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Tag 14

Moin zurück zu Tag 14.

Statusbericht: Noch habe ich nicht übernommen. Ich glaube ich überlege es mir auch nochmal, ob ich mir diesen Stress antun würde.

Ihr könnt es euch vorstellen: Hier ist „Society in a nutshell“. Alle Kulturen, Prägungen, Einstellungen, Launen, Altersklassen, Vorstellungen (und sagte ich bereits Viren, Bakterien und Rotznasen?) treffen hier aufeinander.

Und so spannend das ist: Es ist herausfordernd. Ich wäre ja nicht ich, wenn das nicht als eine Art Sozialexperiment sehen könnte….

Aber so richtig erfüllt das ja nicht den Sinn und Zweck dessen, was ich hier mache.

Aber...Okay, mal Butter bei de Fisch: Was mache ich eigentlich hier?

Ich sag es mal so: Ziel war es, raus aus dem berühmt berüchtigten Momsterrad zu kommen. (Nein. Ich hab mich nicht verschrieben.)

Ich wollte: Kein „Zieht euch an, putzt die Zähne, wir müssen los! Hast du an das Geschenk gedacht? Haben wir noch Milch. Das Brot ist alle. Ich hab keine sauberen Socken mehr! Wann holst du die Kids? Kannst du übernehmen...“ und so weiter und so fort.

Ich wollte 3 Wochen dem Alltag entfliehen, QUALITY Time mit meinen Beiden haben. Einfach SEIN. Mama sein. Kein Haushalt. Kein Kochen. Keine Ablenkung. Keine Arbeit.

Es klang so fantastisch in meinem Kopf: Entschleunigen. Frei sein. Chillen.

Vielleicht habe ich dabei ein klein wenig ausgeblendet, welchen Preis ich dafür zahlen muss.
3 Wochen weg von zu Hause. Was hab ich mir dabei gedacht? Ich bin doch GERN zu Hause.
3 Wochen weg von der Arbeit. Aber ich bin doch GERN bei der Arbeit.
3 Wochen ohne Partner. Ich bin doch GERN bei meinem Mann.

Ihr seht: Ich bin wirklich völlig verrückt geworden.

Und so verweile ich wieder in der Ambivalenz meines ganzes Seins. Völlig zerrissen in meiner eigenen Vorstellung. Was für ein Paradoxon.

Aber ungeachtet des Realtalks (sorry not sorry) hat mir diese Zeit immerhin eins zurück gegeben: Das hier.

Ihr habt Spass beim Lesen und ich beim Schreiben, was hab ich das vermisst!

Spass hat heute übrigens auch noch etwas gemacht. Wir waren mit 6 Muddis und 12 Kids in einer winzigen Dorf-Eisdiele. Ich hab die netten Kellner am Ende gefragt, wieviel Kreuzzeichen sie machen, dass wir gehen. Ich fürchte die Dezibel-Obergrenze wurde dort heute nämlich kurzzeitig bedenklich überschritten. Die Antwort: 0 Kreuzzeichen. Hach, ich hab ein Herz für den Eismann.

Eine kurze Anekdote noch zum heutigen Tag, bevor ich mich wieder gedanklich in meiner Ambivalenz vergrabe: Hab heute Wäsche gewaschen. (Nein. Das ist noch nicht die Geschichte.) Es gibt hier zwei Maschinen für etwa 30 Familien (….mit Kindern. Am Wattenmeer. Bei Regen….). Als ich meine Wäsche entnehmen wollte, wollte die Maschine sie einfach nicht wieder hergeben.
Man sagte mir dann, ich solle auf den Hausmeister warten. Leider hatte ich keine Lust etwa 60 min auf einen Mann zu warten, der meine Unterwäsche aus einer kaputten Trommel schält.
Nach etwa 10 Sekunden googlen hatte ich den Not-Öffner gefunden und meine Unnerbüx und den Rest befreit. Wer ist dafür, dass ich nach diesem Erfolg mit der tropfenden Regenrinne weiter mache?

In dem Sinne: Nur noch eine Woche.

Bis morgen!














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