzustellen. Alle Sandkörner, die sich im oberen Teil befinden, müssen in den unteren Teil. Es geht nur eins nach dem anderen und trotzdem, nach einer gewissen Zeit sind alle unten angekommen. Und wenn wir uns jetzt nochmal eine Sanduhr vor Augen führen, ist es doch eher ein ruhiges, als ein hektisches Bild. Trotzdem kommt jedes Sandkorn an seinen Platz. Genauso ist es auch mit den Aufgaben des täglichen Lebens. Ohne sich verrückt machen zu lassen, einfach eine nach der anderen abarbeiten. Dazu gehört es dann auch strikt nein zu sagen. Wir können das nein schließlich begründen. Wir wollen selber bei Gesundheit bleiben und eine gute und nicht eine flüchtige schlechte Arbeit ablegen.

Die Lösung liegt nicht darin schneller zu werden sondern ruhiger. Sich für sich selber Auszeiten einzuplanen, um Kraft aufzutanken und die Dinge, die man tut ganz bewusst zu tun, z. B. so etwas Einfaches wie gehen!

Auszug aus „Mit der Wildnis verbunden - Kraft schöpfen, Heilung finden“ von Susanne Fischer-Rizzi:

Die Kunst des Gehens

Ich fragte einmal einen Navaho-Medizinmann in Arizona, ob ich von ihm etwas über Heilpflanzen lernen könne. Er wies mich ab mit den Worten: „Lerne zuerst, wie man über die Erde geht.“ Damals, als junge Frau, verstand ich nicht wirklich, was er damit meinte. Ich glaube, ich war sogar beleidigt. Doch wenn ich heute zurückblicke, ist er in all den Jahren mein Lehrer gewesen. Durch seine barsche Abweisung begann ich zu beobachten, wie Menschen und Tiere über die Erde gehen und im Lauf der Zeit verstand ich, was die Indianer mit ihrem Gruß und ihrer Botschaft „Geh‘ in Schönheit“ meinen. Es ist der Gang über die Erde und durch ein Leben in Einklang mit sich selbst und mit der ganzen Schöpfung. Der Gang der Schönheit ist von Achtsamkeit und Dankbarkeit geprägt. Leider gehen heute in unserem Kulturkreis nur noch die Wenigsten achtsam und dankbar über die Erde. In unserer Gesellschaft orientiert man sich beim Gehen vorwiegend an einem bestimmten Ziel oder Zweck. Die modernen Trendsportarten zum Beispiel lassen für viele die Natur nur noch eine Kulisse sein, durch die sie sich möglichst schnell bewegen.

Die Kunst des entspannten Gehens ist dabei fast verloren gegangen. In den östlichen Meditationsschulen wird sie jedoch noch gelehrt. Im Buddhismus wie auch im Taoismus kennt man das achtsame Gehen, das unsere Energie ausbalanciert. Mein chinesischer Lehrer Gia-Fu Feng lehrte mich den so genannten Tai-Chi-Gang, bei dem man langsam und ganz bewusst im Einklang mit der Lebensenergie Chi einen Fuß vor den anderen setzt. Für das achtsame Gehen waren in früheren Zeiten sicher Tiere unsere Lehrmeister. Die Menschen haben ihre Bewegungen nachgeahmt. Bei naturnah lebenden Völkern kennt man diese Gehtechnik, die Apachen nennen sie Fuchsgang. Haben Sie schon mal einen Fuchs beobachtet, wie er leicht und elegant über eine Wiese schnürt? Es ist, als ob die Kraft der Elemente durch ihn fließt. Achtsam lenkt er seine Schritte und bleibt trotzdem geschmeidig und federnd.

In Deutschland wird derjenige, der langsam geht, eher komisch angesehen als der, der schnell davon schreitet. Auch Pause machen ist nicht in Mode. Aberwitzigerweise erhöht gerade das „übermäßige“ Pause machen die Leistungsfähigkeit ungemein. Interessante Forschungsergebnis von Taylor belegen es.

Auszug aus „Sorge dich nicht – lebe!“ von Dale Carnegie:

Ein Mensch, der körperlich arbeitet, leistet mehr, wenn er sich mehr Zeit zum Ausruhen nimmt. Frederick Taylor wies dies nach, während er als Ingenieur des wissenschaftlichen Managements bei der Bethlehem Steel Company arbeitete. Er stellte fest, dass jeder Arbeiter am Tag zwölfeinhalb Tonnen Roheisen auf die Frachtloren verlud und mittags erschöpft war. Er machte eine wissenschaftliche Studie aller hineinspielenden Müdigkeitsfaktoren und erklärte, dass die Arbeiter nicht zwölfeinhalb Tonnen am Tag verladen müssten, sondern siebenundvierzig! Er hatte ausgerechnet, dass sie fast das Vierfache leisten könnten, ohne erschöpft zu sein. Aber er musste es auch beweisen. Taylor wählte einen Mann namens Schmidt aus, der genau nach der Stoppuhr arbeiten sollte. Der Mann, der auf Schmidt aufpassen sollte, befahl ihm also: „Jetzt das Eisen aufnehmen und gehen … jetzt hinsetzen und ausruhen … jetzt gehen … jetzt ausruhen.“ Was geschah? Schmidt schaffte siebenundvierzig Tonnen Eisen täglich, während die anderen Arbeiter es nur auf zwölfeinhalb Tonnen pro Mann brachten. Während der drei Jahre, die Frederick Taylor bei Bethlehem Steel war, arbeitete Schmidt immer in diesem Rhythmus. Er konnte dies tun, weil er sich ausruhte, ehe er ermüdete. Er arbeitete ungefähr 26 Minuten in der Stunde und ruhte sich 34 Minuten aus. Er ruhte sich mehr aus, als er arbeitete – und trotzdem leistete er viermal so viel wie die anderen! Hat man mir das nur erzählt? Nein, Sie können den Bericht darüber in Prinzipien des wissenschaftlichen Managements, verfasst von Frederick Winslow Taylor, selbst nachlesen.“

Also wenn Euch das nächste Mal einer blöd kommt, weil Ihr eine Pause einlegt, um leistungsfähig zu bleiben, erzählt ihm von Taylor und was er rausfand. In China gibt es den schönen Spruch: Mit einer Unze Gold kann man keine Unze Zeit kaufen. Arbeit gibt unserem Leben Erfüllung und Sinn und trägt zum Lebensunterhalt bei. Aber die Weisheit der Chinesen sollten wir hierbei nicht aus den Augen verlieren. Verlorene Lebenszeit, verlorene Gesundheit, können wir uns mit keinem Geld der Welt zurück kaufen. 

Und noch eine Idee haben die Chinesen uns voraus, sie sagen: „Ob du eilst oder langsam gehst, der Weg vor dir bleibt derselbe.“ Und noch eine ; ) „Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst“.

Also Pause machen, Entspannung suchen, sei es durch Meditation, Autogenes Training, Waldspaziergang oder einfach dem Lauschen der Musik, Zeit mit Tieren zu verbringen, das tut uns gut. Für denjenigen, der immer noch unter Einschlafstörungen leidet, weil der Tag ihn immer noch „auffrisst“ habe ich noch einen Reflextipp: die Augen nach hinten rollen. Das ist für unseren Körper das Zeichen, dass er sich in Schlafmodus begeben hat. Das muss man ein bisschen üben, aber dann funktioniert es wunderbar.

Bleibt gesund und munter! Mit innerem Frieden zum äußeren Frieden! : )

Herzliche Grüße

Bettina

P.S.: Noch 68 Tage bis zum Weltfrieden! ; )

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