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082 Was brauchen leitende Ehrenamtliche? mit Ina Wittmeier (Ehrenamtsakademie EKHN)

Diese Woche spreche ich mit Ina Wittmeier von der Ehrenamtsakdemie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Die Ehrenamtsakademie unterstützt Ehrenamtliche in Leitungsämtern wie beispielsweise in den Kirchenvorständen. Weil es nicht mehr ausreicht, eine Mail mit allen Informationen durch den Verteiler zu jagen, versteht sich die Ehrenamtsakademie als digitale Lernplattform - auch zu trockenen Themen wie der Reform der Grundsteuer.

Früher hat man eine Handreichung gemacht, sie in die Lande geschickt und dann gedacht, jetzt ist es umgesetzt. Wir sagen: So lernen Leute heute nicht mehr und so kommt das Wissen unten nicht mehr an.

Kirche braucht Ehrenamt und deswegen müssen Menschen auch dazu befähigt werden, die Herausforderungen im System Kirche zu bewältigen. Ehrenamtliche können so stärker die Verantwortung wahrnehmen und Kirche der Zukunft mitgestalten. Wieder einmal zeigt sich, dass es auf die Themen ankommt. Die Ehrenamtsakademie verfolgt genau diesen Weg, indem sie ihre Inhalte den Bedürfnissen der Zielgruppe anpasst.

Der Rückbau (von Kirche) ist nochmal härter und da braucht es eigentlich ein Bild darüber, wie wir Kirche sein wollen und was für eine Kirche wir zukünftig sein wollen.

Linksammlung:

Zusammenfassung

Was macht die Ehrenamtsakademie der EKHN?

  • Die Ehrenamtsakademie richtet sich vorrangig an Ehrenamtliche mit Leitungsaufgaben.
  • In vielen evangelischen Landeskirchen ist die Idee, dass Kirchengemeinden von den Gemeindemitgliedern getragen werden und damit in Verantwortung stehen.
  • Das Leitungsorgan einer Gemeinde ist dann der ehrenamtliche Kirchenvorstand, der bspw. auch Personalverantwortung haben kann oder für die Steuererklärung verantwortlich ist.
  • Die zu bewältigenden Aufgaben sind mit der Zeit immer anspruchsvoller geworden, weswegen es einen hohen Bedarf an Schulungen für Ehrenamtliche in Leitungsfunktion gibt.
  • Es reicht heutzutage nicht mehr, die Leute mit Mitteilungsblättern zu informieren. Stattdessen bietet die Ehrenamtsakademie bspw. Lernvideos zum Download an oder organisiert Sprechstunden für bestimmte Fragestellungen - es ist eine digitale Plattform zu ganz verschiedenen Themen.
  • Das Angebot der EKHN bringt Leute in Austausch und nimmt sie in ihren Bedürfnissen ernst. So werden bspw. offene Fragen in Facebook-Gruppen diskutiert und Inhalte passend für die Ehrenamtlichen   produziert.

Welchen Beitrag leistet die Ehrenamtsakademie für eine Kirche der Zukunft?

  • Viele der Veranstaltungen haben online viele Teilnehmende und auch die Videos auf dem YouTube-Kanal sind je nach Thema sehr gefragt.
  • Das Angebot der Ehrenamtsakademie kann eine Unterstützung in Transformationsprozessen leisten. Da sich das System Kirche transformieren muss und territoriale Gemeinden schrumpfen, stellen sich viele organisatorische Herausforderungen wie bspw. die Zusammenlegung von Finanzen usw.
  • Informationen können online schneller zur Verfügung gestellt werden.
  • Das gesamte Verhältnis zu Ehrenamtlichen wird agiler, weil die Hierarchie eine geringere Rolle spielt. Vor allem die Vernetzung untereinander sorgt dafür, dass sich Ehrenamtliche kompetent fühlen, Leitungsaufgaben zu bewältigen und dabei voneinander zu lernen.
  • So können Ehrenamtliche in Zukunftsprozessen von Landeskirchen oder auch Bistümern mehr Verantwortung bekommen und sich diese auch nehmen.
  • Durch die Vorgehensweise der Ehrenamtsakademie wird mal wieder deutlich, dass es auf die Themen ankommt und nicht darum, den Ort zu halten.
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