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Ich bin dann mal weg... (The Happy Weekly 26)

Wow, was für eine Woche. Ich bin ganz schön geschafft - und habe trotzdem immer noch ein paar offene Punkte, die vorm Urlaub erledigt werden müssen. Meine vergangenen sieben Tage sind ein total gutes Beispiel dafür, dass man es manchmal einfach wider besseren Wissens (!) falsch macht. 

Denn: Ich weiß rational natürlich sehr genau, dass ich auf mich achten muss - und sich eine übermäßige Belastung, zu wenig Schlaf und langes Arbeiten am Abend bei mir schnell rächen. Ich glaube mein Körper denkt sich dann: "Spinnt die?! Der zeigen wir jetzt mal, wie der Hase läuft..." - und zaubert über Nacht eine Vollbremsung aus der Überaschungskiste. Freitag wurde ich dann mit richtig fiesen Halsschmerzen wach. So schön. Nicht.

Gemerkt: Ferien, Vereinbarkeit, Fertigsein

Die Dienstreisen sind zurück. Yeah. So schön ich es selbst finde, wieder Termine vor Ort zu haben, und dass wieder an allen Fronten mehr passiert - so sehr hatte ich mich aber auch daran gewöhnt, dass mein Mann viel im Home Office arbeitet. Nun war er nach vielen kürzeren Trips zum ersten Mal wieder eine ganze Woche weg. Uff! Erstaunlich wie schnell man vergisst, wie anstrengend der Alltag alleine ist. Von Ferienwochen mit aktivem, unbeschäftigem Kind mal ganz zu schweigen. Ich bin jetzt definitiv urlaubsreif. In Summe haben wir die Woche gut überstanden, auf der "Verluste"-Seite stehen lediglich eine dicke Beule am Kopf des Kindes (fragt nicht...), und viele Minusstunden auf meinem Schlafkonto.

Merke: Normale Arbeitswoche + Kind betreuen + eigener verrückt-hoher Anspruch an Ordnung und Ferienprogramm = Overload, homemade.

Ich glaube, das drucke ich aus und hänge es mir über den Schreibtisch. Denn das passiert mir definitiv nicht nochmal. Warum ich das hier schreibe? Weil ich immer wieder denke: "Aber alle anderen machen doch auch..." Tun sie vielleicht, aber eben auch zu einem Preis. Nur sieht man den meistens nicht. Vielleicht sollten wir darüber öfter sprechen? 

Gelesen: Wie ticke ich eigentlich?

Als ich letzte Woche abends mein Arbeitszimmer aufgeräumt und aussortiert habe (siehe oben - heute frage ich mich: Warum?!), ist mir ein winziges Büchlein in die Hände gefallen, dass ich vor vielen Monaten einmal bestellt hatte, aber noch nicht dazu gekommen bin, es zu lesen. Und weil es so klein ist, verschwand es dann in meinem Regal zwischen Blöcken und Ordnern und wurde vergessen. Während ich also mitten in Bergen von Papiermüll auf dem Boden meines Arbeitszimmers saß, habe ich mich festgelesen und möchte gerne einen kleinen Auszug mit euch teilen:

"Amazingly few people know how they get things done. Indeed, most of us do not even know that different people work and perform differently. Too many people work in ways that are not their ways, and that almost guarantees nonperformance. (...) The first thing to know is whether you are a reader or a listener. Far too few people even know that there are readers and listeners and that people are rarely both."

aus: Peter Drucker, Managing Oneself

Das trifft so sehr ins Schwarze. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir alle ganz unterschiedliche optimale Herangehensweisen, Arbeitsrythmen und Arbeitsmodi haben. Die Kunst ist es, herauszufinden, wie DU tickst. Ratgeber rund um Selbst- und Zeitmanagement sollten deshalb eher als Impulsgeber oder Werkzeugkasten verstanden werden, aus dem man sich nach den eigenen Präferenzen bedienen kann - und nicht als die "eine" perfekte Lösung für alle. Aber wie findet man heraus, wie man am besten "funktioniert"? Bedauerlicherweise müssen wir alle uns unsere Gebrauchsanweisung im Laufe unseres Lebens mühsam zusammenpuzzeln - durch ausprobieren! Die Frage, ob man ein "Leser" oder ein "Zuhörer" ist, finde ich einen sehr guten Einstieg. Die zweite Frage, die Peter Drucker übrigens stellt ist: Wie lernst Du am besten? Auch darüber lohnt es sich, einmal nachzudenken. 

Geplant: Eine kleine, feine Auszeit

"Wie machst Du das eigentlich mit dem Newsletter im Urlaub?" - fragte mich mein Mann vor ein paar Wochen. "Na, ganz normal - wieso?", habe ich geantwortet. Und weil mein Mann mich sehr gut kennt, hat er nur "OK" gesagt, und das Thema einfach alleine weiter arbeiten lassen. Pausen sind wichtig, das erzähle ich ja jedem, der es hören oder nicht hören will – bei allen Gelegenheiten. Zeit, dass ich mich mal an meinen eigenen Ratschlag halte.

