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Wie kritikfähig ist Kirche? mit Philipp Greifenstein (Die Eule)

Ich freue mich, Philipp Greifenstein erneut im Podcast begrüßen zu dürfen. Mit ihm spreche ich in dieser Folge darüber, wie gelungene Kritik im kirchlichen Kontext aussehen könnte. Anlass unserer Diskussion ist die Berichterstattung über die vergangene EKD-Synode und einzelne Beschlüsse.

Riesensysteme, wie es die beiden Kirchen sind, brauchen eine lebendige Kritikkultur. Damit ist gemeint, dass Mitarbeiter:innen intern sagen können, was ihnen nicht passt.

Kirche braucht die Kritik von außen und innen. Die Kritik von innen ermöglicht Teilhabe in großen Systemen, wie es die katholische Kirche ist oder wie es auch die Landeskirchen sind. Kritik von außen wiederum regt dazu an, festgefahrene Abläufe zu überdenken und Projekte weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit Philipp diskutiere ich also darüber, welche Rolle der Kritik im Rahmen von Kirche zukommt.

Diejenigen, die in der Machtposition sind, müssen sich wirklich im christlichen Sinne darin einüben, von sich selbst einen Schritt zurückzugehen.

Linksammlung:

Zusammenfassung

Wie schafft man ein kritikfähiges Umfeld?

  • Die Eule und ruach.jetzt haben gemeinsam, dass sie unabhängig von kirchlichen Geldern sind und deswegen überhaupt in der Lage dazu sind, einen Blick von außerhalb des Systems zu vollziehen.
  • Vor allem in der katholischen Kirche sorgt das alte Prinzip “extra ecclesia nulla salus” (außerhalb der Kirche kein Heil) für ein Denkmuster, in dem Kritik nicht durchkommt.
  • Große Systeme brauchen eine lebendige Kritikkultur, d.h. Mitarbeitende können intern sagen, was ihnen nicht passt.
  • Man könnte sogar soweit gehen und sagen, dass dies sogar eine Stärke von großen Verwaltungen sein könnte, dass über den Dienstweg immer Vorgesetzte als Ansprechpersonen vorhanden sind. Eher kleiner Systeme wie bspw. Freikirchen haben dahingehend ein Problem.
  • Kritik von außen wird in beiden Kirchen nicht immer wohlwollend aufgenommen.
  • Bezüglich der Kritik von außen ist es wichtig, dass der/die Kritiker:in ganz allgemein Ahnung vom Thema hat.
  • Dabei nimmt der/die externe Kritiker:in nicht die Rolle des internen Verbesserers ein. Man muss auch nicht alles was kritisiert wird schonmal gemacht haben, um es überhaupt kritisieren zu können.

Kritik an Beschlüssen der EKD-Synode durch die Medien

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