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Corona - und plötzlich stand die Welt still

Liebe Kulturinteressierte,

ich hoffe ihr habt alle Fastnacht gut überstanden – egal, ob ihr gefeiert habt oder nicht. Ich habe langsam angefangen, nachdem ich im letzten Jahr gar keine Fastnacht gefeiert habe und es war sehr schön.
Heute zu einem ernsteren Thema. Vor fünf Jahren war Corona während der Fastnacht bereits präsent, doch diese konnte noch gefeiert werden, bevor das Leben auf einmal stillstand. Daher möchte ich heute einen Blick zurückwerfen auf eine Zeit, als plötzlich die Welt stillstand.
Viel Spaß beim Lesen.

Am 16.März 2020, vor fünf Jahren, wurde der erste Lockdown beschlossen und auf einmal stand die Welt still. Besonders die Kultur hat es getroffen und manch einer hat sich davon bis heute nicht richtig erholt. Unter dem Hashtag #alarmstuferot haben Kulturtreibende und in der Veranstaltungsbranche tätige aufgezeigt, wie es bei ihnen aussieht. „Ohne uns ist es still“, war vielerorts zu lesen.

Leere Stuhlreihen gab es in der Pandemie viel zu sehen
"Ohne uns ist es still" - leere Stuhlreihen

Die Tage habe ich auf Instagram nachgefragt und zwei Antworten bekommen. Eine Künstlerin sagt auf den Blick zurück, dass die Zeit „ernüchternd war, traurig, leise und lebensverändernd, da alle Vorhaben mit viel Potential abgesagt wurden.“ Und eine Dirigentin meinte: „Beruflich gesehen sehr schwierig. Gesangsunterricht und Proben per Zoom…schräg.“

Wie es die Dirigentin aufzeigt, versuchten viele durch eine Verlegung in den digitalen Raum, Angebote aufrechtzuerhalten. Für die Geselligkeit war dies - in meinen Augen - allerdings nicht der richtige Ort.

Corona und Theater

Ich möchte gerne rückblickend auch auf unseren Theaterverein schauen. Gerade waren wir noch für das neue Projekt am Proben, schon mussten alle Probearbeiten eingestellt werden. Mit der Lockerung des Lockdowns starteten wir im Sommer einen neuen Anlauf, denn die Menschen gierten nach Kultur – und zwei Wochen vor Premiere der nächste Lockdown. Für uns als Verein, bei dem die Kosten für das Vereinsheim weiterliefen, auch eine Zeit der Angst, ob wir diese Situation überhaupt überleben werden. Mit strengen Auflagen konnten wir tatsächlich im Oktober 2021 dann endlich unser Stück zur Aufführung bringen. Der Cast war klein, mit Abstand konnte gespielt werden. Eine ganz andere Herausforderung für uns Freilicht im Jahr 2022, wo der Cast in drei Teilen probte und das ganze erst am Schluss zusammengesetzt wurde. Natürlich gab es für die Kultur einige Fördertöpfe. Teilweise wurden auch fünfstellige Summen in Projekte gesteckt, wenn es zum ERSTEN Mal Überlegungen gab, eine Veranstaltung im Freien durchzuführen. Wir als Theaterverein, der seit vielen Jahren regelmäßig Freilichtveranstaltungen anbot, hatten keinen Zugang zu diesen Fördertöpfen. Neue Ideen wurden mit Unsummen gefördert, doch bestehende Konzepte mussten kämpfen. Für uns war es ein Riesenglück, dass wir spielen konnten und niemand an Corona erkrankte. Ich habe jeden Tag auf Holz geklopft, denn es gab damals diese Sommerwelle und wenn nur mehrere Darsteller ausgefallen wären…..aber daran möchte ich heute nicht zurück denken, den es lief alles gut.

In der Jugendarbeit haben wir bei Null angefangen. Die Kultur unterlag strengeren Regeln als der Sport, wobei sich unsere Darsteller nicht so nahekommen, wie Fußballer. Das haben wir damals sehr bedauert. Aber wir haben durchgehalten und seit Herbst 2024 können wir wieder auf einige Jugendliche in unseren Reihen blicken.

