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flüchtige Entfremdung, Drei

Schönen Männern zu imponieren, das war lange eine Errungenschaft. Wir kennen sie alle, die Klassenlieblinge der Schulzeit, die in den Teenager Jahren jede Box ticken, die gesellschaftlich geläufig als attraktiv oder erfolgreich gilt. Sie sind meinungsbildend in den Peer Groups, Rudelführer der Burschen in ihrem Umfeld und das Maß der Dinge, wenn es darum geht den Selbstwert von jungen Frauen festzulegen. Sie entscheiden darüber wer in und wer out ist und obwohl ich ihnen den jugendlichen Leichtsinn nicht absprechen möchte, lernen diese jungen Männer schnell: an ihnen orientiert sich die Welt. In der Machtanordnung markieren weiße, (Norm)schöne Männer die Spitze. Ihr Aufwachsen bereitet sie darauf vor, mit geringstem Widerstand und Selbstreflexion der Welt begegnen zu können. Ich hingegen lernte schnell, eher Opfer ihrer Scherze und Ausgrenzungen zu werden. Im Umkehrschluss manifestierte sich eine absurde Wertung in meinem Kopf: Normschöne Männer für mich zu gewinnen, war die ultimative Bestätigung. Trophäen als Traumatherapie.

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