Diese Ausgabe von The Happy Weekly wird deshalb die letzte vor meiner Sommerpause sein - am 23. Juli geht es mit der nächsten Ausgabe weiter. Ich schreibe ja immer über die Themen, die mich unter der Woche so beschäftigt haben - und da hoffe ich doch sehr, dass das in den nächsten Wochen vor allem Pizza, Pasta und Prosecco sein werden - das böte vermutlich für euch nur einen begrenzten Mehrwert. ;-) 

Das nächste The Happy Worklife Paper - also der exklusive Newsletter für Mitglieder - ist aber bereits vorbereitet und erscheint automatisch in der übernächsten Woche. Wer noch nicht Mitglied ist, kann das hier ändern - ich freue mich sehr über die Unterstützung:

Apropos Out of Office: Hast Du eigentlich schon alles für Deine Urlaubsabwesenheit vorbereitet? Hier ein paar Tipps, mit denen Du Dich entspannt ausklinken könnt:

📩 Abwesenheitsnotiz: Wer Dir schreibt, sollte wissen, dass er auf eine Antwort etwas warten muss - oder sich an eine/n Kolleg:in werden soll. Ich bin ja ein großer Freund davon, Abwesenheitsnotizen ein wenig persönlicher zu gestalten und den formellen Einheitsbrei zu meiden. Es reicht übrigens, wenn Du schreibst, ab wann Du wieder im Büro bist - die Information, seit wann du im Urlaub bist, ist für den Empfänger meistens nicht wichtig.

📝 Urlaubsübergabe: Wenn Kolleg:innen Dich vertreten, sollten sie wissen, was zu tun ist. Am besten hältst Du Deine Urlaubsübergabe schriftlich fest und gliederst Sie nach den wichtigsten Themen/Projekten. Wichtig: Formuliere klar, was in Deiner Abwesenheit entschieden werden muss/darf und was warten kann/muss, bis Du zurück bist.

📄 Nachricht an Dein Nach-Urlaubs-Ich: Im besten Fall schaltest du im Urlaub vollkommen ab und löscht einmal den aktiven Arbeitsspeicher. Damit Dir nach dem Urlaub noch einfällt, was Du eigentlich so tust, solltest Du Dir selber auch eine Übergabe schreiben, bevor du den Rechner herunterfährst. Liste alle laufenden Projekte auf, was du an wen übergeben hast - und welche Fragen und Themen aktuell noch offen sind, oder nach dem Urlaub angegangen werden müssen. So bist du nach dem Urlaub schnell wieder "up-to-speed"!

Für die Zeit nach meiner Sommerpause habe ich schon ganz viele wunderbare Themenideen für die Newsletter und für Instagram - ich möchte aber auch einmal die Gelegenheit nutzen, meinen Leser:innen Danke zu sagen: Eure Begeisterung für mein Projekt "Newsletter" freut mich wirklich riesig. Dass hier in so kurzer Zeit schon so Viele dabei sind, ist einfach toll - damit hätte ich nie gerechnet.

Gesammelt: Was mache ich denn jetzt?!

Das Ferientagebuch für Kinder aus dem letzten Newsletter kam gut an, das habe ich inzwischen schon einigen zugeschickt. Wer es noch bekommen möchte, kann dieses Wochenende noch "Piep" sagen und ich verschicke die Datei. Die Resonanz hat mir aber auch gezeigt: Ich bin nicht die Einzige, die sich Gedanken macht, wie man Kinder sechs Wochen lang einigermaßen sinnvoll beschäftigen kann. Aus meinen Bloggerzeiten kenne ich glücklicherweise noch ganz viele tolle Anlaufstellen für Spielideen, Basteltipps, Ausflüge und Beschäftigungshacks, wenn der Sommer mal wieder sehr "deutsch" ist - und die möchte ich gerne mit Dir teilen!

🎨 WunschkindHerzkindNervkind: Sabrina teilt auf Instagram ganz viele montessori-inspirierte Spiel- und Bastelideen. Ich folge ihr schon sehr lange und habe schon vieles ausprobiert! Hier gibt es auch interessante Inspirationen zum Geocachen.

🧩 Wunderwerkstatt: Bei Manu könnte ich stundenlang durch ihren wunderbaren Shop stöbern! Melde Dich unbedingt für ihren Newsletter an, da gibt es jedesmal passend zur Jahreszeit richtig schöne Ideen - und wunderschöne, selbstgemachte Materialien.

📱 Kinder digital begleiten: Seien wir mal ehrlich - ohne Apps läuft es nicht. Und ich bin auch kein Freund davon, digitale Medien so lange wie möglich von Kindern fernzuhalten. Schließlich wachsen sie in einer digitalisierten Welt auf und sollen frühzeitig lernen, damit bewusst umzugehen. Hier findest Du neben Hinweisen für Eltern, wie man Mediennutzung gut begleitet, auch immer wieder spannende App-Tipps für Kinder.

🎉 Eintausendundeine Idee: Eine unglaubliche Fülle von bunten, kreativen und fröhlichen Spiel- und Bastelideen erwartet Dich auf Nadines Profil. Auch Ideen für Kinderparties oder für das Backen mit Kindern hat sie in petto - und übrigens: aus alle dem wunderbaren Content hat sie jetzt auch ein Buch gemacht, das im Oktober erscheinen wird!

So, damit bin ich dann auch schon am Ende angekommen! Ich wünsche Dir wunderschöne Sommertage, einen guten Start in die Ferien, wenn es bei Dir auch schon losgeht - und freue mich, wenn wir uns hier Ende Juli "wiederlesen"!

Ach so: Wenn Du Dir ein bestimmtes Thema wünscht, über das ich mal schreiben soll - immer her damit! :-) 

Sonnige Grüße,

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