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David Jacobs macht Geschichten - Mailieferung

Hallo zusammen,

herzlich willkommen zur Maiausgabe meines Newsletters. Es ist nun schon die dritte Ausgabe auf Steady und es fühlt sich immer komfortabler an, dieses Tool zu nutzen.

Seit Anfang April bin ich nun Rentner und man sollte denken, dass ich jetzt mehr Zeit und Ruhe hätte, mich um meinen Newsletter zu kümmern. Das Gegenteil ist der Fall. Scheinbar steckt in dem Vorurteil, dass Rentner nie Zeit haben, der eine oder andere Doppelzentner Wahrheit ...
Trotz alledem habe ich irgendwie die Stunden zusammengekratzt, die es braucht, um diesen Newsletter nicht mit Banalitäten, sondern mit lesenswerten Artikeln rund ums Schreiben und Lesen zusammenzustellen.

Lyrik hilft!
Die Kraft der Gedichte

Gedichte können uns berühren, trösten, aber auch verstören. Sie überraschen uns mit Wortspielen, ihrem Klang. Manchem wurden sie in der Schule vermiest, andere brauchen täglich ihre Dosis Poesie. Ein Gespräch mit Carolin Callies und Ulrike Geist über die Kraft der Gedichte direkt von der Leipziger Buchmesse.
Lyrik hilft! Die Kraft der Gedichte | (Opens in a new window)deutschlandfunkkultur.de (Opens in a new window)

Poesiefestival Poetica 8
Wenn ein Ich im Namen anderer spricht

Bei der diesjährigen Poetica 8 in Köln drehte sich alles um das „lyrisches Wir“ . Das Programm stellte das „chorische Ich“ in den Mittelpunkt der Veranstaltungen. Wenn Du, so wie ich, das Festival verpasst hast, kann das Feature von Christian Filips einen Eindruck von dem vermitteln, was uns da durch die Poesielappen gegangen ist:

Poetica 8 in Köln: Wenn ein Ich im Namen anderer spricht | (Opens in a new window)deutschlandfunkkultur.de (Opens in a new window)

Auf der Webseite des Festivals der Weltliteratur lässt sich nach lesen, was man zu hören bekommen hätte, wäre man denn nach Köln gefahren ...

Poetica | poetica-8 ( (Opens in a new window)uni-koeln.de (Opens in a new window)) (Opens in a new window)

Literatur als Breitensport?

2021 kamen nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 71640 Titel neu auf den Markt. Knapp 200 pro Tag. Wer soll das alles lesen? Das fragt sich zumindest Hannes Soltau vom Tagesspiegel.
Und das ist nur ein Bruchteil der Manuskripte, die Verlage und Agenturen täglich erreichen.
Lediglich 1 % dieser mit viel Herzblut verfassten Schreibversuche, so heißt es, finden den Weg in die Regale der Buchhandlungen und damit auf die Bretter, die uns literarischen Breitensportlern, die Welt bedeuten. Ein Autor, mit dem ich darüber sprach, äußerte sich auf meine Frage hin skeptisch. Die genannte Zahl von 1 % sei seiner Erfahrung nach wohl Wunschdenken und deutlich zu hoch gegriffen. Dies scheint Soltaus polemischer Schätzung recht zu geben: Jeder zweite will in Deutschland sein eigenes Buch schreiben.
Da kann schon nachdenklich werden, wer nächstens wieder in die Tasten haut, um das ultimative Meisterwerk zu verfassen. Anderseits befinden wir uns dann doch in allerbester Gesellschaft, oder etwa nicht ...
Du willst die ganze Glosse von Hannes Soltau lesen?

Literatur als Breitensport: Warum will jeder zweite Deutsche ein Buch schreiben? ( (Opens in a new window)tagesspiegel.de (Opens in a new window)) (Opens in a new window)

Die neue Liebe zum Lesen - Was gerade in der #Booktok-Community ankommt

Braucht es also mehr Leser?
Ein Glück, dass neue Zielgruppen gerade dort aufblühen, wo man sie als nörgelnder Kulturpessimist am wenigsten erwartet hätte. Jugendliche besprechen auf TikTok ihre Lieblingsbücher und verändern damit den Buchmarkt und die Bestsellerlisten . Allerdings schert sich diese Community weder um den vielbeschworenen Kanon noch um Buchempfehlungen führender Germanisten. TikTokker lesen tatsächlich nur, was sie wollen.
Keine Verlagskampagne kann die Verkaufszahlen generieren, die ein viral gegangener Beitrag auf TikTok auslöst. Was auch immer diverse Edelfedern und Großkritiker*innen von den so über Nacht am Himmel des Buchmarkts aufsteigenden Bestsellern halten mögen.
Mehr über dieses Phänomen TikTok findest du unter:
Die neue Liebe zum Lesen und was gerade in der #Booktok-Community ankommt - Lifestyle - (Opens in a new window)derStandard.de (Opens in a new window) › Lifestyle (Opens in a new window)