Was bleibt nach Corona?

Ich möchte jedoch nicht nur meckern. Aufgrund der finanziellen Situation mussten wir uns neue Dinge einfallen lassen und Abstand vom Altbewährten nehmen. Eine große Zuschauertribüne, wie wir sie all die Jahre auf der Neumühle aufgebaut haben, war für uns nicht leistbar. Also haben wir die Bühne gedreht und hochgehoben und die Zuschauer auf Stühlen Platz nehmen lassen. Und siehe da, es war nicht das Schlechteste. Dies kam sehr gut an, weil es für die Zuschauer ein bequemeres Sitzen war und auch die Neumühle wurde dadurch weniger blockiert, so dass wir diese “erzwungene” Neuerung tatsächlich weiter mitnehmen.

Und auch wenn ich in die Kulturlandschaft blicke, wurde manches mitgenommen. Einige digitale Formate sind geblieben. Ich genieße es sehr, wenn ich jetzt zu verschiedenen Themen Podiumsdiskussion online verfolgen kann. Bei uns im Theaterbereich finden regelmäßige digitale Austauschformate zu verschiedenen Themen statt. Für die Vernetzung ein großer Gewinn.

Wertschätzung für die Kultur

Es war eine schwierige Zeit, aber sie hat auch gezeigt, was Kultur für die Gesellschaft ist. Kultur ist wichtig für die Menschen. Sie gehen weg und genießen kulturelle Angebote, Kultur braucht es für die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, Kultur ist wichtig als Teil der Bildung. Daher lohnt es sich, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen und die Vereine damit zu unterstützen. Denn, wie wir gesehen haben, wenn Kultur nicht stattfinden kann, dann ist es still.

Wie habt ihr im Verein Corona überstanden?

Dieser Newsletter ist kostenlos. Dennoch würde ich mich freuen, wenn ihr meine Arbeit mit einer Mitgliedschaft unterstützt.

Zum Schluss

Im Thing Limburg tritt am Freitag, 21. März um 20 Uhr das Britische Rock- und Pop-Vokaltrio “We3” zum ersten Mal auf. Sie haben keine Instrumente mit im Gepäck, aber einen begnadeten Gesang, lediglich von Arm-, Hand- und Beinbewegungen begleitet. Mehr dazu hier (Abre numa nova janela).

Zu einer interessanten Veranstaltung lädt kirche.kunst.kultur am Freitag, 28. März ein - da verwandelt sich das Pfarrheim in Ellar zum abenteuerlichen Escape-Raum „Die Wasserwächter“.
Willkommen bei „Die Wasserwächter“, dem fesselnden Escape-Raum-Abenteuer, das euch und eure Freunde oder Mitschüler auf eine aufregende Mission mitnimmt. Hier geht es nicht nur um Spaß und Nervenkitzel, sondern um nichts Geringeres als die Rettung der Welt vor einer drohenden Katastrophe. Stellt euch der Herausforderung und beweist, dass ihr das Zeug dazu habt, echte Wasserwächter zu sein! Es gibt noch einige Karten. Mehr dazu auf Instagram (Abre numa nova janela).

Demnächst bin ich wieder in Sachen Kultur im Landkreis unterwegs und freue mich auf interessante Begegnungen. Ihr habt ein tolles, kulturelles Projekt? Dann meldet Euch gerne bei mir und ich unterhalte mich gerne mit Euch darüber.

Liebe Grüße
Eure Heike

Über mich:

Ich bin jahrelang als freie Journalistin im Landkreis Limburg-Weilburg unterwegs gewesen und habe ein besonderes Interesse am Ehrenamt und der Kultur. In Teilzeit bin ich beim DRK-Kreisverband Limburg für die Öffentlichkeitsarbeit angestellt. Neben dem Kulturnewsletter schreibe ich noch einen touristischen Blog zu den Sehenswürdigkeiten im Landkreis (Abre numa nova janela).

Folgt mir gerne auf Instagram (Abre numa nova janela) oder LinkedIn (Abre numa nova janela).

Ihr möchte mit Eurem Verein sichtbarer werden? Dann schreibt mich an und ich unterstütze Euch gerne dabei.

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