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»Da Schneider hot a Schneiderscher …«

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Einige Schlaglichter auf die Schneider und die Kleidung in Volksmusik und Gesang

Wenn in der Volksmusikpflege nach dem Zweiten Weltkrieg in Oberbayern die Rede vom Schneider war, dann waren gleich drei Männer im Gespräch, die wesentliche Impulse zur Pflege der Tradition und deren Erweiterung und Erneuerung gegeben haben: Josef Eberwein aus Dellnhausen, Sepp Winkler aus Kreuth und Beni Eisenburg aus Gmund.

Natürlich gab es auch mehrere andere Sänger und Musikanten, die den Beruf des Schneiders ausübten. Da denke ich z. B. an die Schneiderfamilie Helminger in Weildorf bei Teisendorf (BGL). Die Tochter Pauline ist wie der Vater Simon Schneidermeisterin und bildete zusammen mit ihrer Schwester Regina und Margareta Robel den Dreigesang der Weildorfer Sängerinnen. Bei vielen Tonaufnahmen in der Reihe Das geistliche Volkslied das Jahr hindurch waren die Weildorferinnen auch zusammen mit ihrem Vater in verschiedenen Besetzungen in den 1990er-Jahren für das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern tätig – und die Besprechungen dazu fanden in der Schneiderei statt. Auch die Tochter Elisabeth vom Winkler Sepp ist mit der Musik ihres Vaters aufgewachsen, hat eine eigene Saitenmusik gegründet und ganz selbstverständlich als Schneidermeisterin das Handwerk der Familie Winkler in der nächsten Generation weitergeführt. In Riedering (RO) ist der junge Staber Schorsch aus der Familie der Riederinger Sänger auch als selbständiger Schneider tätig. Er spielt Tuba und ist mit seinen Musikantenfreunden bei vielen Gelegenheiten unterwegs. Seit 33 Jahren ist er auch bei den bekannten Riederinger Hirtabuam dabei, die sein Vater Sepp Staber zwei Jahre zuvor gegründet hat. (Foto: Maßschneiderei Winkler)

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