Warum?

Weil in Vilbel zu viel hinter verschlossenen Türen passiert.

Das liegt am Zustand der Lokalpresse. Marktführer ist heute der “Bad Vilbeler Anzeiger”, ein wöchentliches Anzeigenblatt, das kostenlos als “Amtliches Bekanntmachungsorgan” verteilt wird.. Früher spielten außerdem die “Frankfurter Rundschau” (FR), dieFrankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ), die “Frankfurter Neue Presse” (FNP) sowie die “Wetterauer Zeitung” eine gewisse Rolle. Das ist vorbei.

Die FR und die FNP wurden 2018 an den Münchener Verleger Dirk Ippen verkauft. Die Ippen-Gruppe war bereits durch ihre Mehrheit an derWetterauer Zeitung” präsent. Dort und in den übrigen Blättern erscheinen seitdem immer mehr wortgleiche Artikel. Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat sich so gut wie ganz verabschiedet.  Pressevielfalt? Das war mal.

Was heißt das?

Geht es so weiter, könnte es bald keinen Lokaljournalismus mehr geben. Nur noch “Zombie-Zeitungen”.

Das sind Blätter, die, wenn überhaupt, ihren überregionalen Teil von einigen wenigen Konzernen übernehmen. Den ergänzen sie durch spärliche Lokalnachrichten, die von einer kleinen Handvoll freie Mitarbeiter stammen und weitgehend identisch sind. Oder ungeprüfte Pressemitteilungen verschiedener Interessengruppen. Eigenständige Redaktionen wird es dann nicht mehr geben.