Zum Hauptinhalt springen

flüchtige Entfremdung, Zwei

Was sind diese sogenannten "intimen Räume" und wer steckt sie fest? Wo ziehen wir Grenzen und an welcher Stelle sollen wir Türen schließen? Welche davon wären dennoch besser einen Spalt offengeblieben? Diese Fragen stelle ich mir schon lange, stetig und in kreisrunden Bewegungen. Diese Fragen stelle ich mir, seit ich begonnen habe über Dinge zu schreiben, die vermeintlich zu intim und privat sind, um sie mit einem Publikum zu teilen. Was allerdings auch wahr ist: Nur durch einzelne Stimmen und Schilderungen, die eine Scham überwinden, kann es zu einem Austausch kommen. Nur dann erfährt man, dass Mensch mit seinen, aber vor allem ihren Erfahrungen nicht allein ist. Und viel wichtiger als das: je mehr geschlossene Räume wir öffnen, desto weniger Machtverhältnisse bleiben aufrechterhalten. 

Wenn wir jungen FLINTA Personen beibringen, nicht über Beziehungen und Intimität zu sprechen, wenn wir keine Bezeichnungen für toxische Vorgänge und Muster finden, dann ist die einzig logische Konsequenz jene, dass wir, weiblich-gelesene, weiblich-sozialisierte Personen in Beziehungen verharren, die uns nicht guttun, schädigen und möglicherweise sogar psychisch oder physisch verletzen.

Du willst den gesamten Text lesen?

hier abonnieren

Nur Mitglieder, die Zugang zu diesem Post haben, können Kommentare lesen und schreiben.