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Gott in der Kunst suchen?

mit Jonnes (Singer-Songwriter)

In dieser Folge spreche ich mit Jonnes. Er ist Singer/Songwriter und hat Theologie studiert. Weil sich aber für ihn Gotteserlebnis nicht in feste Formen pressen lässt, ist Jonnes aus tiefstem Herzen Künstler. Seinen Glauben transportiert er ohnehin in seinen Texten - kann man doch nicht von Gott reden, ohne von dem zu reden, was einen selbst als Künstler gerade beschäftigt. Mit Jonnes rede ich darüber, warum er das Label “christlicher Musiker” trotzdem ablehnt.

Sprache entwickelt sich nicht, wenn wir keine neuen Worte finden für diese Floskeln und Phrasen.

Jonnes macht eigentlich vieles von dem, was wir vom Pfarrberuf erwarten würden: Er verkündet seinen persönlichen Glauben über die Musik. Dabei muss er sich nicht an bestimmten Formaten oder den Erwartungen anderer orientieren. Für ihn ist vor allem entscheidend, dass Kirche lernt, aus ihrer Bubble herauszutreten, und den Menschen die Freiheit lässt, eigene Worte für ihren Glauben zu finden.

Kunst ist immer etwas, was entwickelt - und nicht verwaltet. Solange wir ständig in unseren Bubbles bleiben, habe ich das Gefühl, dass wir einfach nur verwalten.

Zusammenfassung

Braucht es das Label “christliche Musik”?

  • In der Kunst wird das verarbeitet, was einen gerade bewegt. Oder anders ausgedrückt: Künstler:innen denken über das Leben nach und versuchen dies über ihre Kunst auszudrücken.
  • Mit Begrifflichkeiten und Kategorien wie “christliche Musik” wird Exklusivität suggeriert.
  • Provokant könnte man auch fragen, was im Umkehrschluss dann “unchristliche Musik” sein soll.
  • Das Label “christliche Musik”  bestätigt nur diejenigen, die auch christliche Musik erwarten und sagt nichts über Qualität oder wirkliche Inhalte aus. Die Musik bekommt dadurch eine enge Grenze.
  • Dabei will gerade Kunst Sprache weiterentwickeln und neue Wörter suchen, anstatt Phrasen zu wiederholen.
  • Christliche Musik, die nur Phrasen wiederholt, dient nur der Selbsterhaltung und verpasst die Chance einer gewinnbringenden Dynamik durch den Austausch mit anderen Weltsichten.
  • Im Endeffekt reden Künstler:innen immer über das, was ihnen wichtig ist. So verwaltet die Kunst nicht nur, sondern trägt zu einer Entwicklung bei.

Ist Kunst eine Form innovativer Verkündigung?

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