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Wie kommt Kirche aus der Identitätskrise? mit Christian Schröder (Bistum Aachen)

In dieser Folge spreche ich mit Christian Schröder. Christian denkt schon seit über 10 Jahren über Kirche im digitalen Wandel nach und startete bereits 2010 mit einem Blog zum Thema. Mittlerweile spielen Blogs keine herausragende Rolle mehr, aber die Erkundungen in der digitalen Glaubenskommunikation von damals prägen bis heute seine Arbeit in der Pastoralentwicklung im Bistum Aachen. Mit Christian spreche ich darüber, wie es Kirche gelingen kann, Innovation zu fördern und zu begleiten.

Es ist wirklich anspruchsvoll, die Sicht der potentiellen Nutzer:innen einzunehmen, die noch nicht da sind und die auch nicht von sich sagen würden, dass sie gläubig sind.

Kirche steckt in der Krise. Und das ist vor allem eine Identitätskrise. Weil Kirche zunehmend Probleme damit hat, Menschen anzusprechen, muss sie wieder lernen, bessere Geschichten zu erzählen. Bereitet die Institution nicht jetzt eine Infrastruktur für Innovation vor, wird sie von einem disruptiven Ereignis überrollt werden. Mit Sicherheit bewegen wir uns auf solch ein Ereignis zu und es wäre fatal, bis dahin nur zu verwalten, anstatt die Chance zu ergreifen, neue Wege vorzubereiten.

Die große Gefahr ist, dass es eigentlich nur eine Reorganisation ist - also wir sortieren die Sachen, die da sind, anders. […] Wenn es dabei bleibt, dann ist es wirklich nur eine Verwaltung des Niedergangs.

Linksammlung:

Zusammenfassung

Innovation braucht Inspiration, Durchhaltevermögen und Unterstützung

  • Christian hat bereits 2010 mit einem mittlerweile offline gegangenen Blog digitale Glaubenskommunikation erkundet.
  • Blogprojekte haben in der Anfangszeit von digitaler Kirche Pionierarbeit geleistet. Auch ruach.jetzt ist aus der Arbeit an dem Blog DreifachGlauben entstanden.
  • Bei der Evaluation solcher Erkundungen sollte es nicht darum gehen, die Fehler zu finden, sondern weiterzuentwickeln, was sich bewährt hat. Bei Christian ist es vor allem das “Storytelling”, das ihn seitdem in seiner Arbeit für innovative Kirchenentwicklung begleitet.
  • Innovation braucht Durchhaltevermögen. Und es ist schön zu sehen, dass man nicht alleine an Themen arbeitet, sondern Menschen Vorarbeit geleistet haben. Hier kann man sich zumindest eine Zeit lang auch Inspirationen holen und so seinen eigenen Weg finden.
  • Innovation ist anspruchsvoll und oftmals nah an der Verzweiflung, ob etwas überhaupt noch Sinn ergibt. Deswegen ist es wichtig, sich bei aller Energie, die man selbst hat, auch Unterstützung zu suchen.

Wie kann Kirche innovative Initiativen begleiten und dauerhaft mitnehmen?

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