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Wie kommuniziert ein Bistum?

Windhauch #40 mit Jens Albers / Bistum Essen

Jens Albers ist stellv. Pressesprecher im Bistum Essen. Mit ihm habe ich über die Kommunikationsstrategie des Bistums Essen gesprochen. Da Du den Windhauch Podcast unterstützt, bekommst Du heute ab heute jede Woche eine Zusammenfassung der Inhalte.

Jens Albers ist studierter Kommunikationswissenschaftler und hat im Nebenfach in Wirtschaftspolitik und Katholische Theologie reingeschnuppert. Jens erklärt in der 40. Folge des Windhauch Podcast, warum Social Media ganz anders funktioniert. Seit 2011 schon ist er Onlineredakteur in der Pressestelle des Bistums Essen und seit Ende 2015 auch Stellvertretener Pressesprecher.

Die ganze Folge kannst Du unter:

https://windhauch.ruach.jetzt/podcastepisode/40-wie-kommuniziert-ein-bistum-mit-jens-albers-bistum-essen/

tl;dr:

  • Keine Pressekonferenzen – Keiner kommt hin, lieber Vermittlung von Gesprächspartner:innen
  • Professionelle Pressemitteilungen über einen Presseverteiler zu ausgesuchten Personen, Presseverteiler pflegen und aktualisieren, damit keine Mailflut die Adressat:innen abschreckt, Aufteilung nach Region und Themen, keine „one fit all"-Lösung

Bistumzeitung

  • Bistumsmagazin "Bene": Einstellung der Bistumszeitung, heute klassisches Mitgliedermagazin, erscheint viermal im Jahr und wir per Post verschickt, "Bene"telefon für Rückfragen zum Magazin

Newsletter

  • Wöchentlicher öffentlicher Newsletter, der Themen der Woche aufgreift mit dem Ziel Leute auf die Website zu bringen (Teaser)
  • Interne Newsletter zielgruppenspezifisch (BGV, Pastoral, Jugend, Ökumene, Glaubenskatechese, Relilehrer) – eng gefasste Zielgruppen
  • Wie bewerbe ich meine Angebote? Gar nicht, ich sorge dafür, dass diejenigen, die sowieso bspw. Kulturveranstaltungen bewerben, meine Veranstaltung bewerben.
  • Die eigene Veranstaltung interessiert die Welt vielleicht nicht – Ziel: Ich informiere meine Zielgruppe! Wo suchen die Leute nach Veranstaltungen? Zielgruppenoptimierung durch Targeting.
  • Streuverlust vermeiden, keine PDFs verschicken, sondern Text in Mail
  • Kontextualisierung: Welches Thema ist gerade relevant auf Social Media  und kann ich da mitreden? Natürlich immer passend. Sichtbar werden! Teil der Wahrnehmung der Leute werden.

Social Media

  • Social Media, v.a. Facebook und Instagram
  • Facebook als Flaggschiff für das klassische Sonntagspublikum
  • Instagram ist kein klassischer Account für Jugendliche, aber für Kirche eher junges Publikum (25+)
  • Twitter und YouTube vorhanden, aber weniger genutzt
  • Zielgruppe Facebook: Keine neuen Menschen, eher Bestandspflege. Facebook in Gruppen organisieren, ansprechbar über den Messenger sein
  • Vor allem Whatsapp wird genutzt für Rückmeldung, Kritik oder Fragen, Vorteil: Niedrigschwellige Kommunikation
  • Facebook nicht Contenplattform (sichtbare Inhalte) sondern Messenger Plattform

Grundprinzip in der Kommunikation: Kontakt – Dialog – Bindung

  • Wenn der Erstkontakt misslingt, haben wir ein Problem – Erstkontakt professionell gestalten
  • Hohes Potenzial, bei denen nicht die klassischen Wege funktionieren
  • Binnenkirchliche Kommunikation nicht einfacher – Bestandskundenpflege hat ihre Berechtigung, aber ist anspruchsvoll und ich erreiche nicht viele neue Leute

Vielen Dank, dass Du den Windhauch Podcast unterstützt.

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