Gedanken sind Gedanken

... ziemlich banale Aussage, nicht wahr? 😉

Lass' mich erklären, was hinter dieser Aussage steckt:

Durchschnittlich denken wir zwischen 60.000 - 70.000 Gedanken pro Tag. Das sind schon mal ziemlich viele. Hinzukommt, dass das Gehirn schlecht zwischen Realität und Gedanken unterscheiden kann und unsere Gedanken unsere Stimmung massiv beeinflussen. Daher kennen viele die Aussage: "Du bist, was du denkst."

Und in dieser Aussage steckt sehr viel Wahres. Diese Formulierung ist vor allem dann zutreffend, wenn du die Realität deiner Gedanken nicht hinterfragst.

Ich lade dich ein, hierzu eine weitere Perspektive einzunehmen:

Unsere Gedanken spiegeln unsere Sichtweise wider, aber sie sind nicht die Realität.

Diese Perspektive ist zunächst unheimlich fordernd, weil wir es so gewohnt sind, einem roten Faden in unserem Leben zu folgen und an unsere Geschichte(n) zu glauben. Wir können - beispielsweise durch Achtsamkeit - lernen, aktuelle Erfahrungen bewusst wahrzunehmen und sie zu akzeptieren. Das heißt, wir sehen unsere negativen Gedanken, erkennen sie, verirren uns aber nicht in ihnen, glauben sie auch nicht (bedingungslos).

Eine der fundamentalen Lehren der Achtsamkeit ist es, dass wir unseren Gedanken viel zu viel Beachtung schenken. Es ist eben sogar so, dass wir glauben, dass wir unsere Gedanken sind und umgekehrt. So passiert es, dass wir die Welt nicht mehr reinlassen. Wir hören nur den Geschichten zu, die wir uns selbst über die Welt erzählen. Wir vertrauen der endlosen Folge von Gedanken, die durch unseren Kopf flitzt, anstatt dem Leben um uns herum Beachtung zu schenken.

Ein wunderbares Buch dazu ist „Achtsamkeit als Weg“ von Ronald Siegel, Assistenzprofessor für Psychologie an der Harvard Medical School.

Vielleicht hilft dir das auch und gerade in diesen bewegten Zeiten, um ein wenig Abstand von deinen (negativen) Gedanken zu kriegen.

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