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Welches Potenzial haben Podcasts für Kirche?

mit Ines Schaberger (Fadegrad-Podcast)

Diese Woche ist Ines Schaberger bei mir im Podcast. Sie ist Theologin, Religionspädagogin und Journalistin aus dem schweizerischen Bistum St. Gallen. Die gebürtige Österreicherin hostet u.a. den Fadegrad-Podcast. Seit Anfang 2021 verfolgt der Podcast das Ziel, ohne Denk- und Sprechverbote die Menschen nach ihren Themen zu befragen. In dieser Folge erfahrt ihr, warum es sich für Kirche lohnt, in Podcast-Projekte zu investieren.

Kirche sagt immer, wir sollen da sein, wo Menschen sind. Und wenn man da sein will, wo Menschen sind, dann ist das auch auf Spotify und auf Apple Podcasts. Da kann man sich nicht in der Kirche verstecken und warten, dass Leute kommen.

Ines erzählt, wie es zum Fadegrad-Podcast kam, und zeigt damit gelungen auf, dass es Konzepte der Glaubenskommunikation gibt, die tatsächlich wachsen und Menschen erreichen.  Es geht hier nicht darum, das perfekte Konzept zu haben. Denn am Anfang jeder Innovation steht der Wille, neu zu ordnen, was da ist - und auch ein Stück weit Vertrauen, dass es gelingen wird.

Ich glaube, wir stecken alle in einem Trauerprozess, weil Kirche so, wie wir sie gekannt haben, nicht mehr ist, und sich ganz vieles verändert. Dann gibt es - wie bei jedem Trauerprozess - je nach Person unterschiedliche Arten, darauf zu reagieren.

Was ist der Fadegrad-Podcast?

  • Den Podcast gibt es seit Anfang 2021. Er wird multimedial auf Instagram, TikTok und YouTube begleitet.
  • Finanziert wird das Projekt von der katholischen und evangelisch-reformierten Kirchen der Kantone St. Gallen und Appenzell.
  • ‘fadegrad’ ist Schweizerdeutsch und heißt so viel wie ‘unverblümt’ oder ‘direkt’, ‘ohne Umschweife’.
  • Der Name ist insofern Programm, als dass es keine Denk- und Sprechverbote geben soll.
  • Der Podcast erscheint auf Schweizerdeutsch und erreicht pro Folge zwischen 150 und 400 Zuhörer:innen. Das Besondere ist, dass etwas drei viertel der Hörer:innen die Folgen bis zum Ende hören, die Wiedergabe also nicht unterbrechen.

Warum investiert Kirche in einen Podcast?

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