Dünger-Leitfaden für Anfänger:innen
… und für Vergessliche (wie mich). Der April steht ins Haus, was bedeutet: Zeit, die Pflanzen zu füttern! Wenn dich das Thema Düngen auch so verwirrt wie mich früher, wenn du dir nicht merken kannst, wer wann was und wieso bekommt – say no more! Hier erfährst du, wie du deinen Nutzpflanzen, deinen Blumen und deinen Bäumen ein leckeres Buffet zauberst (mmmh, Pferdeäpfel, yummy!).

Der April steht vor der Tür und damit beginnt für viele Gärtner die Zeit des Düngens. Kennst du das auch, wenn du im Baumarkt vor dem Regal stehst und von den unzähligen Düngern überwältigt bist, die alle das Blaue vom Himmel versprechen? Mir ging es jedenfalls lange so. Ich habe jedes Jahr irgendeinen Dünger gekauft und gehofft, dass es schon klappen wird.
Heute weiß ich, dass Düngen gar nicht so kompliziert sein muss, wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt. Macht das Spaß? Also mir nicht, ich vergesse auch immer mal wieder Details und muss in meinen Notizen nachschlagen. Lohnt es sich, sich damit auseinanderzusetzen? Auf jeden Fall. Wenn du die Grundlagen verstehst, kannst du Geld sparen, deinen Boden schonen und dich über eine gute Ernte und schöne Blumen freuen.
Folgende Themen behandle ich hier im Artikel:
Wieso deine Pflanzen Dünger brauchen
Diese Nährstoffe brauchen deine Pflanzen wirklich
Organisch, mineralisch, gemischt – welche Düngerarten gibt es?
Wann und wie oft sollte man düngen, und wer bekommt was? Mit Plan nach Jahreszeiten
Typische Düngefehler und wie du sie vermeidest
Gründüngung und Bodenverbesserung: Marathon statt Sprint

1. Wieso deine Pflanzen Dünger brauchen
In der Natur ist niemand da, der Pflanzen gezielt düngt. Wilde Pflanzen holen sich ihre Nährstoffe aus abgestorbenen Blättern, Ästen und verwelkten Blüten, aus Kadavern, Holzresten, und, und und … alles Material, das von Regenwürmern, Pilzen und Mikroorganismen zersetzt wird. So entsteht ein natürlicher Kreislauf, der den Boden ständig mit Nährstoffen versorgt.
Dabei ist eins klar: Nicht jede Pflanze wächst überall. Sie passen sich an und siedeln sich dort an, wo der Boden und die anderen Faktoren (Licht, Wind, etc.) ihre Bedürfnisse erfüllen. Sogenannte Zeigerpflanzen helfen uns sogar, die Bodenbedingungen zu erkennen. Brennnesseln zeigen beispielsweise stickstoffreichen Boden an, Sauerampfer sauren Boden, Kamille nährstoffarmen Boden und Hahnenfuß feuchten, verdichteten Boden. Diese natürlichen Indikatoren verraten uns viel über den Zustand des Bodens, und in meiner Naturkolumne habe ich schon ausführlich darüber geschrieben:
https://steadyhq.com/de/db21f24b-40e6-4c6e-befe-eaa5884eed34/posts/93c5ac5e-802d-412e-aeb9-c0657e16e80f (Öffnet in neuem Fenster)In unseren Gärten sieht es anders aus. Wir schneiden Pflanzen zurück, ernten Gemüse und mähen den Rasen, wodurch wir dem Boden ständig organisches Material und damit wichtige Nährstoffe entziehen. Und im Kübel sind die Pflanzen sowieso vom natürlichen Nährstoffkreislauf abgeschnitten.
Hier kommt der Dünger ins Spiel. Ob organisch (z.B. Kompost, Mist, Jauche, etc.) oder mineralisch (“Kunst”dünger): Dünger gleicht diesen Nährstoffverlust aus und liefert die Stoffe, die Pflanzen für kräftiges Wachstum und eine gute Ernte brauchen. Organischer Dünger fördert zudem das Bodenleben und den Humusaufbau, während mineralischer Dünger schnell und gezielt wirkt, wenn der Mangel akut ist.
2. Diese Nährstoffe brauchen deine Pflanzen wirklich
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