Schreibmarotten: Wie Meisterwerke der Literatur entstanden

Aus der Champions League der Literatur berichtet dagegen der britische Journalist, Blogger und Autor Alex Johnson. Er erzählt von den Schreibritualen weltbekannter Autorinnen und Autoren. Wobei wir Breitensportler bedenken müssen, dass Schreibrituale zwar hilfreich sein mögen, aber noch lange keine hinreichende Voraussetzung darstellen, um Bücher von Rang und Bedeutung hervorzubringen ;--))

Schreibmarotten: Wie Meisterwerke der Literatur entstanden | Bücher | DW | 23.04.2023 (Opens in a new window)

Wer sind eigentlich die Menschen im Hintergrund, die mit viel Leidenschaft und oft niedrigen Löhnen Bücher machen?

Was sind das also für Leute, die unter den Bedingungen des Buchmarkts all ihre Kräfte und ihre Kreativität einsetzen, um ihren Lebensunterhalt mit und für Bücher zu verdienen? Dass es bessere, klügere, zivilisiertere oder auch nur coolere Menschen wären, wie die großen Erzählungen von Kunst und Bildung immer mal wieder suggeriert haben, würde niemand von ihnen behaupten.
Aber es sind doch viele eigenwillige Menschen darunter: Verlagsleute und Übersetzer*innen, Journalistinnen und Agen­tin­nen, Festivalchefs und Pressereferenten. Viele Überzeugungstäter finden sich darunter, manchmal an der Grenze zwischen Engagement und Selbstausbeutung balancierend. Die gewaltigen Traditionen von Buchdruck und Aufklärung hinter sich und manchmal auch auf den Schultern.
Neugierig geworden?
Leipziger Buchmesse: Alles fürs Buch - (Opens in a new window)taz.de (Opens in a new window)

Tom Gaulds „Die Rache der Bücher“

Wer hat sich das beim Lesen eines im Feuilleton hymnisch besprochenen Romans eines bislang unbekannten jungen estnischen Autors noch nicht gefragt: „Entweder ist das ein stilles Meisterwerk, das ebenso subtil wie akribisch die sanften Rhythmen des täglichen Lebens beschreibt, oder es ist einfach superlangweilig.“
Kein Cartoonist arbeitet sich so intensiv an den intellektuellen Bassins der bürgerlichen Welt ab wie der Schotte Tom Gauld. Ein neuer Sammelband versammelt Comicstrips über den scheinbar schwerelosen Literaturbetrieb.
Wer einen ersten Blick in die "Rache der Bücher" werfen möchte, klickt hier:
Tom Gaulds „Die Rache der Bücher“: Urkomischer Literaturbetrieb ( (Opens in a new window)rollingstone.de (Opens in a new window)) (Opens in a new window)

Nachlese zur Leipziger Buchmesse
Feministische Literatur in Österreich: Die beredte Wut der Autorinnen

Als Gastland der diesjährigen Leipziger Buchmesse möchte Österreich mit den gängigen Stereotypen aufräumen, stattdessen zeigen, wie viel mehr das Land zu bieten hat: „meaoiswiamia“ lässt das diesjährige Motto verlauten. Übersetzt heißt das „mehr als wir“ und soll ein Gegengewicht zum pathetischen und wenig selbstreflektierten Ausruf „mia san mia“ bieten.

Katja Gasser, Literaturjournalistin und künstlerische Leiterin des Gastlandauftritts, wünscht sich, dass Österreich so als „progressives, großzügiges, vielgestaltiges, geschichtsbewusstes, mehrsprachiges, selbstkritisches, humorbegabtes, erkenntnishungriges, zukunftsfreudiges, offenherziges, als Partner egalitäres und verbindliches Land“ wahrgenommen würde.
Du möchtest denn vollständigen Artikel nachlesen?
Feministische Literatur in Österreich: Die beredte Wut der Autorinnen - (Opens in a new window)taz.de (Opens in a new window)

VG WORT veranstaltet Webinar-Reihe für Worturheber*innen

Die VG WORT (Opens in a new window) ist als Organisation der kollektiven Rechtewahrnehmung für Urheber:innen und Verlage von Sprachwerken vielen bekannt. Sie verwaltet die urheberrechtlichen Nutzungsrechte und Vergütungsansprüche für derzeit rund 320.000 Worturheber*innen sowie für über 9.000 Verlage in Deutschland.
Viele Autorinnen und Autoren kennen die Verwertungsgesellschaft Wort (VG WORT) und sind Wahrnehmungsberechtigte. Aber was macht die VG WORT ganz konkret? Sind alle Texte meldefähig? Mit einer neuen Zoom-Webinar-Reihe will die VG WORT Licht ins Dunkel bringen. Die Webinar-Reihe startet am 8. Mai 2023.

