Ein neuer Blick auf die Welt: Sensorstory

by Jakob Vicari
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Vernetzte Laufschuhe, Nutztiere und Spielzeuge beobachten unsere Welt. Wir verleihen den Dingen um uns herum eine Stimme. Mit Sensoren.

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Die erste Sensorreportage komponieren: Eine Sensor-Live-Reportage wird ganz anders erzählt, als eine klassische Reportage. Wir glauben, wir haben da eine ganz gute Idee. Mit 150 Euro im Monat könnten wir beginnen unsere erste Geschichte zu erschliessen, zu komponieren und zu planen. Entstehen soll eine 100-Tage-Live-Reportage. Worum es darin geht, das erfahren unsere Unterstützer als erste.

Die Idee: Sensorstory 

Ob Dein Smartphone oder Dein Kühlschrank, die Barbie oder der Dino Deiner Kinder, Dein Laufschuh, die Milchkuh oder das Halsband Deiner Katze: Immer mehr Dinge um uns herum sammeln Daten. Sie benutzen Sensoren, um ihre Umgebung zu erfassen. 

Wir erzählen, was die Dinge erleben. Mit der „Sensorstory“ eröffnen wir Dir einen völlig neuen Blick auf die Welt: Den Blick der Dinge und Tiere.

Wie wäre es mit einer Geschichte aus der Perspektive einer Milchkuh?  Oder eine Reise-Reportage, verfasst von einem Zugvogel,  ein Sportbericht, veröffentlicht von einem Laufschuh?  Oder ein Umwelt-Report, mit Echtzeitdaten zur Luftqualität?

Blick von außen in die Sensorstory-Textwerkstatt im Oktober 2016.

Erdacht, geplant und komponiert werden die Sensorstorys von erfahrenen Magazinjournalisten, aber erzählt werden sie von den Dingen selbst. Zu Dir kommen die Geschichten live: Ein Algorithmus generiert sie in genau dem Moment, in dem Du sie lesen möchtest, passgenau, in Echtzeit. So ist eine Sensorstory jedes Mal neu, jedes Mal anders.

Aus einem Thema machen wir eine 30-Tage-Live-Reportage, wie Du sie noch nicht gelesen hast. Unterstütze uns dabei! Abonniere uns hier auf Steady und sei dabei, wenn ein neues journalistisches Format geboren wird. 

Der Hintergrund: Sensorjournalismus

Sensorjournalismus ist eine noch ganz junge Art von Journalismus, ein Feld für Experimente. Er verbindet die Vorzüge des klassischen Journalismus mit neuen technologischen Möglichkeiten: Reporter trifft Technologie.

Der erste Prototyp der reporter.box frisch aus der Werkstatt.

Auch hinter einer Sensorstory steckt eine ganz eigene Technologie. Wir haben sie in den letzten Monaten mit Unterstützung des Medieninnovationszentrums Babelsberg entwickelt. Das Herz ist die „reporter.box“: Eine Hardware, die es jedem Journalisten ermöglichen wird, ganz einfach selbst Sensoren einzusetzen. Dazu soll eine Software kommen, mit deren Hilfe sich die Daten der Sensoren mit Textbausteinen verknüpfen und dann in einen flüssig lesbaren Text verwandeln lassen. Ein freundlicher Algorithmus erzeugt die Sensorstory –  jedes Mal neu, jedes Mal anders.

Wir entwickeln die Sensorstory. Über unsere Ideen und Versuche halten wir unsere Abonnenten auf dem Laufenden – hier auf Steady.

Das Team: Können die das?

Das tapfere Entwicklungs-Team.

Jakob Vicari (2.v.l.), freier Wissenschaftsjournalist hatte die Idee zur Sensorstory, ist Autor, kümmert sich um die Technologieentwicklung und Koordination. Im Jahr 2015 gewann Vicari mit der Studie zur »Sensor-Live-Reportage« das MIZ Formatfestival und wurde für die Idee von einer 60-köpfigen Jury des Medium-Magazins als »Wissenschaftsjournalist des Jahres 2015« ausgezeichnet. 

Björn Erichsen (r.), freier Journalist und Bertram Weiß (2.v.r.), GEO-Redakteur sind die Autoren der Sensor-Live-Reportage. Erichsen war freier Redakteur bei stern.de. Er hat vielfältige Erfahrungen in Entwicklungsredaktionen. Weiß wurde unter anderem mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und dem Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet.

Carolyn Braun und Marcus Pfeil (m.) sind Gründer der Formatentwicklungsfirma Chapter One. Die Journalisten haben sich spezialisiert auf die Produktion innovativer Online-Formate.  Nach den vielfach preisgekrönten Produktionen „GPS-Jagd” (2014), „Kunstjagd“ (2015) und „Zetra-Project“ (2016) entwickeln und produzieren sie die erste Sensorstory. www.chapter-one.de

Robert Schäfer (l.), Student am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam, programmiert den Algorithmus hinter der Sensorstory.

Jannis Konrad (nicht im Bild), Diplom-Informatiker mit Schwerpunkt Internet-der-Dinge, baut und programmiert die reporter.Box, die Sensordaten sammelt und zur Verfügung stellt.

Die reporter.box »Maria« ist unser dritter Prototyp. Sie ist eine auf dem Internet-der-Dinge Ecosystem von Particle.io basierende journalistische Hardware und die unermüdliche Arbeiterin im Team. Sie übermittelt Sensordaten ins Netz – per Wifi oder Mobilfunk. Benannt ist sie nach der Reporterin Maria Leitner.

Im UX-Design hat uns Julian Groll von  Ubilabs unterstützt. Vielen Dank!

Du hast Fragen, Ideen, Kritik? Wir freuen uns darauf von Dir zu hören.

Jakob und das Sensorstory-Team

Häufige Fragen Was genau muss ich tun, um eine Sensorstory-Abo abzuschließen? 

Dazu benötigen Sie einen Account der Berliner Firma Steady. Das geht sehr einfach: Abo auswählen, E-Mail-Adresse angeben und bezahlen. 

Was ist Steady? 

Der Service erleichtert Ihnen und uns als Entwicklungsteam die Arbeit: Steady kümmert sich um die Rechnungen, die Zahlungsanbieter, die Umsatzsteuern und all die kleinen Details, die das digitale Leben mühsam machen.  

Wie kann ich bezahlen? 

Die Zahlungen können Sie per PayPal, Kreditkarte oder – am besten – per Lastschrift vornehmen. Um die sichere und gesetzeskonforme Abwicklung des Bankeinzugs kümmert sich der Londoner Dienstleister GoCardless. 

Wie kann ich kündigen? 

Sie können in Ihren Steady-Einstellungen jederzeit ganz unkompliziert kündigen.  

No Reporters Were Harmed. 

Die Entwicklung der reporter.box wurde 2016 gefördert durch das MIZ-Babelsberg.

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