Hallo, Blog-Leser*innen,

Ich schreibe endlich mal wieder, weil ich gerade Druck verspüre. Habe gerade etwas gekauft. Nicht gut. Ich bin machtlos dem Kaufen gegenüber.

Diese Zeilen sind schon etwas älter...

Wie ihr seht, habe ich derzeit viel zu tun. Und das Gute: ich fühle mich immer weniger schuldig.

Ich bin gerade dabei, meinen Blog als Buch zu veröffentlichen.

Mit Hilfe meines tollen Freundes, dessen Vertrauen ich gerade wieder mal in Frage stelle.

Er hat sich Impfen lassen. Und ich bin total sauer, weil ich IMPFEN scheiße finde.

Ich fühle mich verraten, verarscht und unendlich machtlos dem Patriarchat ausgeliefert.

Meiner Meinung nach ist es ein Produkt der Angst und des Patriarchats: Dieser Impf-Zwang.

Und ich habe eigentlich gar keinen Bock, irgendeine Meinung zum Thema Corona und Impfen zu haben.

Aber ich werde ja quasi dazu gezwungen, irgendwann Stellung zu beziehen.

Es kotzt mich hart an:

Wie jede*r Recht haben will und keine*r zu akzeptieren scheint, dass es keine absolute Wahrheit gibt.

Und das größere Problem mangelnder Selbstwert und damit einhergehender Schmerz ist, den man damit kompensieren muss, RECHT zu haben.

So siehts nämlich aus.

Wir ertragen es nicht, oder die meisten zumindest nicht, wenn wir NICHT recht haben, weil KEINE*R Recht haben kann, weil es eben DIE eine Wahrheit nicht gibt.

Schon immer war das so.

Und jetzt ist es so präsent offen nackt einfach da.

Jede*r ist wütend, weil er*sie sich im Recht sieht und eine andere Meinung - vor allem, wenn sie stark abweichend von der eigenen ist - eben NICHT akzeptieren kann.

Klar: Je näher eine Person einem steht, desto schwieriger wird es, seine Andersartigkeit NICHT persönlich zu nehmen und eben zu respektieren, wenn sie stark konträr zur eigenen ist.

Doch was machen wir damit?

Aufgeben? Trennen? Uns umbringen?

Für immer seperieren voneinander?

Weil keine*r bereit ist, den scheiß Schmerz zu fühlen, der gefühlt werden MUSS, wenn menschen aufeinander treffen und sich Nahe sein wollen und doch seperate Wesen sind.

FUCK THAT.

Mich kotzt es echt an.

Diese ganze Spaltung in der Gesellschaft, die ja schon immer da war.

Nur JETZT eben gefühlt werden muss, weil sie die ganze Zeit da ist...

auf dem präsentier-teller.

WHAT THE FUCK?!

aber doch bitte schön nicht in meiner heiligen Beziehung.

Die war doch immer gefeit vor sowas.

Es war doch immer mehr: Wir gegen den Rest der Welt.

Wir sind H&M - wir können alles gemeinsam.

Wir halten zueinender, wenn es andere nicht tun und wir sind ein fucking Vorzeige-Paar.

Was soll der Scheiß?

Wieso kann ich nichts kontrollieren????

Mich nervt das einfach so dermaßen hart an.

ICH WILL ABER.

Kontrolle.

Ich liebe es, wenn ich Dinge kontrollieren kann.

Konnte ich zwar nie als Kind, aber deswegen ja.

Die Illusion ist so schön. Dinge kontrollieren zu können.

Das mag ich ja auch an der Wissenschaft:

Sie macht Dinge greifbar, messbar, ja kontrollierbar.

Aber wofür?

Um dann zu merken, dass wir eben NICHTS kontrollieren können?

Außer den Umgang mit scheiß Kontrollverlust?!!

WTF.

Das kann nicht sein.