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Rätselst du gerne? (The Happy Weekly 44)

Also ich ja schon. Manchmal liebe ich Aufgaben, an denen ich mir ein wenig die Zähne ausbeißen kann. Der Zauberwürfel meines Sohnes treibt mich regelmäßig zur Verzweiflung, aber ich kann trotzdem nicht die Finger davon lassen. Was ich allerdings gar nicht mag, ist Rätselraten bei Dingen, bei denen es darauf ankommt. Das lässt mein Stimmungsbarometer relativ zügig in den freien Fall übergehen.

Und leider muss ich gestehen, dass mir das hin und wieder immer noch passiert - erst diese Woche übrigens! Ich spreche über: Meine Notizen! Inzwischen habe ich ein für mich sehr gutes System gefunden, wie ich mir während Meetings und Besprechungen die wichtigsten Dinge notiere - und damit tatsächlich später auch noch etwas anfangen kann. In der Alltagshektik passiert es mir aber immer noch, dass ich mir zwischendurch schnell etwas notiere, und schon am nächsten Tag mit großen Augen auf mein Gekritzel starre. Ohne die geringste Ahnung, was ich mir damit sagen wollte. 

Offensichtlich wollte ich mir irgendwas mit einem Artikel merken. Hm...

Hieroglyphen interpretieren – oder Notizen effektiv benutzen?

Was ist der größte Feind effektiver Notizen? Der Versuch, alles festzuhalten. Glaubt mir, das kann nur schiefgehen. Also: verabschiedet euch davon, wortwörtlich mitzuschreiben und haltet euch an das Motto: Weniger ist mehr! Und: Struktur und Übersicht hilft.

Irgendwie hat sich in unseren Köpfen festgesetzt, dass man Notizen oben auf der Seite beginnt und unten aufhört. Mache ich nicht mehr! Ich habe mir tatsächlich einmal die Mühe gemacht, mir eine Vorlage für Notizen zu erstellen - und die ist ganz simpel! Ich orientiere mich dabei nämlich an der sogenannten Cornell-Methode, die die amerkanische Universität Cornell ihren Studenten für effektives Mitschreiben empfiehlt. Und die sieht so aus:

Und ich benutze sie nicht nur, um in Meetings, Briefings oder Videocalls mitzuschreiben - ich plane damit auch die Struktur meiner Texte. Egal ob Kundenauftrag oder Happy Worklife Paper: Zu jedem Text gibt es so eine Seite, noch bevor ich das erste Wort am Computer tippe.

Ich halte mich allerdings nicht ganz genau an die Cornell-Methode (hier findet ihr eine gute Beschreibung dazu), sondern habe sie ein bißchen an meine Bedürfnisse angepasst:

  •  Die linke Spalte, die für Fragen vorgesehen ist, nutze ich stattdessen für To Do's, die aus einer Besprechung resultieren - oder für die Gliederung/Struktur meines Textes.
  • Die Zusammenfassung am unteren Ende der Seite verwende ich für Timings/Deadlines - oder um die Kernaussage des Textes/ des Meetings in einem einzigen Satz zusammenzufassen.

Durch die vorgegebene und feste Struktur fällt es mir hinterher leicht, mich an die wesentlichen Eckpunkte zu erinnern und es ist offensichtlich, wo noch Input fehlt, oder wo ich vielleicht etwas noch nicht verstanden habe. 

So war meine letzte Woche:

Gelesen | Nachdem ich letzte Woche sehr begeistert von diesem Artikel in der Zeit war, der sich mit Oliver Burkeman und seinem Buch "4000 Wochen" beschäftigt, musste ich das Buch besorgen und sofort beginnen. Ansonsten habe ich nun endlich auch Annie Ernaux zu Hause und bin sehr gespannt, wie mir "Die Jahre" gefallen. Gerade habe ich wieder einen guten Leselauf gefunden. Meine halbe Stunde, die jeden Nachmittag in meinem Kalender steht, hilft mir dabei wirklich sehr. Was in meinem Kalender steht, mache ich auch - anscheinend bin ich da sehr simpel gestrickt. ;-)

Gehört | Die Halloween-Playlist von Spotify rauf und runter - auf besonderen Wunsch eines einzelnen Familienmitglieds. Jetzt ist dann auch gut bis nächstes Jahr...

Getan | Eine Halloween-Kinderparty gefeiert, beim Gespensterspaktakel gewesen, einen Workshop geplant, beim Laternenbasteln mit der Heißklebepistole meinen Finger verbrannt und Reisepläne für 2023 geschmiedet.

Gegessen | Oh Himmel, das war diese Woche was. Irgendwie geistert im Umfeld ein sehr merkwürdiger Magen-Darm-Virus umher, insofern gab es diese Woche immer mal wieder Tee & Zwieback. Zur Halloween-Party waren aber alle wieder stabil genug für Trolli Glubschaugen und in Schokolade getunkte Chips. Kinder haben auch kulinarisch wirklich sehr kreative Ideen. Außerdem waren wir am Feiertag ganz wundervoll zusammen essen.

Gelernt | Dinge von Hand zu schreiben, ist weder nostalgisch noch Zeitverschwendung! Im Zuge meiner Recherchen zum "Notizen machen" bin ich auf dieses Research Paper gestoßen - und mir wurde auf einmal klar, warum ich immer noch so gerne mit der Hand schreibe: Weil es mir hilft, die Dinge dabei schon zu strukturieren und weiterzuverarbeiten. 

Gelacht |  Über mich, als ich daran gescheitert bin, die Uhr in meinem Auto an die Winterzeit anzupassen. Egal – sind ja nur sechs Monate, die vergehen wie im Flug. (Ernsthaft, das Auto kann quasi alleine einparken, aber selbstständig die Uhr umstellen ist zu viel verlangt?!)

Gekauft| Eine neue Couch. Und einen Lesesessel! Wer meine Instagram Storys verfolgt weiß, dass wir testweise einen Sessel aus dem Arbeitszimmer ins Wohnzimmer geschleppt haben - und der ist in kürzester Zeit zu meinem Lieblingsplatz geworden. Ich reiß mich jetzt mal an Riemen, um nicht Sheldon Cooper-mäßig zu schwärmen, warum das der perfekte Platz im Wohnzimmer ist - und freue mich auf den Liefertermin. 

Ich wünsche Dir heute einen tollen Start ins Wochenende - und eine wunderbare, produktive neue Woche! 

Viele Grüße & bis nächste Woche,

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