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Wie kann Kirche junge Erwachsene erreichen? mit Sue Grimbacher (Diözese Rottenburg-Stuttgart)

In dieser Folge spreche ich mit Sue Grimbacher. Sie ist Pastoralreferentin in der Diozöse Rottenburg-Stuttgart und arbeitet in einem Projekt, das den Schwerpunkt auf die Glaubenskommunikation mit jungen Erwachsenen legt. Die Zielgruppe irgendwo 18 und 35 Jahren wird immer wieder thematisiert, wenn es darum geht, wen Kirche heutzutage eigentlich noch erreicht. Sue erklärt, worauf es ankommt, wenn Kirche noch irgendeine Relevanz in dieser Zielgruppe haben will.

Angebote für junge Erwachsene gibt es in Kirchengemeinden kaum. Da gibt es Jugendarbeit, aber zu sagen, da gibt es speziell etwas für junge Erwachsene, das gibt es fast nicht.

Die Institution Kirche ruht sich oftmals noch darauf aus, dass Menschen irgendwie kulturell mit ihr verankert sind. Was hat Kirche aber nach Firmung oder Konfirmation für junge Erwachsene zu bieten? Wenn nicht irgendwann die Hochzeit ansteht oder die eigenen Kinder mit Kirche in Kontakt kommen, wird es schwierig. Dewegen muss Kirche Ressourcen dafür frei machen, sich dieser Zielgruppe zu widmen und mutig Dinge einfach mal ausprobieren.

Kirche braucht dieses Mindset, das wir tatsächlich mal raus gehen und egal was wir tun, wir machen es mit anderen zusammen und zwar nicht mit dem Ziel, dass die danach zu uns kommen, sondern weil es unser Auftrag ist zusammen in dieser Welt etwas Gutes zu machen.

Linksammlung:

Zusammenfassung

Herausforderungen für Kirche bei der Kommunikation mit jungen Erwachsenen

  • Ziel der Projektstelle von Sue ist es, junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren zu erreichen, die wenig Kontakt zur Institution Kirche haben. Es geht dabei nicht darum, diese Zielgruppe an Kirche zu binden, sondern den Auftrag von Kirche zu erfüllen, für junge Menschen da zu sein.
  • Dabei kann die Gruppe von jungen Erwachsenen nicht eng definiert werden. Allgemein lässt sich sagen, dass ein Startpunkt ab dem ersten Schulabschluss gesetzt werden kann.
  • Im Unterschied zu Jugendlichen sind junge Erwachsene dann weniger in Abhängigkeit und müssen ihr Leben häufig selbst gestalten und entscheiden, was sie mit ihrem Leben machen wollen.
  • Kirche kümmert sich viel mehr um die Gruppe der Jugendlichen und im Prinzip gibt es ab der Firmung bzw. Konfirmation kein Angebot mehr innerhalb von Kirche, insbesondere, wenn man nicht heiratet oder keine Kinder hat.
  • Es fehlen Kontaktflächen und Menschen nehmen Kirche nicht als Ansprechpartner wahr.
  • Kirche geht noch zu sehr davon aus, dass sie kulturell verankert sei und es ist eigentlich nicht mit bedacht, dass Leute sich von der Institution entfernen und vielleicht sogar wieder Anschluss finden könnten.

Wie kann Glaubenskommunikation mit jungen Erwachsenen gelingen?

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