Faszination Segeln!

In manchen meiner vergangenen Blogs hatte ich über unseren Lernprozess des Segelns und über das Kennenlernen des Schiffes und der Windverhältnisse geschrieben. 

Mehrfach auch über die Herausforderung damit und über unsere erfahrenen Grenzen.

Beim Segel setzen sind alle gefragt

Heute möchte ich über eine neue Erfahrung schreiben - über die neu entdeckte Faszination des Segelns. 

Ja, tatsächlich - ich kann jetzt diese Faszination nachvollziehen. Bisher hatte ich mich oft gefragt, warum es manche Menschen so sehr fasziniert, sich mit dem Wind auf dem Wasser zu bewegen und dabei so manche Gefahr und Unpässlichkeit auf sich zu nehmen.

Die Regenbogengemeinschaft hatte sich ja nicht aus Abenteuerlust oder Spaß auf das Wasser begeben - es war Mittel zum Zweck - um die Meridian-Expedition auch auf dem Wasser stattfindenlassen zu können.

Jetzt, nach monatelanger Ruhepause der Stahlratte am Pier auf La Gomera, ist die Zeit für eine neue Erfahrung mit diesem besonderen Schiff, zumindest für einen Teil der Gemeinschaft. 

Der grösste Teil der einstigen Crew ist mit Volldampf am Renovieren des neuen Zuhauses oben in den Bergen und am Gärten anlegen für eine erneute Selbstversorgung.

Segeln und Wäsche aufhängen, auch das muss gemacht werden :)

Ich hatte Euch ja schon in meinem letzten Beitrag beschrieben, dass wir vorübergehend gelegentlich Ausfahrten unternehmen, um am Segeln interessierten Menschen das Erlebnis zu ermöglichen, auf einem Traditionssegler raus auf See zu fahren und darüber nochmal finanzielle Einnahmen zu haben, mit denen wir zumindest einen Teil der Pierkosten finanzieren. 

Die Fahrgäste bezahlen einen Beitrag und werden gleichzeitig Vereinsmitglied in dem Verein, der an die Stahlratte angegliedert ist. Wir sind eine Crew von sieben Personen, die das Schiff führen und sich um die Gäste kümmern.

Jetzt geht es nicht mehr darum, unbedingt ein bestimmtes Ziel in einem vorbestimmten Zeitrahmen zu erreichen und den Druck zu haben, den Atlantik überqueren zu wollen. 

Jetzt geht es darum, ein Stück raus auf's offene Meer zu fahren, den Kurs nach dem Wind zu bestimmen, um möglichst bald die Segel hissen zu können und unserern Mitfahrern einen unvergesslichen Tag zu ermöglichen. 

Alles hat seinen Platz

David als Bordkoch zieht alle Register um auch kulinarisch ein Erlebnis zu bieten. Die Kapitäne sind darauf bedacht, den Kurs so zu wählen, dass die Wellen möglichst von vorne oder von hinten das Schiff erreichen, weil das viel angenehmer ist als seitliche Wellen. Somit haben die Gäste auch weniger Probleme mit Übelkeit...

Bei den letzten Ausfahrten hat vieles sehr gut gepasst. Unser Team hat prima harmoniert. 

Wir hatten viel positives Feedback bekommen und den Gästen leuchtende Augen beschert. Und tatsächlich konnte ich es jetzt selber auch fühlen - die Faszination des Segelns. Z.B. bei der letzten Fahrt gab es nach ca. drei Stunden eine Phase, in der auch die Crew zur Ruhe kam. 

Es waren bereits zwei Wenden Gefahren und ansonsten gibt es bei solchen Touren eigentlich immer etwas zu tun oder sich um die Mitfahrer zu kümmern. Hier ein Gespräch, dort etwas erklären... 

Aber jetzt war plötzlich Ruhe! Einige Gäste lagen auf dem Vordeck in der Sonne und genossen die momentan angenehme Wellenbewegung. Es waren nahezu perfekte Momente. Der Wind war stark genug um ordentlich Fahrt zu machen, der Seegang war moderat mit Wellenbewegung von achtern (hinten). So hätten wir von mir aus noch Stunden weitersegeln können. Doch eine Tagesfahrt hat nun einmal ein vorbestimmtes Ende.

Wir bestaunen  -  und werden bestaunt!

Bei diesen Turns wurden jede Menge Endorphine produziert! In mir, in den anderen Crewmitgliedern und in den Mitfahren. 

Ein schönes Erlebnis - Danke! 

Schön dass die Stahlratte uns das noch ermöglicht, bevor sie womöglich bald ihren Besitzer wechselt... und einer anderen Crew zu tiefgreifenden Lebenserfahrungen verhilft und ein Zuhause auf See bietet.

Für heute wieder Manfred als Schreiber

É tudo por agora...

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