Grüß Dich!

Mutismus zu haben ist doof, wenn man Kind ist. Und Mutismus macht erhebliche Schwierigkeiten, wenn man Teenager ist und weiterhin Sprechblockaden hat. Aber was ist, wenn man damit erwachsen wird?

In Familien entsteht mit der Zeit oft die Haltung: "Wir müssen nur noch irgendwie die Schulzeit überstehen. Das Kind braucht schließlich einen Schulabschluss. Danach wird irgendwie schon alles gut werden... Oder?"

Da steckt ein fataler Denkfehler drin: Der Mutismus hört nicht auf, ein Problem zu sein, nur weil man einen Schulabschluss hat. Im Gegenteil.

Daher ist "Warten und Hoffen" keine gute Strategie.

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Aktuelle Podcast-Folgen im März:

Beruf und Mutismus | Folge 023 Was ist denn die richtige Arbeit für jemanden, der nicht spricht? Das Ziel ist immer der reguläre erste Arbeitsmarkt - und das damit verbundene Ziel ist, dass du die Einschränkungen durch den Mutismus hinter dir lässt. Reinhören

"Zeigen, was man mit Mutismus schaffen kann..." | Gespräch mit Mara vom Mutismusblog Mit 17 war Maras Leben sehr schwierig - und sie bekam während eines Aufenthalts in der Psychiatrie die Diagnose Selektiver Mutismus. Von da an machte sie sich auf den Weg, auf dem wir im Gespräch gemeinsam zurückblicken. Reinhören

(Was) Muss der Arbeitgeber vom Mutismus wissen? | Folge 024 Nicht sprechen können kannst du nicht verheimlichen. Trotzdem gibt es einige Dinge zu bedenken, wenn du überlegst, ob und wie du dem Arbeitgeber sagst, dass du Mutismus hast. Reinhören

"Man sollte immer weiter experimentieren..." | Gespräch mit Antje Bothin Wenn man als Erwachsene mit Sprechblockaden lebt, gibt es unzählige kleine und große Hindernisse und Missverständnisse. Antje sagt dennoch: "Man sollte niemals damit aufhören, Lösungen zu finden." Reinhören

(* Für meine Steady-Förderer gibt's übrigens noch jeweils eine Zusatzfolge zu den aktuellen Podcast-Gesprächen.)

Ausblick auf den nächsten Podcast-Monat:

Das Wort "Therapie" ist ein ziemlich umfassender Sammelbegriff für alle möglichen Arten von Heiltätigkeiten und Methoden. Daher werde ich dir einige Kriterien zeigen, in denen sich Therapien voneinander unterscheiden können. Und außerdem lernst du in zwei Gesprächen zwei Therapeutinnen kennen und erfährst einiges über ihre Arbeit und ihre Gedanken zu Sprechblockaden.

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Was wäre denn, wenn du den Mutismus für's verlängerte Oster-Wochenende mal in die Ferien schickst?

Du könntest ihm (zusammen mit deinem Kind) ein schönes Reiseziel aussuchen und ihm für einige Tage frei geben. Er muss sich auch für die nächsten Tage gar nicht melden... Und ihr werdet keinen Gedanken an ihn verschwenden, während er unterwegs ist.

Während für uns in diesem Frühling coronabedingt Urlaub ein kompliziertes Thema ist, können Probleme ohne Weiteres für eine Weile irgendwohin verschwinden, um sich von ihrem ganzen Alltagsstress mal zu erholen.

Mach dir schöne Osterferien und tu dir gut!

Bis zum Wiederhören... Deine Christine Winter

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