Passer au contenu principal

Meer-Montag #10 Die Stellersche Seekuh

Zurzeit gibt es vier bekannte Seekuh-Arten auf der Erde. Drei davon gehören zu den Rundschwanzseekühen: das Afrikanische Manati, das Amazonas-Manati und das Karibische Manati. Anhand der Namen lassen sich die Lebensräume auch für Laien gut erschließen ;) Die einzige Seekuhart mit gegabeltem Schwanz ist der Dugong, der im Indischen und Pazifischen Ozean vorkommt. Wenn wir nun aber in der Zeit zurück reisen, gab es noch eine weitere Art. Und als ich davon las, war ich sofort fasziniert.

Denn im Gegensatz zu den heutigen, wärmeliebenden Seekühen, die in den tropischen Seegraswiesen oder im Amazonasfluss ihr gemächliches Leben führen, starb vor etwa 250 Jahren eine Art aus, die es in den knackig kalten Gewässern des Beringmeeres (zwischen Russland und Alaska) aushielt! Und das ist nicht die einzige Besonderheit. Die Manatis, die wir heute kennen, werden maximal 3m lang. Diese frühere Art dagegen maß wohl bis zu 8m! ACHT METER!

Die Rede ist von der Stellerschen Seekuh, die 1741 von Georg Wilhelm Steller zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben wurde. Ihre Haut war durchzogen von rindenartigen Furchen und Knubbeln und man glaubte lange, dass diese Struktur durch Parasiten verursacht wurde. Nun entdeckten Forschende im Genom der Tiere, dass es sich bei dieser Hautanomalie um einen Gendeffekt handelte, der vielleicht sogar dazu beitrug, dass sich die Seekuh in solch kaltem Gewässer aufhalten konnte, da die Haut eine gute Isolierung ermöglichte.

Doch was ist mit ihr passiert?

Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass die Population der Stellerschen Seekuh bereits vor 500.000 Jahren zu schrumpfen begann. Aber die Jagd aufgrund ihres Fleisches und Fettes gab der Art den Rest und ließ sie von dieser Erde verschwinden. Vermutlich wurde bereits 1768 die letzte Riesenseekuh getötet - nur 27 Jahre nach ihrer Entdeckung. Ich bin froh, von ihr gelesen zu haben und die Erinnerung an sie auf dem Papier festhalten zu können.

Ich versuche, mich hier am Meer-Montag möglich kurz zu fassen, um ein bisschen kurzweilige Ozeanfaszination in euren Alltag zu streuen. Solltet ihr jetzt aber genauso begeistert und neugierig auf die Stellersche Seekuh sein, kann ich euch DIESEN ARTIKEL (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) zum Weiterlesen empfehlen.

Unterstütze unsere Arbeit und werde heute Mitglied hier bei Steady:

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de wildwasserfarben et lancez la conversation.
Adhérer