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81 Millionen Dollar – für nix und wieder Musk

Game Over, Elon – Demokratie hat gewonnen

Wie Elon Musk und Donald Trump versuchten, eine Richterwahl in Wisconsin zu kaufen – und dabei grandios scheiterten. Was bleibt, ist ein teures Eigentor und ein schmutziger Blick in die Abgründe der US-Demokratie.

Trommelwirbel für die Lachnummer des Jahres: Elon Musk und Donald Trump haben versucht, mit Millionen die Demokratie in Wisconsin zu kaufen – Spoiler: Hat nicht geklappt. Und zwar richtig krachend nicht. Trotz sage und schreibe über 20 Millionen Dollar aus Musks praller Kriegskasse hat ihr konservativer Wunschrichter Brad Schimel den Kürzeren gezogen. Gewonnen hat stattdessen Susan Crawford, die liberale Kandidatin. Und das bedeutet: Die Mehrheit im Obersten Gerichtshof des Swing States bleibt nicht in der Tasche irgendwelcher Milliardäre stecken.

Aber fangen wir vorne an. Let’s gooooo!

📊 Denn hier sind die harten Fakten, die Musk und Trump vermutlich am liebsten in den Twitter-Keller sperren würden:

Laut New York Times lag Susan Crawford in den wichtigsten Countys haushoch vorn:

  • Milwaukee: +49 Prozentpunkte

  • Dane County: +63 Prozentpunkte

  • Selbst in Brown, Racine und Outagamie: knappe, aber entscheidende Vorsprünge

Und das, obwohl Elon mit 20 Millionen Dollar herumwedelte wie ein Teenie mit Papas Kreditkarte. Ergebnis? Musk hat verloren. Trump hat verloren. Die Demokratie hat gewonnen.

So, jetzt aber wirklich: Was ist da eigentlich passiert?

Wenn Superreiche glauben, Wahlen seien Sonderangebote

Elon Musk, der selbsternannte Retter der Meinungsfreiheit (solange sie ihm nützt), hat in Wisconsin mal wieder gezeigt, wie wenig er von echter Demokratie hält. Mit seinem „America PAC“ versuchte er, das Wahlsystem à la PayPal zu überrumpeln: 100 Dollar Prämie für Kontaktdaten und Petitionen gegen „aktivistische Richter“. Klingt wie ein Black-Friday-Deal für Stimmenfang.

Das war keine Wahlkampfhilfe mehr – das war ein ungenierter Stimmenkauf-Versuch mit Rabattcode. Und weil das immer noch nicht reichte, wurden zwei besonders „engagierte“ Unterstützer gleich mit je einem Millionen-Scheck belohnt. Musk überreichte sie höchstpersönlich – wie ein dubioser Game-Show-Moderator, der Demokratie für ein Bonuslevel hält.

Musk, Trump und der feuchte Traum von der Richtermehrheit

Warum dieser ganze Aufriss? Ganz einfach: Musk hat Eigeninteressen. Tesla verklagt Wisconsin wegen eines Gesetzes, das Direktverkäufe verbietet. Ein konservatives Gericht hätte ihm dabei schön in die Karten gespielt. Und Trump? Der braucht Richter, die notfalls auch die Demokratie verbiegen, um ihn zurück ins Weiße Haus zu prügeln.

Die Wahl war also nicht bloß irgendeine Richterwahl – es war ein Testballon für den Machtmissbrauch mit Geldkanone. Und der ist krachend geplatzt.

81 Millionen Dollar für eine Justizwahl – sind die eigentlich noch ganz dicht?

Das Ganze wurde zur teuersten Justizwahl in der US-Geschichte. Ja, richtig gelesen: Über 81 Millionen Dollar flossen in den Kampf um einen einzelnen Richterposten. Willkommen im Casino „United States of America“, wo Superreiche am Roulettetisch der Demokratie zocken – und trotzdem nicht immer gewinnen.

📊 Die nackten Zahlen sprechen Bände: Trotz massiver Unterstützung von Elon Musk und Trump konnte Brad Schimel in den größten und wählerstärksten Countys nicht punkten. In Milwaukee lag Susan Crawford satte +49 Prozentpunkte vorn, in Dane County sogar +63.
Selbst in traditionell umkämpften Regionen wie Brown, Racine oder Outagamie holte sie knappe, aber klare Mehrheiten.
Ergebnis: Die liberale Mehrheit im Supreme Court bleibt erhalten – und Musk hat mal eben 81 Millionen Dollar zum Fenster rausgeworfen.

Übrigens: Auch die andere Seite war nicht arm dran. George Soros warf ’ne Million auf den Tisch, der Gouverneur von Illinois steuerte 500.000 Dollar bei. Klar, deutlich weniger als Musks Investitionen – aber trotzdem ein Beweis, wie sehr selbst Richterwahlen längst zum Spielfeld der Oligarchen verkommen sind.

Wisconsin zeigt Rückgrat – aber das System bleibt krank

Das Gute: Die Wähler*innen in Wisconsin hatten keinen Bock auf diese Farce. Sie durchschauten das Spiel – und setzten ein Zeichen gegen den demokratieverachtenden Einfluss von Konzernbossen mit Gottkomplex.

Das Schlechte: Die Tatsache, dass man überhaupt 81 Millionen Dollar ausgeben kann, um einen Richter zu platzieren, ist der eigentliche Skandal. Die Demokratie in den USA lebt – aber sie wird täglich von Leuten wie Musk auf Ebay gestellt.

Fazit: Musk kann Geld drucken, aber keinen Respekt kaufen

Elon, vielleicht solltest du deine Millionen lieber in funktionierende Autopiloten stecken, anstatt Richterposten zu shoppen. Und Trump? Der sollte sich langsam damit abfinden, dass sich nicht jede Institution kaufen, einschüchtern oder erpressen lässt. Wisconsin hat gezeigt, dass Demokratie nicht zum Schnäppchenpreis zu haben ist.

Frage zum Schluss: Wie viel kostet es eigentlich, bis Superreiche endlich kapieren, dass sie sich keine Republik leisten können?

Die Millionen von Musk? Hier versenkt: Die Wahlergebnisse aus Wisconsin in interaktiver Form – jeder Klick ein Stich ins Ego von Elon: → Direkt zur NYT (Si apre in una nuova finestra)

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