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Wir versuchen jede Woche eine neue Folge zu Veröffentlichen. Wenn uns das nicht gelingt, dann bekommst Du trotzdem Donnerstag einen Newsletter mit einer Zusammenfassung einer bereits gesendeten Folge. Diese Woche die Fundraising Folge 33 mit Sonja Harken. Ab der nächsten Woche gibt es eine neue Folge zum Thema "Podcast in der kirchlichen Medienarbeit."

Helfen beim Helfen. Fundraising in Kirche mit Sonja Harken 

Fundraising ist viel mehr als professionelles Betteln. Sonja Harken war als Fundraiserin für die Diakonie Michaelshoven tätig. Digitales Fundraising ist ihr Herzensthema und das merkt man auch. Schon während des Studiums arbeitete sie in der Fundraising-Konzeptentwicklung. 2018 erlangte sie ihren Master an der Technischen Hochschule Köln im Bereich Sozialmanagement. Aktuell arbeitet sie an ihrer Promotion und beschäftigt sich mit dem Thema E-Mail Marketing. Bei Sonja sind Wissenschaft und Praxis eng verzahnt.

"Das hat man jetzt auch im Zuge dieses Hochwassers gesehen, was da digital an Spendenaktionen gestartet wurde, das wäre analog nicht so schnell möglich gewesen."

Mit Sonja spreche ich über die Möglichkeiten von Kirche, Projekte über Fundraising zu finanzieren. Dabei wird wieder einmal deutlich, dass das Thema Finanzierung mit einer professionellen Marketing-Strategie zusammenhängt. Am Ende bekomme ich noch Feedback zu meinem Aufruf, diesen Podcast zu unterstützen.

"Oft ist es so, dass gerade auch im kirchlichen Bereich Spender:innen oder potentielle Spender:innen denken: 'Hä, aber dafür zahle ich doch Kirchensteuer!' und wissen garnicht, dass sowas nicht über die Kirchensteuer abgedeckt wird."

Zusammenfassung

Was ist Fundraising?

  • Beim Fundraising geht es darum, finanzielle Mittel für gemeinnützige Arbeit zu sammeln.Fundraiser:innen schaffen also Aufmerksamkeit für Projekte, die finanzielle Unterstützung brauchen und das Geld nicht anderweitig akquirieren können. Es geht aber nicht alleine um die Akquise von Spenden, sondern auch bspw. um die Betreuung von Spender:innen.
  • Fundraising eignet sich folglich für alle Organisationen, die gemeinnützig sind, gute Zwecke verfolgen und transparent arbeiten.

Worauf kommt es beim Fundraising an?

  • Für ein gelungenes Fundraising wird ein durchdachtes Marketing benötigt, eine dazu passende Kommunikationsstrategie und damit eine Geschichte für das Anliegen.Man sollte aber auch nicht außer Acht lassen, dass das betriebswirtschaftliche Hintergrundwissen unabdingbar ist. Grundsätzlich geht es hier um den Aufbau einer Beziehung.
  • In der Spender:innenpyramide ganz unten steht die breite Öffentlichkeit, darauf folgt die gefilterte Gruppe der Interessent:innen und daraus ergeben sich die Spender:innen.
  • Entscheidend für den Erfolg ist eine transparente Kommunikation.Im Vordergrund soll weniger die schlichte Frage nach Geld stehen, sondern das Aufzeigen der aus meiner Sicht gelungenen Arbeit, die ich als unterstützenswert präsentiere. Auch im Nachgang einer Spende ist es wichtig zu kommunizieren und unabhängig vom Betrag Wertschätzung auszudrücken (bspw. durch ein paar kurze Dankesworte). Unbedingt sollte auch aufgezeigt werden, was mit der Spende bewirkt wurde.
  • Fundraising ist letztlich eine Art und Weise, wie Marketing betrieben wird, nämlich eine enge Verzahnung des Projekts mit der Finanzierung.

Welche Arten von Fundraising gibt es?

  • Mailing bspw. durch klassische Spendenbriefe
  • Face-To-Face-Straßensammler:innen - vor allem um Menschen anzusprechen, die dauerhaft und regelmäßig spenden
  • Telefonkontakt mit potentiellen und bestehenden Spender:innen
  • Online- bzw. digitales Fundraising

Wie geht digitales Fundraising?

  • Hier gilt es, zunächst die eigenen Voraussetzungen zu prüfen, ob bspw. auf der eigenen Homepage Spenden gesammelt werden können oder ob Reichweite über Social Media erreicht werden kann.
  • Grundsätzlich kann man sagen, dass wenn Gottesdienste digital gehalten werden, dann sollte es auch die Möglichkeit geben für bspw. digitale Kollekte.
  • Effektiv ist vor allem E-Mail-Marketing - im analogen Bereich wäre das der Spendenbrief.
  • Es lohnt sich daher, einen Newsletter aufzubauen und zu pflegen.
  • Obwohl die Daten im Online-Bereich einfacher zu strukturieren sind, sind Digitales und Analoges stets zusammen zu denken.

Wie fange ich an, wenn ich vorhabe, ein Projekt durch Fundraising zu finanzieren?

  • Am Anfang steht ein grober Plan des Ziels, um eine Basis zu schaffen. Erste Fragen könnten sein:Was brauchen wir? Wer ist meine Zielgruppe? Wie erreiche ich die? Wie können sie spenden?
  • Wichtig für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung ist Ehrlichkeit. Z.B. sollte man nicht versprechen, dass 100 Prozent der Spende ankommen, wenn man dies nicht einhalten kann.
  • Eine Person für das Fundraising eines Projektes zu beauftragen, bringt den Vorteil, dass diese Person sich auf diese Aufgabe konzentrieren und dann auch mehr einbringen kann.

Zur Folge

https://windhauch.ruach.jetzt/podcastepisode/33-fundraising-fuer-gemeinden-mit-sonja-harken/

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