Nähere Infos unter:
VG WORT veranstaltet Webinar-Reihe für Worturheber:innen ( (Opens in a new window)autorenwelt.de (Opens in a new window)) (Opens in a new window)

Und zum Abschluss retten wir in Zusammenarbeit mit dem Satiremagazin Postillon noch die deutsche Sprache!

Der Postillon hat mal wieder eine ganze Reihe von nicht ganz ernstgemeinten Vorschlägen unterbreitet, wie gängige Anglizismen in "gutes Deutsch" übersetzt werden können. Und really, es gelingt den Sprachzauberern des Satiremagazins, immer wieder mit einem Augenzwinkern, durch ihre Wortneuschöpfungen dem scheinbar unersetzlichen englischen Begriff einen Bedeutungszuwachs durch die Heimkehr in die Muttersprachen hinzuzufügen. Mein persönlicher Favorit als Autor: die wunderschöne Wortschöpfung des Klippenbaumels. Es bleibt zu hoffen, dass es den Leuten vom Postillon gelingt, den Begriff des Cliffhangers dauerhaft zu ersetzen wird.

Wir haben 60 Fremdwörter aus dem Englischen eingedeutscht ( (Opens in a new window)der-postillon.com (Opens in a new window)) (Opens in a new window)

Veranstaltungshinweis:
Offene Lesebühne der Tapetenpoeten

09.05 2023 - 20:00
Atelierbühne, Atelier 14 | 1. Etage, Auguststr. 18, Bonn-Beuel

Die Spielregeln:
Jede*r Vorlesende darf nur eigene Texte vorlesen. Für die Lesung stehen ca. 15 Minuten Zeit zur Verfügung. Danach ist noch Zeit für ein Gespräch mit dem/der Autor*in. Es gibt keine Auswahl der Vorlesenden bzw. der Texte. Jede*r ist für seine Texte und die Qualität des Vortrags selbst verantwortlich. Die Organisierenden behalten sich lediglich vor, aus Gründen der Dramaturgie die Reihenfolge der Auftritte festzulegen (damit nicht z.B. drei SciFi-AutorInnen hintereinander lesen).
Das Publikum ist bei den TapetenPoeten nicht nur zum Zuhören da. Nach einer Lesung können gerne Fragen gestellt oder Anmerkungen gemacht werden.

Nähere Infos unter:
TapetenPoeten – Lesebühne im Theater Atelierbühne Bonn-Beuel (Opens in a new window)

Aus meiner kleinen Nische in der großen Welt der Literatur

Am 09.06.2023 lese ich um 17:00 gemeinsam mit meinem Schreibfreund René Klammer Kurzgeschichten und andere Texte im Eselstall, Drachenfelsstr 14, Königswinter. Eine Reservierung unter eselstall@kaufmannsladen-koenigswinter.de (Opens in a new window) wird empfohlen.

Der Verein "Literatur im Siebengebirge" stellt im Rahmen eines Literatur Cafés 4-5 empfehlens- und lesenswerte Bücher vor. Ich werde bei der Gelegenheit den Roman "Requiem" von Alfred Löser besprechen.
10.06.2023 - 11:00
Café Schlimbach, Aegidiusplatz 5,Aegidienberg

Texte des Monats

Als Text des Monats stelle ich heute meine "Gebrauchsanweisung für das Niederlegen des Werkzeugs" online:
Gebrauchsanweisung für das Niederlegen des Werkzeugs-von David Jacobs.pdf (Opens in a new window)

Den Gast-Text des Monats Mai habe ich der Webseite des Projekts Weiterschreiben jetzt entnommen. Es handelt sich um die Kurzgeschichte: "Sandalen" Maliha Naji. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich eine Autorin aus Kabul.
Sandalen - Weiter Schreiben (Opens in a new window)

Schreibvorschlag

Versuche selbst eine Gebrauchsanweisung für einen Vorgang deiner Wahl zu erstellen. Egal, ob es sich dabei um das Verfassen eines Haiku, das richtige Belegen einer Pizza Gargantua oder um Gattenmord geht ...

Auf Wiederlesen

David Jacobs

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