Albtraum / 15.11.2020

Du kniest am Boden und dir fallen die Augen zu. Ich brülle der Dame an der 112 Leitung zu: "Doch ich brauche jetzt den Notdienst. Ich kann nicht warten bis der Kinderarzt aufmacht. Mein Sohn kippt mir weg!" Die nette Frau gibt mir noch ein paar Anweisungen und ... Mundschutz nicht vergessen ...! Dann legt sie auf. Ich bin wieder allein mit dir. Denke nach. Funktioniere. Rucksack packen. Falls wir in die Kinderklinik müssen. Ob die dort Windeln in deiner Größe haben? Ach, einfach welche einpacken. Dann noch ein paar weitere Kleinigkeiten zusammen suchen, während ich dich einhändig durch die Wohnung trage. Ich merke nicht wie schwer du bist. Am nächsten Tag hab ich Muskelkater und wundere mich woher. Endlich sehe ich den Krankenwagen draußen stehen. Du bist zu k.o. um deinen geliebten Krankenwagen anschauen zu können. Schnell den Mundschutz auf. Da höre ich schon rennende Schritte ... reingestürmt kommt dein Papa. Außer Atem. Voller Sorge. Er nimmt dich auf den Arm und ich ziehe dir etwas an, weil du schon bibberst. Die anderen Klamotten wurden bei deinem Kotzmarathon leider in Mitleidenschaft gezogen. Dann kommt eine nette Frau, die viel erklärt und uns beruhigt. Kurze Zeit darauf darfst du endlich schlafen. Zweieinhalb Stunden später haben wir erst Mittag. Ich bin durch mit dem Tag. Du bist ausgeschlafen. Verlangst nach essen und trinken und plapperst wie immer. Bist topfit wie wenn nie was gewesen wäre.

Es war ein Albtraum.

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