Introspektion

In·t·ro·s·pek·ti·on

Substantiv, feminin [die]

Die nach innen, auf das eigene Bewusstsein, die seelischen Vorgänge gerichtete Beobachtung; Selbstbeobachtung.

Ich nutze das Jahresende, das "Zwischen den Jahren" gerne, um zu innezuhalten. Nachzudenken über das, was war, über das, was kommt, woran ich arbeiten möchte, in welchen Bereichen ich mich entwickeln und wachsen möchte. Da sich die "stade Zeit" anbietet, um den Blick gezielt "nach Innen" zu richten, fundiert zu analysieren und wirklich tief in unsere Persönlichkeit einzutauchen, sprechen wir hier auch von der Introspektion.

Im Gegensatz zur Reflexion ist dieser Prozess komplexer und bedarf eines gewissen Trainings, wenn gute Resultate erzielt werden wollen. Es braucht zunächst eine positive Grundeinstellung hinsichtlich Akzeptanz, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit gegenüber uns selbst. Denn im Optimalfall wollen wir durch die Selbstbeobachtung uns ja unserer Selbst bewusst(er) werden und uns nicht selbst-täuschen. ;) Darüber hinaus braucht es Objektivität und - ich sage es nicht gern (weil es mir selbst oft so schwer fällt): Geduld.

Wenn wir zu einer tiefgründigen Wahrnehmung gelangen, über das, wer wir sind, was wir fühlen und denken, haben wir die Möglichkeit, zu erkennen, was gut für uns ist. So lernen wir auch, welche Werkzeuge uns zur Verfügung stehen, um Situationen anzunhemen, zu ändern und unseren Weg weiterzugehen.

Die Selbstbeobachtung schützt uns vor dem Autopilot mit seinen alten Mustern. Wir können so mehr von dem leben, "wie wir wirklich gemeint sind" resp. mehr von unserem Potenzial leben.

Einige Routinen, welche diesen "Ausflug nach Innen" unterstützen sind bspw. Mediation, Atemübungen, Journaling, Arbeit mit Glaubenssätzen, gezieltes Tagträumen, Nichtstun, Präsenz, Achtsamkeit ...

Solltest auch du gezielte Reflexion oder Selbstbeobachtung zum Jahresende praktizieren - so wünsche ich dir feine und tiefgreifende Erkenntnisse!

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