Alles eine Phase

Ich habe auf meinem Schreibtisch seit Jahren eine Postkarte mit diesem Motiv stehen. Ich mag sie unheimlich gerne, weil was auf den ersten Blick daher kommen mag wie eine Binsenweisheit, birgt bei näherer Betrachtung ziemlich viel Weisheit: ➰ Wir sind rhythmische Wesen Im Grunde wissen wir, dass auf Anspannung Entspannung folgen soll(te). Doch Hand aufs Herz: Wie oft machen wir - gerade im hektischen Jahresendspurt - die Nacht zum Tag, arbeiten zu früh oder zu spät, oder zu lange und gönnen uns keine Pausen? Die Karte erinnert mich daran, dass in "funktionieren" vielleicht Takt zu finden ist, aber der Rhythmus fehlt! Durch das bewusste Wechselspiel von Anspannung und Entspannung gelingt es mir, mehr in meiner Mitte zu bleiben. ➰ Halbvolle und halbleere Gläser Wahr ist: Es läuft nicht immer alles rund. Und auch nicht immer alles unrund. Bei niemandem. Die Karte erinnert mich daran, dass einzelne Tage oder Phasen - sowohl schlechte, wie auch gute - nicht "mein Leben" abbilden. Das lässt mich milde und toleranter mit mir selbst, meinem Umfeld, oder bestimmten Situationen sein. Aber auch demütig, arg dankbar und zuversichtlich. Ich glaube, wenn wir erkennen - und akzeptieren - dass unser Leben Zyklen unterliegt, nehmen wir uns selbst jede Menge Druck und kommen (wieder) mehr mit uns selbst in Kontakt. Der ständige Vergleich mit anderen gerät in den Hintertreff, weil wir lernen, die Wellen des Lebens - welche nun mal für jede*n anders verlaufen - in unserem Tempo und unserem ganz eigenen Stil zu nehmen. Das braucht Bewusstsein, Ehrlichkeit und Mut, ebenso wie Ausdauer. Daran wird deutlich, dass gute Selbstführung nie ein "quick fix" ist und auch nicht vom Himmel fällt. Oder wie ein Freund unlängst so treffend sagte: "Der Weg zur Meisterschaft ist ein langer."  😉 #rhythmus #selbstführung #selfleadership #leadyourselffirst #mindset

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